Spargel mal ganz anders als süsses Dessert

 
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Spargel mal ganz anders als süsses Dessert

Jeder kennt Spargel, fast jeder mag Spargel, aber kaum jemand weiß, was man mit Spargel alles machen kann, nämlich auch süßen Nachtisch.

Spargel mal ganz anders als süsses DessertWelche Sorten Spargel gibt es überhaupt? Woher kommt er und wozu kann man ihn verwenden? Nach traditioneller Ansicht gehört der Spargel zu den Liliengewächsen. Diese zählen 600 Gattungen mit bis zu 3500 Arten.  Nach neuerer Erkenntnis hat man aber die Spargelgewächse abgespalten. Von den dazu zählenden 300 Arten wachsen rund 100 im Mittelmeerraum. Die anderen Arten findet man in Asien und anderen nichttropischen warmen Gebieten.

Lässt man Spargel wachsen, wird er mehrere Meter hoch und bekommt baumartige Verzweigungen mit nadelförmigen grünen Zweigen ohne Blättern und mit roten Beeren. Doch Vorsicht, diese sind giftig!

Der essbare Spargel, lateinisch Asparagus officinalis, „arzneilicher Spargel“, wurde seit ca. 3000 v. Chr. als Heilmittel verwendet. Überwiegend gegen Husten, Hauterkrankungen und zur Herzstärkung. Die in Spargel vorhandene Asparaginsäure wirkt harntreibend und ist gut für Herz und Nieren. Rutin, ebenfalls in Spargel vorhanden, hilft gegen kapillare Blutungen und wird in der Krebsbehandlung wegen seiner Schutzwirkung gegen Strahlenschäden eingesetzt.

Die heilende Wirkung wird erstmalig 460 v. Chr. von Hippokrates erwähnt. Erst um ca. 200 v. Chr. wurde der Spargel wohl von den Römern kultiviert. Dies ist festgehalten in einer ausführlichen Beschreibung von Cato über den Anbau von Spargel im Garten.

Selbst im Mittelalter wurde der Spargel nicht nur wegen seiner geschmacklichen Eigenschaften sehr geschätzt. In Wein getunkt und gegessen sollten Wurzelteile, Sprossen, aber auch Spargellaub gegen Gelbsucht, Leberbeschwerden und Zahnschmerzen helfen.

In Europa wurde Spargel jedoch erst Anfang des 17. Jahrhunderts großflächig angebaut.

Heutzutage ist Spargel aber hauptsächlich ein Nahrungsmittel. Bekannt als Vorspeise, in Salaten und gekocht mit Schinken und einem feinen Sößchen ist der Spargel eine Delikatesse. Doch auch in Nachspeisen findet der Spargel Verwendung, wenn auch nicht so häufig und von den wenigsten gekannt.

Eine Confiserie in Bayreuth kam beispielsweise auf die Idee, speziell zur Spargelzeit Spargelpralinen herzustellen. Diese Spezialität fand nach anfänglicher Scheu recht schnell großen Zuspruch, und ist in Franken mittlerweile sehr bekannt.

Spargelmousse
Eine andere sehr zu empfehlende Variante eines Spargelnachtisches ist das Spargelmousse.  Man muss dazu  500 g weißen Spargel in einem Viertel-Liter Milch weichkochen und passieren. 2 Eigelb, 1 Ei, 80 g Zucker und das Mark 1 Vanilleschote im Wasserbad aufschlagen. Den Saft einer halben Zitrone, eine Prise Salz, etwas Ingwer und 3 Blatt eingeweichte Gelatine mit dem passierten Spargel vermengen und alles miteinander vermischen. Erkalten lassen und dazu Erdbeerpüree servieren.

Spargeleis
Eine andere leckere Nachspeise ist Spargeleis. Man stellt dabei auf ähnliche Art und Weise wie bei der Mousse ein Spargelmilcheis her. Am besten geht dies natürlich mit Eismaschine. Hat man keine, muss man es in einem sehr guten Gefrierfach ausprobieren und die Masse während des Gefrierens immer wieder durchrühren. Das fertige Eis kann dann mit einem Sektschaum serviert werden. Für diesen schlägt man 4 Eigelb, 175 g Zucker, etwas Maisstärke und 0,2 l Sekt im Wasserbad auf. Den Schaum über ein paar Erdbeeren geben, gratinieren und mit dem Spargeleis servieren.

Wer es nicht ganz so aufwendig mag, kann den Spargel aber auch ganz einfach mit einer Schokoladensoße servieren.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 01.05.2007
Quelle: Kochmix
 
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