Rezept Ueber Hypokras

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.
Kochrezept / Rezept Ueber Hypokras

Ueber Hypokras

Kategorie - Aufbau, Info, Hypokras Rezepte Kochrezepte Kochen
Druckversion
Rezept bewerten
Rezept weiterempfehlen
Kommentar erstellen/anzeigen
Einkaufsliste per SMS
Kennwort: HANDY rezept 28795
senden an: 84141
Anleitung zum empfangen!
Rezept Hits: 3118 Bewertung: Bewertung für das Rezept 
Kommentare: 0 Versendet: 0

Küchentipp: Kürbiskernöl !
Das aus den gerösteten Kürbiskernen des steirischen Ölkürbisses gewonnene dunkelgrüne nussig schmeckende Kürbiskernöl ist besonders reich an ungesättigten Fettsäuren, es wirkt cholesterinsenkend.

Anzeigen / Werbung
Informationen zum Rezept:

Eiweiss: 0 *
Fett: 0 *
Kohlenhydrate: 0 *
Nährwert: 0 KJ / 0 Kcal. *
Bemerkungen: *
Rezept
* 0 Enspricht "Keine Angaben"
Einkaufsliste / Zutaten:
Zutaten für: 1 Portionen / Stück
- - Hypokras
Zubereitung des Kochrezept Ueber Hypokras:

Rezept - Ueber Hypokras
Andreas Morel: Aus der Hellkunde stammt unbestritten der Name fuer den gewuerzten Wein. Nicht direkt mit Hippokrates, dem beruehmten griechischen Arzt des fuenften vorchristlichen Jahrhunderts, steht er in Zusammenhang [...], sondern mit einem Utensil, der Manica Hippocratis, Chausse d'Hippocrate oder dem Hippokrates-Sack. Wir haben uns darunter einen textilen Filter vorzustellen, der aufgrund seiner Gestalt und spezifischen Verwendung zum Instrumentarium des Arztes gehoerte. 'Hippokrates' steht demnach in den angefuehrten Wortverbindungen als Synonym fuer 'Arzt'. Dieser 'Arzt-Sack' kam bis in neuere Zeit - zum Teil tatsaechlich mit dem modifizierten Namen Hypokras-Sack - in der Schlussphase der Hypokras-Herstellung zum Zuge. Nachdem der Rotwein einige Zeit mit den im Moerser zerstossenen Gewuerzen mazeriert hatte, wurde er mehrmals durch den Sack passiert. Der Sinn dieses Vorgangs war ein doppelter: Der Wein wurde filtriert, kam aber aufgrund der mehrfachen Wiederholung dieses Prozesses weitere Male intensiv in Kontakt mit den vom Sack zurueckgehaltenen Aromaten. [...] Und in der Schweiz? [...] Als eine Zuercher Delegation mit Buergermeister Heinrich Reust an der Spitze 1487 zum Kirchweihbesuch nach Altdorf reiste, wurde sie von ihren Urner Gastgebern waehrend drei Tagen geradezu fuerstlich traktiert. An Getraenken wurde kredenzt: Malvoisie, Klaret, Hypokras, Veltliner und Elsaesser. Conrad Gesner (1608) ueberliefert die Verwendung zusammen mit geroestetem Brot: "Und dieser Hypokras wirt mehrtheils morgens zum Imbiss gegeben in den kostlichen und guten Maeleren mit gebeetem Brott anstelle einer Tracht oder des Voressens". [...] In Basel gehoerten Herstellung und Handel seit jeher zu den verbrieften Rechten der Gewuerzhaendler (1523 bestaetigt). Es ist bezeichnend, dass in ihrem angestammten Quartier um das Imber-[Ingwer-]Gaesslein ein Haus 'zum Hypokras' benannt war (1666). Hypokras gehoerte zu den beliebten Ehrengaben der Stadt Basel, aus besonderem Anlass vergeben und selbst von hochrangigen Gaesten wie der Infantin Isabella, Gemahlin Erzherzog Albrechts von Oesterreich, geschaet. In Basler Buergerhaeusern wurde Hypokras seit dem 18. Jahrhundert selbst hergestellt. Die meisten uns bekanntgewordenen Basler Rezepte verwenden praktisch die naemlichen Zutaten: Wein, Zucker, Nelken, Muskat (Bluete oder Nuss) und Zimt. Vergleicht man das in Muelhausen 1811 notierte Rezept der M. Spoerlein mit dem 450 Jahre aelteren Taillevents, stellt man mit Verblueffung nur relativ geringfuegige Unterschiede fest. Sie betreffen weniger die Ingredienzien denn deren Mengenverhaeltnisse zueinander, naemlich (bei Spoerlein) sehr viel weniger Zimt, etwas weniger Zucker und keine Paradieskoerner. Ziehen wir schliesslich die Rezepte von 1877 zum Vergleich heran, wird eine generelle Entwicklung in der Kochkunst des 19. Jahrhunderts deutlich: vom dominant gewuerzten und stark gesuessten zum qualitativ hochstehenden Wein, der vorsichtig gezuckert und ebenso differenziert wie ausgewogen gewuerzt wird. Dazu kommt eine wesentliche Aenderung in der Zubereitungstechnik: Der Zucker wird nun mit den Gewuerzen in wenig (billigerem Weiss-)Wein durch Erhitzen aufgeloest und nach dem Erkalten mit dem ungekochten 'echten, rothen, dicken Roussillon' vermischt'. Der Hypokras zaehlt zusammen mit Fastenwaehen und Blancmanger zu den Inkunabeln ortstypischer Esskultur, die baslerische Eigenart auf exemplarische Weise widerspiegelt [...] (*) Basler Kost - So kochte Jacob Burckhardts Grossmutter, Die Rezepte von Frau Deputat Schorndorff herausgegeben und kommentiert von Andreas Morel, mit Beitraegen von Dieter Lendorff, Hans Georg Oeri, Rudolf Suter und Therese Wollmann, Photographien von Martin Buehler, 178. Neujahrsblatt Herausgegeben von der Gesellschaft fuer das Gute und Gemeinnuetzige, Schwabe&Co A, Verlag, Basel, ISBN 3-7965-1426-X.

