Rezept Bemerkungen zum Verzehr von Pferdefleisch

 
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Bemerkungen zum Verzehr von Pferdefleisch

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Küchentipp: Farce !
Fleisch, Fisch oder Geflügel fein gehackt und gebunden mit Ei, Sahne oder Soße. Als Füllung für z.b. Teigtaschen oder Pasteten.

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- - Pferdefleisch
- - Waverley Root, Das Mundbuch, 1994 ISBN 3-8218 4445-0
- - sowie aus anderen Quellen
Zubereitung des Kochrezept Bemerkungen zum Verzehr von Pferdefleisch:

Rezept - Bemerkungen zum Verzehr von Pferdefleisch
Waverley Root: Ethische Skrupel, die heute viele Menschen vor dem Genuss von Pferdefleisch zurückschrecken lassen, waren unseren paläolithischen Vorfahren fremd: Sie benötigten das Pferd nicht als Zugtier im Ackerbau, den es noch nicht gab, sie ritten nicht auf Pferden, weder zum Vergnügen noch aus Notwendigkeit, und Galopp- und Trabrennen waren ihnen so gleichgültig wie das Dressurreiten. In antiken Zeiten assen nur die Völker Pferdefleisch, die genug Pferde besassen, etwa die Skythen und die Sarmaten, Reitervölker, die das Blut ihrer Pferde tranken, nicht nur die Milch der Stuten. Weder Griechen noch Römer assen Pferde - erstere benötigten sie als Reit- und Zugtiere, letzere als Zugtiere und Rennpferde. Im Mittelalter waren es wieder die Steppenvölker, von denen Reisende wie Marco Polo berichten, dass sie Pferdefleisch assen, während in ganz Europa Pferdefleisch aus der Mode kam, als das Rittertum "en vogue" war, da es als höchst unfein erscheinen lassen musste, edle Pferde zu schlachten. Abgesehen von Notzeiten setzte sich das Essen von Pferdefleisch erst wieder seit dem frühen 19. Jahrhundert in Frankreich und Italien durch, wobei die Franzosen an ihre Gesundheit denken (Pferdefleisch ist tatsächlich gesünder als anderes Schlachtfleisch, ganz zu schweigen von der gesünderen Ernährung der Pferde selbst), die Italiener hingegen den Eigengeschmack des dunklen, leicht süsslichen Fleisches lieben, der nicht jedermann zusagt. Aus Kostprobe, 3. Mai 1996: Dabei war Pferdefleisch bis Mitte des vorigen Jahrhunderts im christlichen Abendland tabu. Auch in diesem Fall war es die Kirche, die den Verzicht forderte. Papst Gregor III. hatte im 8. Jahrhundert ein Pferdefleischverbot für alle Christen ausgesprochen. Hintergrund: Im Mittelalter wurden die Vierbeiner nicht nur als herausgeputzte Statussymbole der Ritter gebraucht, sondern sie waren auch unverzichtbare Kriegsmittel. Ohne robuste Rösser war keine Schlacht zu gewinnen. Und zur Zeit Papst Gregors III. war das Christentum durch die Araber bedroht. Erst als Mitte vorigen Jahrhunderts zunächst Kanonen und dann Panzer die Kavallerien ablösten, kam Pferdefleisch wieder als Nahrungsmittel in Frage, zumal andere Fleischsorten auch nicht gerade üppig vorhanden waren. Viele der heutigen Pferdemetzgereien stammen noch aus dieser Zeit. Meistens waren die Gründer Juden, weil Christen sich damals noch weigerten Pferde zu schlachten.

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