Vincent Klink - ein Meisterkoch aus Schwaben

 
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Vincent Klink - ein Meisterkoch aus Schwaben

Schwaben gelten als gemütlich, und auch Vincent Klink geht Genuss über alles. Doch dafür ist der Meisterkoch bereit zu kämpfen.

Vincent Klink - ein Meisterkoch aus SchwabenMan wird nicht einfach so Fernsehkoch Koch-Kunst mit Vincent Klink. Vincent Klink hat Ausstrahlung. Er ist ein leidenschaftlicher Verfechter des Genusses mit einer Mission. Er will die Menschen Geschmack lehren. Denn wie ein Buch oder ein Kunstwerk erschließt sich laut Klink gutes Essen nicht automatisch von selbst. Man braucht Wissen und Erfahrung, muss auch das Genießen üben. „Ohne Hirn kein Schmack“, so lautet einer seiner Leitsprüche.

Eigentlich wollte der Sohn eines Tierarztes aus Schwäbisch Gmünd nach seiner Schulzeit im Kloster-Internat Maler oder Grafiker werden, doch sein Vater redete ihm diese brotlose Kunst aus und ließ ihn eine Kochlehre machen. Zum Glück, muss man als Gourmet sagen. Schon 1974, mit nur 25 Jahren, machte sich Vincent Klink selbständig. Mit seiner Frau übernahm er ein Gasthaus, das sein Vater verpachtet hatte und verkauft hätte, wenn sein Sohn nicht eingesprungen wäre.

Die Mühe lohnte sich, schon 1978 erhielt Klinks Restaurant Postillion in Schwäbisch-Gmünd seinen Michelin-Stern. Seit 1991 betreibt er die Wielandshöhe in Stuttgart-Degerloch, berühmt für ihre klassisch-moderne „Küche der gleichen Klimazone“, das heißt, mit schwäbischen und mediterranen Einflüssen.

Überhaupt fühlt sich Klink eher der italienischen Lebensart verbunden als der, die man weiter nördlich findet, wie er in einem Gespräch mit dem Deutschlandradio bekennt. Er ist halt ein Genussmensch, und vermisst die Kunst des Genießens bei den Bewohnern der nördlichen Hemisphäre. Klink möchte den Gästen seiner Wielandshöhe nicht nur Spitzengastronomie in Perfektion bieten, er will, dass sie sich bei ihm „wohl fühlen, ein Stück Heimat finden, ankommen können.“

Der Name seines Restaurants, eine Hommage an den berühmten schwäbischen Dichter und Aufklärer Christoph Martin Wieland, deutet bereits die Liebe des Kochs zur Literatur an. Vincent Klink liest und schreibt gern, und auch auf diesem Gebiet können sich seine Erfolge sehen lassen. Sechs Jahre lang war er Mitautor und Herausgeber des Magazins für kulinarische Literatur im Haffmanns-Verlag, der Rübe, danach gab er zehn Jahre lang Cotta's Kulinarischen Almanach heraus. Seit 1999 hat er seine eigene Vierteljahresschrift, Häuptling Eigener Herd, eine kulinarische Kampfschrift. In Häuptling Eigener Herd versammelt der Koch seine schreibenden Freunde um sich, auf der dazu gehörigen Internetseite wird die kulinarische Kampfschrift als „das Lebensmittel für Hirn und Wanst“ bezeichnet. Gemeinsam mit dem Satiriker und Polemiker Wiglaf Droste und einigen festen Autoren versucht Klink, das kulinarische Bewusstsein der Menschen zu erweitern.

Neben der Liebe zur Literatur und zum Genuss pflegt Vincent Klink auch die Liebe zur Musik. So spielt der Jazz-Liebhaber in seiner Freizeit Querflöte - immerhin so gut, dass es auch schon zu einem Live-Auftritt mit dem bekannten Trompeter Till Brönner reichte.

Außerdem ist er Mitglied bei Slow Food, einer Organisation, die sich als Gegenbewegung zum Trend des globalisierten und genussfreien Fast Food versteht und genussvolles, bewusstes Essen aus der Region propagiert. Des weiteren engagiert er sich gegen Gentechnik in der Landwirtschaft.

Ein viel beschäftigter Mann also, dem natürlicher Genuss über alles geht. Und wenn Sie wissen wollen, welche Gerichte diese Einstellung hervorbringt, dann statten Sie der Wielandshöhe doch mal einen Besuch ab, wenn Sie das nächste Mal mit voller Geldbörse und leerem Magen in der Nähe von Stuttgart sind.

Bild: SWR/Schweigert" (S 2). SWR-Pressestelle/Fotoredaktion, Tel. 07221/929-2287,-3852, Fax-2059, foto@swr.de.

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Kategorie: Koeche
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Erfassung: 06.05.2008
Quelle: kochmix
 
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