Zink in Lebensmittel ist gut für Haut, Haare und Hormone
Ist die kalte Jahreszeit erst wieder im Anmarsch, so häufen sich auch wieder Schnupfen, Grippe & Co. Ein Spurenelement kann das Immunsystem auf Trab bringen: Zink.
Die Arztpraxen drohen im Herbst aus allen Nähten zu platzen, und es wird gehustet und geschnieft, was das Zeug hält. Manche Patienten müssen die Arztpraxis allerdings öfter aufsuchen, weil ein Infekt dem anderen folgt und man - kaum genesen - schon wieder krank ist. Es scheint wie verhext zu sein und guter Rat ist dabei teuer. Dabei könnte eine Blutanalyse Antwort geben, denn es handelt sich vielleicht um einen Zinkmangel.
Zink gehört zu den essentiellen Spurenelementen und ist Bestandteil wichtiger Enzyme im Körper. Es gilt gleich nach dem Eisen als eines der wichtigsten Spurenelemente, ist von großer Bedeutung für das menschliche Immunsystem und spielt eine bedeutende Rolle im Vitamin A-, Kohlenhydrat- und Lipidstoffwechsel. Ebenso wichtig ist Zink für den Hormonhaushalt, gesunde Gelenke und Knochen. Und auch das Wachstum wird vom Zinkgehalt im Körper beeinflusst.
Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei 12 bis 15 Milligramm täglich, diese Menge ist etwa in 300 Gramm Rinderleber enthalten. Bei Überdosierung erreicht man jedoch schnell den gegenteiligen Effekt und die Tätigkeit des Immunsystems wird sogar geschwächt statt gestärkt.
Wenn Wunden schlecht heilen, kann das auf einen Zinkmangel hindeuten. Diverse Babycremes beinhalten genau aus diesem Grund Zink, dabei soll der Zinkgehalt zum Beispiel bei Windeldermatitis für eine raschere Heilung sorgen. Und auch Aknegeplagte kennen Zink vielleicht aus der Inhaltsliste der einen oder anderen Akne-Creme. Hautunreinheiten und Ekzeme klingen rascher ab, wenn man etwas Zinkpaste aufträgt.
Bei übermäßigem Verlangen nach Süßigkeiten kann übrigens ein Calcium- oder Zinkmangel vorliegen. Diesen Mangel kann man mit richtiger Ernährung wieder beheben und zusätzlich beispielsweise mittels Schüßler Salzen behandeln.
Leidet man häufig an Haarausfall, depressiver Verstimmung, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen, sollte man einmal sein Blut untersuchen lassen, vielleicht mangelt es auch hierbei an dem wichtigen Spurenelement.
Zink und Ernährung
Grundsätzlich kommt ernährungsbedingter Zinkmangel heutzutage im allgemeinen selten vor, nur bei Diabetikern, Leistungssportlern, Schwangeren, Stillenden und Veganern ist der Zinkbedarf besonders hoch, es sollten daher vermehrt zinkhaltige Nahrungsmittel gegessen werden. Wird nicht genügend Zink zugeführt, so kann das bei Schwangeren nach der Geburt zu postnataler Depression und zu Hormonstörungen führen.
Zink sorgt für ein Gleichgewicht der Hormone - sowohl beim Mann als auch bei der Frau. Die Entgiftung von Alkohol und Schwermetallen werden ebenso wie die Insulinbildung vom Zinkgehalt im Körper beeinflusst.
Um den Bedarf an Zink zu decken, sollten diese Lebensmittel regelmäßig auf dem Speiseplan stehen: Austern, Eier, Fisch, Geflügel, Gemüse, Getreide, Hefe, Hülsenfrüchte, Innereien, Käse, Nüsse, Obst, Rindfleisch und Samen. Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln wird besser aufgenommen, wenn man dazu tierisches Eiweiß isst.
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Erfassung: 05.09.2008
Quelle: kochmix |
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