Westerwälder Spezialitäten - Rindersteak und Apfelpfannküchlein

 
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Westerwälder Spezialitäten - Rindersteak und Apfelpfannküchlein

Dem Westerwald wird einiges nachgesagt, was zu Spötteleien anregt. Dass die Bewohner sehr stur seien – so stur wie das Erz und der Basalt, die hier lange Jahre gefördert wurden.

Westerwälder Spezialitäten - Rindersteak und ApfelpfannküchleinOder dass die Äpfel im Westerwald zwei Jahre lang brauchen, um reif zu werden. Nämlich ein Jahr für jede Seite. Zumindest dieses Vorurteil kann nicht der Wahrheit entsprechen, denn sonst hätten sich die Apfelküchlein kaum zur beliebten Westerwälder Spezialität entwickelt.

Mit dem neuen Westerwaldsteig  sollen nun wieder vermehrt Touristen in die Region gelockt werden – und das lohnt sich nicht nur wegen der urigen Landschaft, sondern auch wegen der bodenständigen, aber hochwertigen Westerwälder Küche.

Eine kulinarisches Paradies wird der Westerwald wohl niemals werden. Doch für diese Bestrebungen gibt es auch keinen Grund. Wer in den Westerwald fährt, wird sich seine Zeit vor allem mit Wandern, Walking, Reiten oder Radfahren vertreiben und anschließend Lust auf ein deftiges, sättigendes Mahl haben. Darauf sind die Westerwälder Köche eingestellt.

Die gemütlichen Gaststuben bieten meist eine übersichtliche, aber abwechslungsreiche und sehr regional geprägte Speisekarte. Es kommt das auf dem Tisch, was rundherum wächst und gedeiht – zum Beispiel auch das wuchtige Westerwälder Weiderind. Meist werden davon nur die besten Stücke serviert: Saftige Rumpsteaks mit dunkler Kruste und aromatischem, roten Fleisch, das seinen Geschmack von den fetten Weidegründen der Tiere erhält.

In manchen Regionen sogar werden die dem Auerochsen nachgezüchteten Galloway- und Ur-Rinder, die hier einen wichtigen Beitrag zur Renaturierung von Bachtälern leisten, geschlachtet und zu verschiedenen Spezialitäten verarbeitet. Die Steaks werden zu traditionellen Beilagen und verschiedenen Soßen gereicht: entweder mit Kräuterbutter und Pommes, mit einem fruchtigen Preiselbeer-Meerrrettich und Kroketten oder mit einer Pilzsahne und Bratkartoffeln. Dazu gibt es fast immer einen frischen Salat mit einem leichten, gerne auch scharf gewürzten Saure-Sahne-Dressing.

Da der Westerwald von Bächen durchzogen und Angeln den Einheimischen eine lieb gewonnene Freizeitbeschäftigung ist, locken die Restaurants ihre Gäste überdies mit frisch gefangenen Forellen. Mit ähnlicher Begeisterung gehen die „Wäller“ dem Jagdsport nach. Deshalb sollte man bei einer Einkehr immer direkt bei der Bedienung nachfragen, ob es möglicherweise frisches Wild gibt.

Ein Tipp: Die Leber eines Rehs wird gerne sofort verarbeitet und gilt unter den Jägern als eine besondere Delikatesse. Als Vorspeise wird sie mit Zwiebeln und Apfelstückchen kross angebraten und zu Brot oder Salat gereicht.

Ideal für Kinder sind die Westerwälder Apfelpfannkuchen, manchmal auch Apfelküchlein genannt – Apfelscheiben in Eierteig, die in heißem Fett gebacken und mit Zimtzucker bestreut werden. Sie können als Hauptspeise oder Nachspeise gegessen werden und eignen sich gut zum Nachkochen:

Westerwälder Apfelküchlein

Zwei Eier trennen und das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen. Die Eigelbe mit zwei Esslöffeln Zucker und einem Päckchen Vanillezucker schaumig rühren; anschließend die Eigelb-Zucker-Masse mit zwölf Esslöffeln Mehl, einem halben Teelöffel Backpulver und 350 Millilitern Milch zu einem glatten Teig verarbeiten. Mit einem Teigschaber das steife Eiweiß vorsichtig unterheben.

Die Äpfel schälen, in Scheiben schneiden, die Scheiben gründlich durch den Backteig ziehen und in heißem Öl goldgelb ausbacken. Vor dem Servieren mit Zimt und Zucker bestreuen.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 05.07.2008
Quelle: kochmix
 
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