Seitan - fleischlos glücklich mit Weizengluten

 
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Seitan - fleischlos glücklich mit Weizengluten

Was hierzulande vor allem Vegetariern als schmackhafter Fleischersatz dient und der breiten Masse eher unbekannt ist, gilt in Fernost schon seit langem als Traditionsprodukt und wichtiger Eiweißlieferant.

Seitan ein alternativer EiweißlieferantDer Eiweißgehalt des Seitans kann sich im Vergleich mit Schnitzel & Co durchaus sehen lassen und auch in puncto Geschmack und Konsistenz muss sich der Fleischersatz vor dem Original nicht verstecken – sagen zumindest seine Anhänger.

Ob als Gulasch, Schnitzel, Aufschnitt oder Brotaufstrich – die Verarbeitungsmöglichkeiten des Seitans sind nahezu unbegrenzt und wer es bisher nicht geschafft hat, auf Fleisch- und Wurstprodukte zu verzichten, findet hier eine interessante Alternative.

Nicht nur für alle, die sich vegetarisch ernähren möchten, ist der Fleischersatz eine Option, sondern auch für alle Gesundheitsbewussten. Lebensmittel, die durch eine Kombination aus hohem Proteingehalt bei gleichzeitig verschwindend geringem Fett- und Cholesteringehalt bestechen, sind selten. Hauptbestandteil des - von der Konsistenz her dem Tofu sehr ähnlichen - Seitans ist das Klebereiweiß Gluten.

Das Eiweiß wird in einem physikalischen Herstellungsprozess aus dem Mehlteig herausgewaschen und diesem Gluten verdankt die Seitanmasse ihre Schnittfestigkeit. Für alle, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden bedeutet das allerdings, dass der Verzehr von Seitan nicht empfehlenswert ist.

Seitan – selbst herstellen oder kaufen?

Ob Sie Seitan selbst herstellen oder vom Händler Ihres Vertrauens beziehen, ist nicht zuletzt eine Frage der Bequemlichkeit. Prinzipiell ist es möglich, Seitan selbst zu machen. Dafür stehen zu Beginn wenigstens zwei bis drei Kilogramm Mehl, die mit Wasser in einer großen Schüssel zu einer Masse teigähnlicher Konsistenz verarbeitet werden.

Diese Masse muss - mit Wasser bedeckt - 30 Minuten ruhen und anschließend für gut 20 Minuten unter fließendem Warmwasser mit knetenden Bewegungen „ausgespült“ werden.

Am Ende dieser Spülprozedur halten Sie einen kaugummiähnlichen Klumpen in den Händen, der nun wiederum für eine Stunde gekocht werden muss. Gekocht wird der von Haus aus absolut geschmacksneutrale Seitanklumpen allerdings nicht in purem Wasser, sondern in einem Gewürzsud, der gleichzeitig als Geschmacksgeber gilt.

Der Sud darf ruhig hoch konzentriert sein, denn die glutenhaltige Masse saugt die Gewürze förmlich auf.

Ein wenig komfortabler ist die Seitan-Herstellung mittels Instant-Pulver. Hierbei wird das Pulver lediglich mit Wasser vermischt, zu einem Teig geknetet und für eine knappe halbe Stunde in Gewürzsud gekocht.

Für den Laien kann es also zu einem durchaus anspruchsvollen Unterfangen werden, verzehrfertigen Seitan zuzubereiten, zumal der Fleischersatz ja auch geschmacklich überzeugen soll. Möchten Sie also herausfinden, ob Seitan überhaupt für Sie infrage kommt, empfiehlt es sich, zuerst auf ein Fertigprodukt zurückzugreifen.

Den fertigen Seitan können Sie nicht nur über zahlreiche Onlineshops beziehen, sondern auch in vielen Naturkostläden vor Ort erstehen. Und sind Sie dann auf den Geschmack gekommen, können Sie sich immer noch mit Wasser, Mehl und Gewürzen selbst ans Werk machen.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 10.10.2009
Quelle: kochmix
 
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