Tartes - Genuss aus Lothringen

 
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Tartes - Genuss aus Lothringen

Eine französische Spezialität, die ursprünglich aus der Region Lothringens stammt, ist die Tarte. Dieser Kuchen, dessen Grundlage ein einfacher Mürbeteig bildet, kann sowohl herzhaft als auch süß belegt werden.

Eine ApfeltarteIm Sommer wie im Winter ist die schnell fertiggestellte Tarte ein köstlicher Genuss, mit dem man nicht nur Gäste, sondern auch den eigenen Gaumen erfreut. Ob zum Nachmittagskaffee oder als Mittagessen – mit einer Tarte liegen Sie auch bei verwöhnten Essern sicher richtig.

Die süßen Tartes werden oft mit karamellisierten Äpfeln, Himbeeren oder Kirschen zubereitet, die herzhaften Varianten hingegen mit Gemüse und Speck. Ihre besondere Note erhalten die herzhaften Tartes durch eine Mischung aus Eiern, Sahne und Gewürzen, die den reichhaltigen Belag krönt und vor dem Backen über die Tarte gegeben wird. 

 Immer wieder wird die Tarte auch als Quiche bezeichnet – und betrachtet man das Backwerk rein von den verwendeten Zutaten her, sind die Grenzen zwischen diesen beiden Spezialitäten fließend. Nimmt man es aber ganz genau, ist die Tarte eine umgedrehte Quiche.

Denn während bei der Quiche der Belag auf dem Teig ruht, liegt er bei einer Tarte unter dem Teig verborgen. Diese unorthodoxe Reihenfolge der Zutaten entstammt der Legende zufolge einem Missgeschick. Stéphanie Tatin, eine gleichermaßen begnadete wie zerstreute Köchin, schichtete eines Tages die Zutaten für ihre berühmte Apfeltarte verkehrt herum in die Backform.

Notgedrungen servierte Sie den Gästen diesen Nachtisch kopfüber. Um das Missgeschick zu kaschieren, gab sie die Tarte kurzerhand als neue Spezialität aus. Und da der flache salzige oder süße Kuchen heute auf kaum einer französischen Speisekarte fehlen darf, ist davon auszugehen, dass die Gäste damals begeistert waren.

Der süße Klassiker - Tarte Tatin

Einer der wohl berühmtesten Vertreter der Tartes oder Quiches ist die Tarte Tatin, die nach ihren Erfinderinnen, den Schwestern und Köchinnen Stéphanie Tatin (1838-1917) und Caroline Tatin (1847-1911) aus Lamotte-Beuvron in der Sologne (Nahe Orleans) benannt wurde.

Das süße Stück ist auch als französische Apfeltarte bekannt und will nach Originalrezept vor dem Backen einen ganzen Tag ruhen. Probieren Sie aus, was Ihnen besser schmeckt: Die langsame Variante mit Ruhezeit oder die fixe Variante, bei der man die Tarte gleich in den Ofen schiebt.

So geht’s: Bestreichen Sie eine feuerfeste Form (oder ganz traditionell eine flache kupferne Pfanne) mit einer dicken Mischung aus frischer Butter und Zucker. Darauf schichten Sie dick übereinander Apfelspalten, zum Beispiel von Boskop-Äpfeln, mit oder ohne Schale, wie es Ihnen lieber ist. Die Äpfel sollten bis zum Rand der Form reichen oder sogar noch etwas höher.

Klassisch wird nun die Form auf den Herd gestellt und der Inhalt gekocht, bis der karamellisierte Butter-Apfelsaft über den Rand blubbert. Nun wollen die das lecker duftenden Apfelscheiben mindestens acht Stunden – also am besten über Nacht – ruhen.

Ungeduldige lassen die beiden letzten Schritte ganz aus. Stattdessen fahren sie gleich mit der Weiterverarabeitung fort: Wellen Sie den vorbereiteten und bereits gekühlten Mürbeteig aus drei Teilen Mehl, zwei Teilen Butter, einer Prise Salz und etwas Wasser flach aus und bedecken die rohen Apfelscheiben damit. Dabei darauf achten, dass sie auch am Rand der Form gut abgedeckt sind. Nun noch ein paar Dampflöcher in den Teigdeckel pieksen, damit die Tarte nicht explodiert, und ab in den Ofen.

Bei 180°C backt man die Tarte nun, bis der Teig eine schöne Farbe erhält. Das kann je nach Ofen zwischen 30 und 45 Minuten dauern, also immer mal nachschauen.

Dann löst man den Kuchen am Rand mit einem spitzen Messer und stürzt ihn auf eine Kuchenplatte, so dass die Apfelseite oben liegt. Traditionell serviert man die Tarte Tatin noch warm aus dem Ofen mit Vanilleeis, geschlagenem Rahm oder Crème fraîche zum Kaffee. Bon appetit!

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 22.07.2009
Quelle: kochmix
 
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