Kochmagazin: Aktuelle Themen Rund um Essen & Trinken
111 mal Gemüse für Feinschmecker111 mal Gemüse für Feinschmecker
Eingefleischte Vegetarier kommen hier genauso auf den Geschmack wie gemüsehungrige Fleischesser: 111 Rezepte für etwa 40 Gemüsesorten bieten eine leckere Auswahl.
Thema 8040 mal gelesen | 19.02.2007 | weiter lesen
Die Prinzregententorte: Kulinarisch-kulturelles Erbe aus BayernDie Prinzregententorte: Kulinarisch-kulturelles Erbe aus Bayern
Zu den traditionellen Leckereien Bayerns gehört seit dem 19. Jahrhundert die Münchner Prinzregententorte, eine Schichttorte aus dünnen Biskuitböden, zwischen die eine gehaltvolle schokoladige Buttercreme gefüllt wird und die man anschließend zusätzlich dick mit Schokoladenguss bestreicht.
Thema 9186 mal gelesen | 29.01.2010 | weiter lesen
Ausgestorbene Speisen aus EuropaAusgestorbene Speisen aus Europa
Die europäischen Speisekarten vergangener Zeiten weisen zahlreiche Gerichte auf, die heutzutage als ausgestorben gelten müssen. Doch sind sie durchaus von historischem Interesse – und teilweise gruselt es einem ordentlich, was da so seinen Weg in die Mägen unserer Vorfahren gefunden hat.
Thema 7616 mal gelesen | 07.08.2009 | weiter lesen


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005, 2006, 2007, 2008 All rights reserved.| Serverload: % |