Tempeh, der Fleischersatz aus Indonesien

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - kochen

Tempeh, der Fleischersatz aus Indonesien

Auf die Sojabohne kommt es an: Während Tofu hierzulande schon lange als „der“ Fleischersatz für Vegetarier gilt, fristet Tempeh eher ein Schattendasein.

Tempeh aus IndonesienDabei handelt es sich beim Tempeh um ein indonesisches Grundnahrungsmittel, das auf eine Tradition von gut 2000 Jahren zurückblicken kann. Gewonnen wird dieses indonesische Allroundgenie aus Sojabohnen und einigen weiteren Zutaten. Zu den wichtigsten zählen hier diverse Schimmelpilzarten wie der Rhizopus oligosporus und andere.

Die Zubereitung des Tempehs ist nichts für Ungeduldige. Erst lagern die gründlich gewaschenen Sojabohnen für einen Tag im zimmerwarmen Wasserbad, ehe sie anschließend kurz gekocht, und dann für einen weiteren Tag im kalten Wasser gelagert werden. Nach diesem ausgiebigen Bad werden die vorher von den Schalen befreiten Sojabohnen in einem Dampfkochtopf sterilisiert und anschließend gemeinsam mit den Schimmelpilz-Kulturen in einem Brutkasten verwahrt.

Rein theoretisch können Sie Tempeh auch selbst herstellen. Dazu empfiehlt sich ein so genanntes Tempeh-Starter-Set, das in verschiedenen Naturkostläden oder Onlineshops angeboten wird. Der bequemere Weg ist allerdings sicher der in den Naturkostladen Ihres Vertrauens, zumal Sie dort den Fleischersatz auch gleich in verschiedenen Geschmackszubereitungen und Darreichungsformen erstehen können.

Reich an hochwertigen Nährstoffen

Während Tofu aus gemahlenen Sojabohnen hergestellt wird, bleiben die Bohne bei der Tempeh-Produktion im Stück. So erklärt sich auch, dass der ernährungsphysiologische Wert des Tempehs noch höher ist, als der des Tofus. Dieser Fleischersatz liefert die volle Kraft der Sojabohne und somit in erster Linie gut verwertbares Eiweiß. Auch die verschiedenen B-Vitamine, sowie Eisen, Kalzium und Niacin sind reichhaltig vertreten. Der tägliche Bedarf von Vitamin B12 beispielsweise wird mit dem Verzehr von nur 100g Tempeh sogar um 30 Prozent übererfüllt. Zudem ist Tempeh ausgesprochen fettarm und die enthaltenen Fettsäuren zählen überwiegend zur Gruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Besonders bemerkenswert ist es, dass Tempeh als Fleischersatz nicht nur Eiweiß, sondern auch hochwertige Ballaststoffe liefert – und das in einem äußerst großzügigen Maß.

Dank des besonderen Herstellungsverfahrens und der optimalen Zutatenkombination ist Tempeh sogar noch leichter verdaulich, als die reine Sojabohne, zugleich können die Inhaltsstoffe vom Körper aber besser aufgeschlüsselt werden.

Anpassungsfähig und lecker

Während ungewürztes Tofu relativ fade schmeckt, ist naturbelassenes Tempeh deutlich geschmacksintensiver. Als Geschmacksgeber fungieren hier vor allem die verschiedenen Schimmelpilzarten, die während der Tempeh-Herstellung zum Einsatz kommen. Tempeh-Anhänger sind daher auch vom leicht nussigen Geschmack, der ein wenig an Pilze erinnert, begeistert. Das mild-aromatische Tempeh-Aroma passt sich nahezu allen Gewürzen an und kann so in der Küche immer wieder neu entdeckt werden. Sie können dieses Soja-Produkt backen, frittieren, braten, grillen, kochen – oder um es kurz zu machen: Lassen Sie Ihrer Phantasie einfach freien Lauf und experimentieren Sie mal wieder nach Herzenslust. Langweilig wird der Tempeh-Genuss ganz sicher nicht.

Einmal angebrochenes Tempeh sollte schnell verzehrt werden, da es aufgrund seines hohen Wasseranteils nicht lange haltbar ist.

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Kochen
» Quinoa - Getreideersatz der Inka neu entdeckt
» Der Plumpudding - traditioneller britischer Pudding
» Rezepte mit Blumen - Blumenrezepte
» Spargelzeit: Spargel schonend zubereiten
» Nudelsalat - Salate zum Grillen

Kategorie: kochen
Hits: 5614 mal gelesen
Erfassung: 04.11.2009
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.