Speisefisch: Renke, Felchen - frischer Fisch aus dem Bodensee

 
Rezepte, Kochen, Kochbuch, Kochrezepte, TV-Guide usw.

Kategorien für das Kochmagazin:

Kochmagazin: Live Search

Kochmagazin - kochen

Speisefisch: Renke, Felchen - frischer Fisch aus dem Bodensee

Wenn im April die Saison der Coregonen beginnt (so nennt sie der Biologe), leuchten die Augen der Fischfreunde – obgleich die Endsilbe eher Assoziationen mit den Klingonen weckt und an die Star-Trek-Küche erinnert.

Eine zubereitete RenkeDamit es nicht zu Verwechslungen kommt, haben die Coregonen, die bis zu 50 Zentimeter in der Länge messen und es auf ein Kampfgewicht von bis zu drei Kilogramm bringen können, mehrere Namen. Ob Marenke, Maräne und Maränke oder Felchen, Gangfisch und Schnäpel – die Rede ist von einem der begehrtesten Speisefische der einheimischen Küche.

Ein wenig irreführend wird die Renke auch als „Brotfisch“ bezeichnet, was allerdings nicht daran liegt, dass ihr Geschmack an Brot erinnern würde. Die Ableitung erfolgt schlicht vom „Broterwerb“ und mit einer Fangausbeute von bis zu 50 Prozent ist die Renke tatsächlich des Berufsfischers täglich Brot – zumindest dann, wenn er seine Netze in den oberbayerischen Alpenseen auslegt.

Wenn man in einem See Renken oder Felchen findet, ist das die Gewähr für hohe Wasserqualität. Die Alpenseen sind deshalb eine optimale Heimat: Sie bieten beste Bedingungen für die Renke, die kühle, saubere, sauerstoffreiche und tiefe Gewässer bevorzugt.

Angebot und Nachfrage: die Saison des beliebten Bodensee-Fischs

Die schlanken, zur Gattung der Forellenfische gehörenden Renken sind dank ihres festen Fleischs ein begehrter Leckerbissen.  Denn bei fachgerechter Zubereitung bleibt dieses wunderbar zart und ausgesprochen geschmacksintensiv. Zudem stehen auch Leber und Rogen der Felchen bei Fischkennern hoch im Kurs.

So ist die Renke von April bis Oktober besonders auf den Tellern der um den Bodensee angesiedelten Restaurants ein täglicher Gast – bezeichnet wird der Fisch dort meist als Felchen.

Im Bezug auf die Felchen gilt der Bodensee als eines der ertragreichsten Gewässer. Das heißt allerdings nicht, dass der köstliche Fisch auch tatsächlich aus dem Bodensee stammen muss - es sei denn, er wird explizit als „Bodensee-Felchen“ ausgewiesen. Wie so oft bei exklusiven Delikatessen klafft zwischen Angebot und Nachfrage eine große Lücke, welche im Fall der Renke mit importierten Fischen aus dem skandinavischen oder baltischen Raum geschlossen wird.

Von Original und Fälschung kann indes keine Rede sein. Selbst Fachleuten ist es laut der Fischereiforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg nahezu unmöglich der Renke anzusehen, aus welchem Gewässer sie stammt.

Frischer Genuss aus der Pfanne

Frische Renken – zu erkennen am festen Fleisch, den glänzenden Augen und der Tatsache, dass der Fisch gerade nicht penetrant nach Fisch riecht – sind ein Hochgenuss. Ob geräuchert oder gebraten - der Duft der Renke lässt einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Besonders köstlich sind mit Zitronensaft beträufelte und mit Salz und Pfeffer sparsam gewürzte Renken-Filets, die in heißer Butter angebraten werden. Gereicht mit einer leckeren Senfsauce, mit Petersilienkartoffeln und einem frischen Salat lässt sich der Beginn der Renken-Saison genussvoll zelebrieren.

Anzeigen zum Artikel:


Weitere Interessante Artikel aus der selben Kategorie: Kochen
» Italienisch Kochen Mamma Mia
» Marinaden - Mariniertes Fleisch schmeckt einfach lecker
» Indische Küche - Traditionell und vielfältig wie das Land
» Gefüllte Paprika mit Hackfleisch und Reis
» Ungarische Küche - würziger Genuss mit Paprika

Kategorie: kochen
Hits: 7190 mal gelesen
Erfassung: 18.03.2010
Quelle: kochmix
 
nach oben


Copyright © Pixel Trader Ltd. 2005 2006 2007 All rights reserved.