Süßholz - Woher kommt die Lakritze?

 
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Süßholz - Woher kommt die Lakritze?

Lakritze gibt es in den verschiedensten Varianten und Formen, doch immer ist sie zäh und klebrig. Weniger bekannt ist wahrscheinlich, aus welchem Rohstoff das süße Zeug hergestellt wird, nämlich aus der Wurzel der Süßholzpflanze.

Aus Süßholz wird Lakritze hergestelltDie Pflanze ist unter anderem im Süden Italiens beheimatet, genauer gesagt in Kalabrien, wo sie auch verarbeitet wird. In der Naturheilkunde wird sie ganz traditionell bei Erkältungen oder Magenbeschwerden eingesetzt. So lecker es auch ist, zu viel der süßen Nascherei ist auf die Dauer gesundheitsschädlich.

Herkunft und Geschichte

Wie oben bereits erwähnt, wächst die Süßholzpflanze, die früher auch „Leckerzweig“ genannt wurde, unter anderem in Italien. Man findet sie aber auch in vielen anderen Ländern der Welt, hauptsächlich dort, wo ein warmes Klima herrscht, vorwiegend in den Subtropen. In Europa, in der Nähe des Ortes Rossano, Italien, liegt eines der wichtigsten Anbaugebiete. Da Süßholz viel geschmacksintensiver als Zucker ist, kann man die Redewendung „Süßholz raspeln“ in diesem Zusammenhang interpretieren. Interessant ist, dass bei der Herstellung von Lakritze die Wurzel der Süßholzpflanze tatsächlich mit Hilfe einer Maschine geraspelt wird. Bei diesem aufwändigen Verfahren wird der in kleine Stückchen gehackten Pflanze unter Hochdruck der Saft entzogen und anschließend mehrere Stunden eingekocht.

Herstellung

Nachdem die Pflanze eingekocht wurde, wird sie nun Sauerstoff ausgesetzt. Dank dieser chemischen Reaktion färbt sich die Masse schwarz und entwickelt sich zur Lakritze, ganze ohne künstliche Beigaben wie zum Beispiel Weichmacher. Fertig ist die Lakritze jedoch noch nicht. Die rohe Masse wird bei der Weiterverarbeitung in heißem Wasser aufgelöst und mit Zutaten wie Stärke, Mehl, Zucker und Salz gekocht. Dazu kommen noch Anis, Kamille oder Enzian, die der Lakritze zum formvollendeten Aroma verhelfen. Danach muss die fast fertige Masse so lange eingekocht werden, bis sie vollständig verkleistert ist. Werden Lakritzbonbons hergestellt, müssen sie entweder gegossen oder extrudiert werden. Beim Gießvorgang stehen zahlreiche Formen zur Verfügung, wie zum Beispiel schwarze Karos, Teufel oder Bärentatzen. Die Bonbons werden nach dem Trocknen mittels einer Bienenwachspolitur auf Hochglanz gebracht. Wird die Lakritze extrudiert, entstehen daraus die beliebten „Lakritz-Schnecken“, durch Düsen gepresst, werden daraus diese oder Stangen geformt.

Wirksames Heilmittel gegen Husten und Co

Der Saft der Süßholzwurzel wurde schon zur Zeit der alten Griechen als wirksames Heilmittel gegen Erkältungskrankheiten verwendet. Er wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Dass Lakritze allerdings auch eine abführende Wirkung hat, werden diejenigen wissen, die zu viel davon verzehrt haben. Übertreibt man es jedoch nicht und isst Lakritze in Maßen statt in Massen, beruhigt die süße Schlemmerei Magen und Darm. Nach neuen Erkenntnissen werden sogar Bakterien abgetötet, die Magengeschwüre hervorrufen.

Alles in Maßen

Lakritze ist bei normalem Verzehr gesund und regt den Kreislauf an, isst man davon jedoch größere Mengen, kann es durchaus der Gesundheit schaden. Dafür verantwortlich ist der Inhaltsstoff Glycyrrhizin, der bei übermäßigem Genuss den Mineralstoffhaushalt im Körper stören kann. Daraus können erhöhter Blutdruck, Ödeme und Muskelschwäche entstehen. Vor allem Diabetiker, Herz-Kreislauf-Patienten, Kinder und Schwangere sollten auf die Menge achten. Experten raten nicht mehr als 50 g Lakritze zu sich zu nehmen. Leider sucht man auf der Verpackung Mengenangaben zum Glycyrrhizin-Gehalt vergeblich, da diese gänzlich fehlen.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 26.08.2009
Quelle: kochmix
 
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