Single Malt Scotch Whisky ein echter Individualist

 
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Single Malt Scotch Whisky ein echter Individualist

Der schottische Whisky unterscheidet sich nicht nur in der Schreibweise vom amerikanischen Whiskey.

Single Malt Scotch Whisky - ein echter IndividualistWährend Whiskey aus Roggen, Mais, Gerste oder Weizen gebrannt werden kann, ist die Grundlage von Malt Whisky allein Gerstenmalz. Damit aus dem Malt ein Single Malt wird, muss er noch eine weitere Bedingung erfüllen. Er darf nur aus einer einzigen Brennerei stammen. Und ein Single Malt Scotch muss zudem in Schottland gebrannt und gereift sein.

Die Herstellung erfordert eine ganze Reihe von Arbeitsschritten. Zunächst  wird Gerste in Quellwasser eingeweicht und dadurch zum Keimen gebracht. Nach einigen Tagen wird sie über Torffeuern geräuchert und getrocknet, dann mit Wasser vermischt. Die so entstandene süße Flüssigkeit kommt in große Gärbottiche, dazu wird Hefe gegeben. Durch die Gärung entsteht ein Gebräu, das 6 bis 10 Prozent Alkohol enthält und mit einem starken Bier vergleichbar ist - Gerstensaft eben.

Dieser wird nun in einer großen Brennblase destilliert, bis der Alkoholgehalt bei 18 – 24 % Prozent liegt. Die Flüssigkeit wird in einer kleineren Brennblase ein zweites Mal destilliert. Dabei trennen die Brennmeister den ersten und letzten Teil des Destillats, Vorlauf und Nachlauf genannt, vom Mittellauf ab, weil sie zu viele Ester, Fuselöle und andere ungenießbare Stoffe enthalten. Nur der Mittellauf wird nach dem Brennen in Eichenfässer abgefüllt, in denen er mindestens drei Jahre lagern muss, bevor er sich Whisky nennen darf. Der Anteil dieses Mittellaufs am Gesamtdestillat variiert übrigens; je nach Marke beträgt er zwischen knapp 20 und 60 Prozent.

Während der Lagerung holen sich die Engel ihren Teil: »Angel's Share« nennen die Schotten den Teil, der jährlich verdunstet. Zum Glück sind das nur ein paar Prozent, abhängig vom Fass, von der Lagerung, von der Nähe zum Meer und der Höhe über dem Meeresspiegel.

Wenn der Whisky genügend Zeit hatte, mit dem Holz des Fasses und der Umgebungsluft zu reagieren, werden die meisten Fässer verkauft, um Blended Scotch Whisky daraus herzustellen, der aus den Whiskys verschiedener Brennereien verschnitten wird. Ein Teil jedoch bleibt in der Brennerei, darf weiterreifen und wird am Ende als Single Malt Scotch Whisky auf Flaschen gezogen. Dazu werden meist mehrere Fässer einer Brennerei vermischt, um einen gleichbleibenden Geschmack zu gewährleisten. Außerdem wird in der Regel Quellwasser hinzugefügt, um den Whisky auf Trinkstärke von 40 bis 45 Prozent zu verdünnen. Es gibt jedoch auch »Single Cask«-Abfüllungen aus nur einem einzigen Fass und auch unverdünnte »Cask Strength«-Abfüllungen.

Jeder Single Malt Scotch hat seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter, doch gibt das Ursprungsgebiet schon einen kleinen Hinweis auf den Genuss, der einen erwartet.
 
Lowland-Malts unterhalb der Linie Edinburgh-Glasgow werden meist ohne Torf getrocknet und oft auch dreifach gebrannt, sind darum meist heller und weicher, eher mit dem irischen Whiskey verwandt.

Highland-Malts sind in der Regel zweifach gebrannt, schmecken unterschiedlich torfig und kräftiger als Lowland-Malts.

Speyside-Malts stammen aus der Gegend entlang der Küste der südöstlichen Highlands und des Flusses Spey. Hier befindet sich der Nabel der Whisky-Herstellung mit den meisten Brennereien. Die Speyside ist berühmt für feine, elegante und runde Single Malts.

Island-Malts werden auf den Inseln der Westküste gebraut. Der Whisky, ist etwas kräftiger und rauchiger im Geschmack als der des Festlandes.

Islay-Malts stammen ausschließlich von der Insel Islay. Diese Whiskys sind berühmt für ihren intensiven Geschmack. Gängige Adjektive der Geschmacksbeschreibung lauten: ölig, salzig, nach Seetang, Jod, medizinisch, torfig. Nichts für Anfänger, sondern für Kenner.

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Kategorie: getraenke
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Erfassung: 26.02.2007
Quelle: Kochmix
 
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