Zitronengras - Lemongras für asisatische Gerichte
Alleine der Name kann einem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen: Zitronengras kitzelt schon beim Aussprechen in Gaumen und Nase und klingt nach belebender Frische.
Diese Assoziationen sind durchaus berechtigt: Zitronengras schmeckt noch eine Nuance markanter und heller, aber auch exotischer als die mediterrane Zitronenmelisse und fügt sich ideal in die euroasiatische Küche ein. Es ist allerdings nicht immer ganz so einfach, das Zitronengras frisch zu bekommen – meistens wird man in großen, städtischen Supermärkten, im Asialaden oder im internationalen Delikatessenfachhandel fündig.
Das Zitronengras hat einen weiten Weg hinter sich gebracht, wenn es bei uns in den Gemüseauslagen landet – denn angebaut wird es im großen Stil nur in Südostasien. Hier gehört es fest zum Speiseplan der Einheimischen und verleiht den Fisch-, Geflügel- und Eintopf-Gerichten ein feines, zitroniges Aroma.
Wer Ingwer mag, wird das Lemongras vermutlich lieben. Das Aroma der beiden Gewürze ergänzt sich wegen seiner ähnlichen Note hervorragend. Äußerlich gibt sich das Zitronengras jedoch eher unspektakulär: In seiner aufgeschossenen Optik erinnert es an die deutsche Lauchzwiebel, kann aber bis zu einem Meter lang werden. Im Gegensatz zur Lauchzwiebel wird beim Kochen nur der Teil oberhalb des knolligen Wurzelballens verwendet.
Für das echte Zitronengras-Geschmackserlebnis ist die frische Gewürzpflanze das Nonplusultra – sollte es aber gerade einen Lieferengpass geben, tut es auch die tiefgefrorene Variante oder das Zitronengraspulver, welches meistens in den Feinkostregalen der Supermärkte zu finden ist.
Zitronengras selber pflanzen
Wer über einen grünen Daumen verfügt, kann das Zitronengras zu Hause auch selbst anbauen. Das klappt in der Regel gut, wenn man eine frische Pflanze in ein Glas Wasser stellt und wartet, bis sich feine Wurzeln entwickeln. Jetzt kann die Pflanze in einen möglichst sandigen Grund gesetzt werden.
Zum guten Gedeihen braucht sie reichlich Sonne, Wärme und Feuchtigkeit, so dass sich ein geschützter Platz auf der Fensterbank anbietet. Zitronengras ist übrigens nicht nur lecker, sondern auch gesund: Ein auf Basis der getrockneten Stängel gebrühter Tee regt Geist und Körper an und wirkt wohltuend auf die Verdauung.
Reinbeißen oder mitkochen – wie verwendet man Zitronengras?
Zum direkten Verzehr eignen sich die Stiele des Grases nicht. So gut sie auch duften mögen: Der Geschmack selbst ist seifig und wenig appetitlich. Stattdessen werden die Zitronengrasstängel leicht gequetscht oder in Stücke geschnitten, damit die ätherischen Öle austreten können, und mit gekocht oder gebraten.
Vor dem Anrichten sollten die faserigen Stücke wieder entfernt werden. Festere Stängel können auch als Spieße für kleine, marinierte Hähnchensnacks dienen. Oder man würzt mit ihnen eine exotische Koriander-Ingwer-Suppe.
Koriander-Ingwer-Suppe mit Zitronengras
Zwei Schalotten fein würfeln, in etwas Sojaöl andünsten und mit einem Liter ungesüßter Kokosmilch und einem halben Liter Geflügelbrühe aufgießen. Zwei Stangen Zitronengras in Stücke schneiden und zusammen mit einem halben Bund gehacktem Koriander und einer klein geschnittenen, entkernten Chilischote in den Sud geben, der nun bei milder Hitze zirka 45 Minuten köcheln muss.
Zum Schluss die Suppe durch ein feines Sieb gießen und mit gerösteten Kokosraspeln bestreuen. Diese Suppe kann nach Belieben mit Weißbrot, frisch gebratenem Fisch, exotisch marinierten Hähnchenspießen oder mit gegrillten Garnelen serviert werden. Dabei darauf achten, dass den Garnelen zuvor der Darm entfernt wurde und sie nicht zu lange braten – so bleiben sie schön zart.
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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 31.08.2008
Quelle: kochmix |
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