Tempranillo - Eine feine Rebsorte aus Spanien

 
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Tempranillo - Eine feine Rebsorte aus Spanien

Noch nicht sonderlich bekannt in Deutschland, aber doch ein echtes Erlebnis für Weintrinker - der rote Tempranillo. Was man über diesen Rotwein wissen muss.

Tempranillo eine spanische RebsorteVielleicht ist die relative Unbekanntheit der Tempranillo-Rebe verständlicher, wenn man weiß, dass in Spanien je nach Region ein anderer Name angewandt wird. Tinta del paìs, Ull de Ilebre oder Cencibel sind Beispiele für die unterschiedliche Namensgebung. Tempranillo bedeutet in etwa „die frühe Kleine“ und kommt vom spanischen temprano – früh. Diese Rebsorte hat in Spanien große Bedeutung und besitzt eine frühe Reife. Die Tempranillo ist eher eine kleine Frucht.

Anbaugebiete von Tempranillo

Fast im gesamten Spanien wird Tempranillo angebaut, eine gesonderte Stellung besitzt Tempranillo allerdings in La Mancha, Rioja, Katalonien und weiteren spanischen Regionen. Verbreitet ist diese Rebsorte auch in Portugal, allerdings unter Bezeichnungen wie Tinta Roriz oder Aragonez. Seit längerem hat sich die Tempranillo-Traube in Argentinien etablieren können, Australien zieht dagegen seit wenigen Jahren erst nach. Die Herkunft dieser Traube ist nicht gänzlich geklärt, es gibt lediglich die Annahme, dass sie eine Abstammung aus dem Spätburgunder ist. Zisterzienser-Mönche sollen nach der Reconqista, nach der Befreiung der Iberischen Halbinsel, mit dem Weinanbau begonnen haben und nutzten die Beziehungen zu Frankreich und tauschten sich mit Weinanbauern aus Burgund aus.

Reifungs-Verfahren

Die Reifung des Tempranillo wird unterschiedlich vorgenommen. Nach dem klassischen Ausbau ist die Reifung im Holzfass über einen längeren Zeitraum an der Reihe, anschließend folgt die Flaschenreifung. Daraus ergeben sich hellere Weine, die einen besonderen Geschmack besitzen, der in Richtung kräuterig geht. Wird auf moderne Ausbau-Methoden gesetzt, erhält man einen dunkleren Rotwein. Jedenfalls sind Tempranillo-Weine sehr lange lagerfähig und sind eine leichte Bereicherung eines Mahls, da sich der Alkoholgehalt nur zwischen 11 und 13 Volumen-Prozent bewegt. Süß und weich schmeckt der rote Spanier und kann daher auch als Jungwein genossen werden. Die wahre Stärke zeigt sich allerdings im Barriqueausbau (im kleinen Eichenfass gereift).

Über Tempranillo

Häufig wird Tempranillo für Weinverschnitt verwendet. Doch es zeichnet sich immer mehr ab, dass auf reinen Tempranillo-Wein gesetzt wird. Dies liegt sicher an seinem weichen Geschmack, dem nachgesagt wird, dass er Vanille-Noten, Tee-Noten, Lakritz-Noten, aber auch Tabak-Noten oder Anklänge von Kaffee und Tabak besitzen kann. Ebenso sagt man, dass Tempranillo fruchtig und kraftvoll mundet. Jedenfalls loben viele diesen spanischen Rotwein in seiner reinen Form.

Tempranillo zum Essen

Zu italienischen und spanischen Speisen passt Tempranillo hervorragend, besonders zu Hackfleisch-Gerichten und Tomaten. Traditionell wird Tempranillo zu spanischen Lamm-Gerichten kredenzt. Doch auch zu Tapas soll er schmackhaft und abrundend sein. Im Grunde passt dieser Rote zu Fleischgerichten (dunkles Fleisch) mit kräftigem Geschmack, Auberginen, Tomaten und Schinken. Auch ein Gläschen in trauter Runde ohne eine Mahlzeit einzunehmen ist mit Tempranillo eine feine Sache, da er nicht zu schwer in den Kopf steigt, aber das Gespräch beflügelt.

Verschiedene Namen von Tempranillo

Wie erwähnt, wird Tempranillo unterschiedlich bezeichnet.

Hier eine kleine Auflistung:

In Argentinien nennt man ihn Tempranilla.
In Portugal (Douro-Gebiet) Tinta Roriz.

Spanien:
In La Mancha (ebenfalls in Valdepenas) Cencibel.
Im Anbaubgebiet Toro Tinto Fino, aber auch Tinta de Toro.
In Ribera del Duero wird er ebenfalls Tinto Fino genannt, aber auch Tinta del País und Aragonés.

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Kategorie: getraenke
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Erfassung: 19.04.2009
Quelle: kochmix
 
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