Shiitake Gesundheitspilz: der Shii-Take

 
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Shiitake Gesundheitspilz: der Shii-Take

Die Heimat des braunkappigen Lamellenpilzes ist Ostasien, doch auch in Europa ist der Shii-Take mittlerweile sehr geschätzt.

Shiitake PilzDer Shiitake-Pilz (Lentinula edodes) zählt zur Familie der so genannten Schwindlinge. Er gedeiht vornehmlich auf abgestorbenem Holz von Laubbäumen, beispielsweise findet man ihn auf Eichen und Buchen.

In China soll er schon vor über 1000 Jahren nicht nur wild gesammelt, sondern auch angebaut worden sein, berichtete der chinesische Gelehrte Wang Cheng in seinem „Landwirtschaftsbuch“ aus dem Jahr 1313. Heute wird er außer in Asien auch in Europa und den USA gezüchtet.

Frische Shiitake-Pilze verderben wie alle Pilze recht schnell, aber zum Glück kann man sie auch getrocknet kaufen. Getrocknete Shii-Take wiederum gibt es in unterschiedlichen Qualitätsstufen und Preisklassen. Am teuersten sind diejenigen, deren Hut auf der Oberseite beim Trocknen so aufgerissen ist, dass das weiße Pilzfleisch einen dekorativen Stern oder eine Blume in der samtig-braunen Haut des Hutes bildet. Diese Qualität heißt auf japanisch donko.

Frische Shii-Take lassen sich verwenden wie Champignons, sind jedoch aromatischer. Getrocknete Shiitakepilze ergeben z. B. mit Ingwer und Knoblauch eine hervorragende Brühe als Grundlage für asiatische Suppen.

Nahrung als Heilmittel: Heilpilz Shii-Take

In Ostasien wird der Shii-Take seit Jahrtausenden geschätzt. Nicht nur wegen seines aromatischen Geschmacks als ausgezeichneter Speisepilz, sondern auch als Heilpilz. Ob Magengeschwüre oder Lebererkrankung, Diabetes oder Rheumatismus, Rheuma oder Allergie – bei all diesen Erkrankungen setzt die fernöstliche Medizin den Shiitakepilz als heilende Nahrung ein.

In der japanischen Forschung sind die positiven Auswirkungen von Shiitake-Pilzen gerade auf den Cholesterin-Spiegel sowie für die Stärkung des Immunsystems bekannt und mittlerweile durch klinische Tests bestätigt. Regelmäßige Mahlzeiten mit diesen Pilzen sollen ein geschwächtes Immunsystem auf Vordermann bringen, bei Entzündungen wie Tumoren wirken und die gesundheitlichen Beschwerden lindern.

Vegetarische Vitamin-D-Quelle

Auf jeden Fall enthält der Shii-Take jedoch Vitamine und Mineralien: Die Vitamine Niacin, Riboflavin und Thiamin, zudem liefert er als eine der wenigen pflanzlichen Quellen eine Vorstufe des Vitamin D, das Ergosterin. Schon vier oder fünf getrocknete Shiitake-Pilze enthalten den Vitamin-D-Bedarf eines Erwachsenen von rund 400 IE (Internationalen Einheiten). Das ist besonders für Veganer wichtig, die überhaupt keine tierischen Produkte zu sich nehmen.

An Mineralien finden sich im Shiitake-Pilz z. B. Kalium, Kalzium und Eisen. Außerdem ist er, wie alle Pilze, ein Eiweißlieferant: 27 unterschiedliche Aminosäuren konnten nachgewiesen werden.

Shiitake-Empfindlichkeit

Leider gilt es auch bei diesem hervorragenden Speisepilz, dass man sich vorsichtig an ihn heranwagen sollte: Manche Menschen, reagieren auf Shii-Take mit streifen- oder peitschenhiebähnlichen Hautrötungen am Körper, an den Armen und Beinen oder im Nacken, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) informiert.

Diese so genannte Shiitake- oder Flagellanten-Dermatitis kann mehrere Stunden nach dem Genuss der Pilze auftreten und scheint sich zu verschlimmern, wenn man die betroffenen Stellen dem Sonnenlicht aussetzt. Vermutete man zu Beginn noch, dass bei gut durchgekochten Pilzen die Dermatitis ausbleibt, so muss man nach weiterer Beobachtung davon ausgehen, dass die „Zubereitungsart keinen Einfluss auf die Gesundheitsstörung bei dafür empfänglichen Menschen hat“, so das BfR.

Dies sollte einem aber nicht den Geschmack an den herrlich aromatischen Pilzen verderben – glücklicherweise sind nur sehr wenige Menschen betroffen.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 02.03.2009
Quelle: kochmix
 
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