US-Studie: Welche Diät man wählt, ist (fast) egal – Hauptsache, man hält sich dran

 
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US-Studie: Welche Diät man wählt, ist (fast) egal – Hauptsache, man hält sich dran

Low-Fat, Low-Carb, wenig Protein oder lieber viel von einem und wenig vom andern – mit welcher Nährstoffzusammensetzung erzielt man die besten Abnehmerfolge? Das ist die Kernfrage aller Abnehmwilligen rund um den Globus, die mit ihren Pfunden kämpfen.

Studie: Helfen Diäten tatsächlich?Doch wie es scheint, ist diese Frage überflüssig: Aus welchen der Makronährstoffe Fett, Eiweiß oder Kohlenhydrate man während einer Diät die meisten Kalorien bezieht, ist für den Abnahmeerfolg gleichgültig.

Was den Zeiger der Waage nach oben oder unten ausschlagen lässt, ist, dass man weniger zu sich nimmt als man verbraucht. Eine Binsenweisheit, die jedoch hier erstmals auch in einer längerfristigen Untersuchung mit einer größeren Anzahl an Teilnehmern belegt wurde.

Nicht gleichgültig ist die Zusammensetzung der Ernährung jedoch unter gesundheitlichen Gesichtspunkten, wie die qualitativ hochwertige Zwei-Jahres-Studie mit dem Titel „Comparison of Weight-Loss Diets with Different Compositions of Fat, Protein, and Carbohydrates“  ebenfalls zeigt.

Warum haben Diäten beim einen Erfolg, beim anderen nicht?

Mit der zunehmenden Fettsucht in den Industrienationen ist auch die Anzahl wissenschaftlicher Studien gestiegen, die prüfen wollen, ob die eine oder doch eher die andere Diät erfolgreicher ist.

Doch worin unterscheiden sich Diäten überhaupt? Abgesehen von der Kalorienmenge unterscheiden sich Diäten überwiegend in der prozentualen Zusammensetzung der Makronährstoffe Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate.

Weil viele Diätstudien für die Beurteilung der jeweiligen Diät den Abnahmeerfolg nur über einen kurzen Zeitraum mit einer geringen Teilnehmerzahl (und einem zu geringen Männeranteil) messen und sich zudem in den Ergebnissen völlig widersprechen, war es das erklärte Ziel dieser Studie, Klarheit über verschiedene Punkte zu schaffen.

Es sollten beispielsweise Fragen geklärt werden wie:

  • Bewirken Diäten mit unterschiedlicher prozentualen Anteilen an den Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Proteine und Fette) auch unterschiedlich starken Gewichtsverlust?
  • Reduzieren verschieden Diättypen auch das gefährliche Bauchfett in unterschiedlichem Maß?
  • Wie beeinflussen unterschiedliche Diäten andere Gesundheitsfaktoren wie z . B. den Insulin- und Blutzuckerspiegel, den Gehalt an LDL- und HDL-Cholesterin sowie die Triglyzeride?
  • Sind unterschiedliche Diättypen langfristig unterschiedlich erfolgreich?

Faktoren, die das Abnehmen beeinflussen

Wie die Studie zeigte, ist die Art der Diät – also ob sie sich auf viel oder wenig Proteingehalt, Fettgehalt oder Kohlenhydratgehalt stützt – recht unwichtig für ihren langfristigen Erfolg.

Dass manche Diäten erfolgreicher als andere zu sein scheinen und zahlreiche Anhänger auf sie schwören, hängt also weniger an biologischen Faktoren als an sonstigen Einflüssen, sind sich die Wissenschaftler sicher.

Als Gründe für den Erfolg sehen sie beispielsweise, dass eine erfolgreiche Diät gerade einer bestimmten kulturellen Norm entspricht (das wäre z. B. eine vegetarische Diät, wenn die kulturelle Norm den Genuss von Fleisch ablehnt), dass sie etwas für die Wissenschaft Neues enthält und dass sie außerordentliche Aufmerksamkeit in den Medien erregt.

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor neben der geringeren Energiezufuhr ist, auch das hat die Studie ergeben, die soziale Komponente: Teilnehmer, die an Gruppensitzungen und Einzelberatungen teilnahmen, nahmen im Schnitt 200 Gramm mehr ab als diejenigen, die sich nicht Informationen und Unterstützung von außen holten.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 18.03.2010
Quelle: kochmix
 
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