Seeigel - Stachlige Delikatesse aus dem Meer

 
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Seeigel - Stachlige Delikatesse aus dem Meer

Freud und Leid liegen dicht beieinander und verspricht der Verzehr des Seeigels (Echinoidea) für manchen höchsten Genuss, so kann der Kontakt mit dem Stachel für alle höchst unangenehm werden. Das gilt besonders dann, wenn sich der spitze Fremdkörper in die Fußsohle bohrt.

Frische SeeigelDeutlich weniger gefährlich ist der Seeigel, wenn er auf dem Teller liegt. Denn ungeachtet seines stacheligen Äußeren gilt er vielerorts als ganz besondere Delikatesse – so in den Mittelmeerländern wie Marokko ebenso wie in Japan. Auf deutschen Speisekarten ist der Seeigel übrigens noch ein eher seltener Gast.

Zu finden sind die Seeigel in allen Weltmeeren und ihr charakteristisches Äußeres lässt nicht nur Meeresbiologen schnell erkennen, worum es sich da handelt. Zu verräterisch sind die beweglichen Stacheln, die den meist kugel- oder scheibenförmigen Körper umschließen. Beim Anblick drängen sich Parallelen zur stacheligen Hülle einer Kastanie auf und da passt es, dass der Seeigel zu den Meeresfrüchten zählt.

Derzeit sind um die 1000 verschiedene Seeigel-Arten bekannt, diese Menge verfünffacht sich, wenn die schon ausgestorbenen Arten hinzugezählt werden. Verzehrt werden können indes nur wenige der bekannten Seeigel-Arten wie der essbare Seeigel oder der Purpurseeigel.

Seeigel – gewöhnungsbedürftiger Genuss mit Austern-Aroma

Der Seeigel ist eine Delikatesse – oder wurde zumindest zu einer erhoben. Ganz leicht fällt der Genuss nämlich nicht, was durchaus nicht nur an der stacheligen Verpackung liegt – diese wird schließlich zuvor in der Küche fachmännisch geknackt.

Verzehrt werden – und hier wird es gewöhnungsbedürftig - die fünf Geschlechtsorgane des Seeigels, genauer gesagt die Eierstöcke (Gonaden), die sternförmig angeordnet in einer schleimigen Masse von gallertartiger Konsistenz liegen. Wer sich überwinden kann und der optisch äußerst unvorteilhaft daherkommenden Delikatesse eine Chance gibt, wird mit einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis belohnt – versprechen seeigelaffine Gourmets.

Der Geschmack des Seeigels erinnere ein wenig an Austern und überzeuge zudem durch ein intensives und sehr salziges Fischaroma. Verzehrt wird der Seeigel roh und ähnlich wie eine Auster oder gekocht. Vor allem die Japaner lieben den speziellen Geschmack des Seeigels. Als besondere Delikatesse gelten die Eier, die auf japanischen Speisekarten als „Uni“ geführt werden. Sie sind beinahe eine Art kulinarisches Nationalheiligtum. 

Geliebt oder gehasst – der Seeigel lässt keinen Gaumen kalt

Die Spezialität mit der gewöhnungsbedürftigen Darreichungsform muss man mögen – oder auch nicht. Die Überwindung, die Seeigel-Innereien zu probieren, ist groß und besonders die weiblichen Gourmets tun sich schwer damit, den Gonaden zu Leibe zu rücken.

Nicht desto trotz ist die Nachfrage nach der stacheligen Meeresfrucht immens, was deren Preis in die Höhe treibt. Ein Kilogramm Seeigel von erstklassiger Qualität kostet durchaus 100 Euro und mehr. Billiger geht es natürlich auch – doch sollten die Eier immer fest und hell sein, alles andere spricht für mangelhafte Qualität und die macht selbst den besten Seeigel ungenießbar.

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 18.03.2010
Quelle: kochmix
 
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