Wienerwald - am Anfang war die Suppe

 
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Wienerwald - am Anfang war die Suppe

Heute ist Geflügelfleisch in Deutschland ein fester Bestandteil aller Speisekarten, doch das war nicht immer so.

Grillhähnchen aus dem WienerwaldBis in die Mitte der 1950er-Jahre galt das Geflügel lediglich als typischer Festtagsbraten und vielleicht ist es vor allem Friedrich Jahn, dem Begründer der legendären Wienerwald-Restaurants zu verdanken, dass uns der leckere Grillhähnchenduft nicht nur zu Weihnachten das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Jahn war es, der 1955 sein Münchener Restaurant – damals noch unter dem Namen „Linzer Stüberl“ – eröffnete, das vor allem für seine Hühnersuppe berühmt war. Doch selbst das beste Gericht verliert irgendwann seinen Reiz, wenn es nicht variiert wird und so riet ihm eines Tages ein Stammgast, das Hühnchen doch ruhig einmal zu braten, anstatt es immer nur in der Suppe zu verkochen.

Das „Linzer Stübel“ – mittlerweile umbenannt in den „Wienerwald“ – lockte mit dem neuartigen Grillhähnchen mehr Gäste an, als es beherbergen konnte und so eröffnete Friedrich Jahn weitere Filialen seines Restaurants. Der Rest ist Geschichte…

Eine bewegte Karriere

Ein Oberkellner, der mit einem eigenen Restaurant den Schritt in die Selbstständigkeit wagt und am Höhepunkt seiner Karriere nicht nur zahlreiche Wienerwald-Filialen in Europa und den USA besitzt, sondern zudem unter dem Dach seiner Wienerwald-Holding diverse weitere große Firmen beherbergt - Jahns Karriere klingt, zumindest in der Blütezeit, ein wenig wie der typisch amerikanische Traum „Vom Tellerwäscher zum Millionär“. So dachte wohl auch Friedrich Jahn selbst, der 1993 seine Biografie unter dem treffenden Titel „Vom Kellner zum Millionär – und wieder zurück“ niederschrieb.

Der einstige Gründer der Wienerwald-Restaurantkette starb 1998. Dank des Fortbestands seiner Restaurants wird er den Grillhähnchen-Liebhabern aber ebenso unvergessen bleiben wie der Slogan, mit dem er seinen „Wienerwald“ einst bewarb: „Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald“.

Friedrich Jahn etablierte mit seinem Wienerwald übrigens nicht nur das Grillhähnchen als Alltagsgericht auf einheimischen Tellern, sondern trug maßgeblich dazu bei, das Franchise-System in Deutschland bekannt zu machen.

Das Auf und Ab im Wienerwald

Die Erfolgsgeschichte Friedrich Jahns war beispiellos. Rasch folgten einem Restaurant zahlreiche weitere. Und dank der weltweiten Expansion war Jahn 1978 der Chef von gut 1600 Wienerwald-Restaurants auf dem gesamten Globus. 1982 geriet der ständig wachsende Wienerwald allerdings in finanzielle Bedrängnis. Friedrich Jahn musste seinen Wienerwald verkaufen.

Die Unternehmerin Renate Thyssen-Henne führte die Restaurantkette nach diversen Umstrukturierungen wieder in die Gewinnzone zurück und baute die angeschlagenen Restaurants zum größten Gastronomieunternehmen Österreichs auf.

Nach zahlreichen Betreiberwechseln im Lauf der Jahre kehrte der Wienerwald erst im Jahr 2007 wieder in den Familienbesitz zurück und wird nun, mit Rückbesinnung auf die traditionellen Werte, ganz im Sinne des einstigen Wienerwald-Vaters Friedrich Jahn geführt.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 26.08.2009
Quelle: kochmix
 
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