Zu viele Diäten gegen zuviel Körpermasse

 
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Zu viele Diäten gegen zuviel Körpermasse

Ihre Anzahl ist Legion. Und wenn es rein nach der Anzahl der Varianten an Diäten, Diätkochbüchern und Abnehmtipps ginge, wären wir alle gertenschlank und kerngesund.

Zu viele Diäten gegen zuviel KörpermasseMit allen möglichen Ernährungsvorschriften versucht man, überflüssigen Pfunden an die Substanz zu gehen: Abnehmen im Schlaf, Blutgruppen-Diät, Glyx-Diät und Haysche Trennkost, Kohlsuppen-Diät, Low-Carb oder Low-Fat, Mittelmeerdiät und Montignac-Methode, Scarsdale-Diät, Strunz- oder Weight-Watchers-Diät.

Doch die Gewichtswächter der Nation warnen: die Deutschen werden immer fetter. Die Europäer auch. Und die Amerikaner sind uns noch voraus – trotz no fat, low fat und low carb-Produkten, die die Regale amerikanischer Supermärkte zuhauf anfüllen. Trotz kalorienarmer Vitaminpillchen, Pülverchen und Drinks, Nahrunsgergänzungsmitteln und Diätprodukten. Trotz Muckibude und Lauftreff.

Wie Odysseus und seine Gefährten zwischen den sagenhaften und mörderischen Gestalten von Skylla (in Form der verführerischen Nahrungsvielfalt) und Charybdis (in Form der geballten Schlankheits- und Schönheitseinpeitscher) fühlt sich, wer mit seinem Körpergewicht unzufrieden, wem es aber noch nicht gelungen ist, die überflüssigen Pfunde dauerhaft loszuwerden.

Ob Mann ob Weib, ob Kind ob Greis – Schwimmringe, Schmerbauch und Wohlstandsspeck machen sich auf vielen Körpern breit. Stressfressen und Lustmampfen hinterlassen ihre Spuren genauso wie Stubenhocken und Autositzen.

Dass es ein Problem gibt, scheint klar. Doch um Ursachen und Folgen, ums Vorbeugen und Heilen streiten sich die Gelehrten aus mancherlei Fachrichtung. Und das Geschäft mit dem vielen Fett blüht.

Wirtschaftsfaktor Übergewicht
Gewinner im Kampf mit der Waage sind nicht unbedingt die Abnehmwilligen oder zum Abnehmen gezwungenen. Gewinner sind aber auf jeden Fall die Nahrungsmittelkonzerne, die mit immer neuen Diät-Convenience-Produkten auf den Markt der von Schönheitsnormen gequälten und von brillanten Werbefeldzügen verlockten und verführten Zuviel-Esser ziehen.

Auch der Buchbranche und sonstigen Medien bringt das Kreisen um die fette Mitte Kunden. Nicht zu vergessen der Legion derer, die als Ernährungsberater, Personal Trainer, Sportgeräte-Hersteller oder Diätärzte in Sportzentren, Kliniken und Hotels von dem Geld leben, das nicht in Form von Hüftgold angelegt wird.

Wäre es nicht an der Zeit, mit dem öffentlichen Verurteilen und Diskriminieren von Übergewichtigen aufzuhören? Wer schimpft, dass sie die Kranken- und Sozialkassen belasten, sollte doch mal mit einberechnen, was sie durch Konsum an Steuern einbringen und wieviele Arbeitsplätze sie schaffen bei den zahllosen Versuchen, Ihre Last zu bekämpfen.

Wiegt das eine das andere auf? Das herauszufinden wäre doch eine interessante Aufgabe für Statistiker.

Diäten der anderen Art
Stress, Essen als Kompensation für unerfüllte Wünsche, schlechte Ernährung aus Zeitmangel – häufig angeführte Gründe für Übergewicht haben wohl mit der psychischen und kräftemäßigen Überlastung des Menschen in den modernen Industriestaaten zu tun, bei gleichzeitigem Überangebot an Nahrungsmitteln.

Vielleicht wäre ja eine ganz andere Diät erforderlich, die dem Problem unmäßigen Übergewichts nicht auf seiner Ebene – der des Essens – begegnet, sondern auf einer anderen.

Wie wäre es mit einer Diät von der Informationsüberflutung – pro Monat eine dreitägige Fastenzeit von Fernsehen, Tageszeitung, Radio, Musikanlage, Krimi oder Comic und sonstiger Lektüre, beispielsweise. Diese Zeit könnte man für die Innenschau, die Besinnung auf sich selbst verwenden, z.B. bei Spaziergängen in der Natur, beim Tagebuchschreiben, bei der Pflege des eigenen Körpers, oder indem man Zeit mit Freunden und Familie verbringt.

Wie wäre es mit einer Diät vom Alltagstrott, indem man in einer Woche pro Monat möglichst viele Dinge anders macht als sonst? Die Zähne mit der anderen Hand putzen und dabei auf einem Bein balancieren. Auf anderen Wegen zur Arbeit gehen, z.B. mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder sogar zu Fuß. Den gewohnten Zuckerwürfel im Kaffee weglassen. Spontan die Nachbarn zu einem Spaziergang einladen. Mit jemand Unbekanntem auf der Straße ein Schwätzchen halten.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 18.03.2008
Quelle: kochmix
 
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