Schwäbische Springerle - Weihnachtsplätzchen mit Anis

 
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Schwäbische Springerle - Weihnachtsplätzchen mit Anis

Sie sehen fast zu schön aus, um gegessen zu werden: Springerle sind die Kunstwerke unter den Weihnachtsplätzchen.

Schwäbische SpringerleIhr mit Anis-Samen gewürzter Teig wird in aufwändig gearbeitete Holzmodel – ähnlich denen der Spekulatiuskekse – gedrückt, deren filigrane Motive jeden Plätzchenteller zu einem Unikat machen.

Ob Tiere, Blumensträuße, Segelschiffe, verzierte Münzen oder Füllhörner: Die Modeln aus Ahorn- oder Birnbaumholz für Springerle sind keine simplen Backformen, sondern eine echte Leidenschaft.

Replikate von traditionellen Springerle-Modeln aus Holz können im Internet bestellt werden; denn in Haushaltswarenläden sind sie nur in den seltensten Fällen vorrätig. Wer Glück hat, findet vielleicht auch mal auf einem Flohmarkt eine echte alte Holzmodel mit Springerle-Motiven.

Springerle gehören zu den Gebildgebäcken. Sie sollten wie ein essbares Amulett auch Glück bringen. Die Motive auf den Springerle verraten, welche Wirkung sie haben sollten oder zu welchem Anlass sie hergestellt wurden: So findet man beispielsweise den Lebensbaum oder ein Herz als Motiv für Gesundheit und langes Leben.

Viele Modeln zeigen christliche Motive, z. B. Joseph, der Maria und das Jesuskind auf einem Esel hinter sich her führt, das österliche Gotteslamm mit Fahne, Palmsonntagsmodeln, die christus auf dem esel reitend zeigen, Engel, Heiligenfiguren aber auch Hochzeitskutschen, Reiter, Schlösser und ähnliches sind zu finden.

Rezept für Springerle-Eierschaumteig

Für den Springerle-Teig werden 500 Gramm Puderzucker mit vier Eiern schaumig gerührt und nach und nach die abgeriebene Schale von einer ungespritzten Zitrone und 500 Gramm fein gesiebtes Mehl untergehoben. Als Treibmittel rührt man außerdem eine Messerspitze Hirschhornsalz unter, die in einem Esslöffel Kirsch- oder Himbeerwasser aufgelöst wurde.

Nun den Teig erneut durchkneten, ausrollen und in kleine Stücke aufteilen. Die wellt man aus, bepudert sie mit Stärke, damit sie nicht festkleben und drückt sie fest in die Model, so dass sich die Form gut abbildet.

Nun klopft man den Teig vorsichtig aus der Model und setzt das Springerle auf das gebutterte und mit Anissamen bestreute Backblech. Haften gebliebenes Mehl kann mit einem feinen Backpinsel entfernt werden.

Dann müssen die Springerle ausruhen – die rohen Springerle müssen 24 Stunden lang bei Raumtemperatur trocknen und anschließend bei 160 Grad 20 bis 30 Minuten lang backen. Dabei einen Holzlöffel zwischen Backofentür und Ofen klemmen.

Bleiben Sie in der Nähe des Ofens, denn die Oberfläche der Springerle sollte schön hell, eigentlich sogar weiß bleiben. Frisch gebackene Springerle sind noch sehr fest und hart.

Nach dem Backen müssen die Springerle nun reifen, dabei werden sie weicher. Dafür legt man sie in einer Pappschachtel zwei bis drei Wochen lang in einen kühlen Raum (zum Beispiel in den Keller oder in die Speisekammer).

Wer besonders dekorative Springerle möchte, kann sie nach dem Backen mit Lebensmittelfarbe bunt anmalen. Aber auch pur weiß sind sie ein dekorativer Anblick – fast zu schön zum Essen.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 22.11.2008
Quelle: kochmix
 
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