Rezept Safran macht den Kuchen gelb

 
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Safran - macht den Kuchen gelb

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Zubereitung des Kochrezept Safran - macht den Kuchen gelb:

Rezept - Safran - macht den Kuchen gelb
Die roetlichbraunen oder dunkel orangefarbenen Safranfaeden sind die getrockneten Bluetennarben des Crocus sativus, einer Krokusart, die im Mittelmeerraum zu Hause ist. Fuer 1 Kilo Safran muessen rund eine Million Krokusblueten geerntet werden. Kein Wunder, dass Safran das teuerste Gewuerz der Welt ist. Die genaue Herkunft des Safran ist immer noch umstritten: Sizilien, Indien und das Heilige Land stehen zur Diskussion. Sicher ist nur, dass Safran bereits in vorgeschichtlicher Zeit kultiviert wurde. Zu Lebzeiten Salomons hatte er sich dann als koenigliches Gewuerz etabliert. Aber nicht nur seine Wuerzkraft wurde geschaetzt, auch seine Faerbewirkung war begehrt. Safrangelbe Gewaender werden in der Literatur an vielen Stellen als goettliche oder koenigliche Bekleidung erwaehnt. Aber auch zur Herstellung von Duftsalben verwendeten die reichen Roemer den Safran. Zusammen mit dem Untergang des Roemischen Reiches geriet das Gewuerz zunaechst in Vergessenheit. Todesstrafe fuer Safranfaelschung Den Arabern, von denen die Bezeichnung Za'faran (gelb sein) stammt, ist zu verdanken, dass Safran im 8. Jahrhundert nach Europa kam. In Deutschland entwickelte sich Nuernberg zur Hochburg des Safranhandels. Der hohe Preis des Gewuerzes verlockte Haendler immer wieder, das gelbe Pulver zu strecken. Um dem Panschen Einhalt zu gebieten, rief der Magistrat der Stadt Nuernberg eine Schauanstalt zur Pruefung des Safrans ins Leben. In den amtlichen Buechern der Stadt sind erste Safranschauer bereits 1357/58 belegt. Die Strafen waren hoch: Auf schwere Safranfaelschung stand in der Anfangszeit noch die Todesstrafe. Das rote Gold von La Mancha Kultiviert wird Safran heute in Frankreich, Oesterreich, Persien, Ostasien und allen Mittelmeerlaendern. Die besten Sorten stammen aus Frankreich, aber auch aus Spanien, aus dem Landstrich La Mancha in der zentralspanischen Region Kastilien. Fuer die Safrangewinnung werden die Bluetennarben der Krokusart Crocus sativus geerntet. Die Pflanze aus der Familie der Liliengewaechse hat hellviolette Blueten, die von 8-10 lanzettenfoermigen, duennen Blaettern umgeben sind. Anbau und Ernte des Safran sind heute noch sehr muehselig und arbeitsintensiv. Waehrend der 15taegigen Bluetezeit im Oktober werden die Blueten auf langen Tischen aufgehaeuft. Drei rote Bluetenfaeden gilt es aus jeder Bluete zu entnehmen. Diese werden in einem grossen Sieb ueber einem Holz- oder Gasfeuer geroestet. Dabei verlieren sie in nur 10 Minuten fast 80°/o ihres Gewichts. Dafuer bleiben sie viele Jahre lang haltbar. Die Trockenware entspricht einem Gewirr dunkelroter Faeden das sich fettig anfuehlt. Safran schmeckt aromatisch-herb bis zartbitter-wuerzig und hat eine starke Farbwirkung. Da das Gewuerz lichtempfindlich ist, muss es dunkel aufbewahrt werden. Gibt Speisen den gelben Kick Geschmack und Farbe von Safran sind so intensiv, dass er nur messerspitzenweise verwendet wird. Noch in der Verduennung von 1:200.000 ist das Gelb deutlich erkennbar. Die kraeftige Farbwirkung steht deshalb bei seiner Verwendung fuer Kuchen und Gebaeck gegenueber der Wuerzwirkung meist im Vordergrund. Der alte Kinderreim "... Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gel" (gelb), erinnert daran. Ein unverwechselbares Aroma Safran wird in wenig heissem Wasser aufgeloest und erst dann den Gerichten beigegeben. Heute wird er zum Wuerzen und Faerben vieler Speisen verwendet, speziell bei mediterranen und exotischen Gerichten. Ausserdem verwendet man Safran fuer Bouillons, Bruehen, pikante helle Saucen, Fischgerichte, Reis-, Lamm- und Gefluegelgerichte. Gerichte wie arabischer Pilaw, Arroz con pollo (spanisches Huehnergericht mit Reis), Paella oder Bouillabaisse (suedfranzoesische Fischsuppe) sind ohne Safran undenkbar. Aber auch Suessspeisen wie Flammeri und Griessbrei sowie Teig- und Backwaren verleiht Safran ein unverwechselbares Aroma und eine leuchtende Farbe.

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