Schrothkur - Diät oder Heilfasten?

 
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Schrothkur - Diät oder Heilfasten?

Erfinder der Schrothkur ist der Bauer und Fuhrmann Johann Schroth. Der Landwirt entwickelte diese Kurmethode vor rund 200 Jahren um seine Knieverletzung damit auszukurieren.

Schrothkur oder eine Diät?Das Heilfasten dient zur Entgiftung des Körpers und nicht zur Reduzierung des Gewichts, wie fälschlicherweise oft angenommen wird. Die Kur dauert zwei bis drei Wochen an und soll die Selbstheilungskräfte des Körpers ankurbeln. Positiver Nebeneffekt ist eine deutliche Gewichtsreduktion, sollte aber keinesfalls als Diät im üblichen Sinn angewendet werden. Das Naturheilverfahren mit Trink-  und Trockentagen hat nichts mit Körneressen zu tun, sondern hat seinen Namen dem Begründer Johann Schroth zu verdanken.

Ernährung während der Schrothkur

Und so wird’s gemacht. Der Patient oder Kurgast bekommt kalorienreduzierte Kost ohne tierisches Eiweiß oder Fett. Salz wird ebenfalls vermieden. Durch diese spezielle Ernährung wird der Stoffwechsel entlastet und selbstheilende Kräfte des Körpers gefördert. Die ersten Tage sind, wie bei jeder anderen Diät, die schwersten und erfordern etwas Disziplin,  um durchzuhalten. Nach einiger Zeit lässt jedoch das Hungergefühl nach, das Loch im Bauch verschwindet. Der größte Teil des Körpers konzentriert sich auf die Entschlackung und Entgiftung. Es ist  nochmals zu erwähnen, dass die Schrothkur keine Diät darstellt, sondern der Verlust von Gewicht lediglich eine angenehme Begleiterscheinung der Schonkost ist.

Langfristig darf sie nicht angewendet werden, da gesundheitliche Probleme dem Kurerfolg schnell ein Ende setzen können. Um den Verdauungsprozess so unbelastet wie möglich ablaufen zu lassen, ist eine reizarme Kost notwendig. Obst und Gemüse darf nur gekocht zu sich genommen werden, auf Rohkost muss bei diesem Heilverfahren gänzlich verzichtet werden. Empfohlen werden Kartoffeln, Reis, Getreideprodukte, eingeweichte, getrocknete Pflaumen und Aprikosen. Viele Leute wissen nicht, dass Proteine viel Säure enthalten und diese wieder ausgeglichen werden muss. Der Verzehr von Obst und Gemüse ist meist unzureichend und führt damit zu einer erhöhten Belastung des Körpers. Säure kann auf diesem Wege nicht neutralisiert werden und lagert sich im Bindegewebe ab.

Somit ist der Stoffwechsel gestört und es kommt zu gesundheitlichen Problemen. Hier greift der zeitweilige Verzicht auf tierisches Eiweiß, der gesamte Organismus wird entlastet und die Stoffwechselwerte normalisieren sich. Der Patient nimmt nur etwas 500 bis 600 Kalorien am Tag zu sich und schwemmt mit wechselnden Trocken- und Trinktagen und täglichen Schwitzkuren überflüssiges Gewebewasser aus. Der bekannte Kurwein darf natürlich nicht fehlen. Frauen dürfen  einen Viertelliter am Tag davon trinken, Männer hingegen bis zu einem halben Liter. Maximal darf an vier Tagen Wein getrunken werden. Ruhe und Entspannung helfen dem Körper, sich selbst zu helfen und wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Worauf ist zu achten?

Die Schrothkur sollte nicht allein durchgeführt werden. Spezielle Kuraufenthalte ermöglichen den Patienten, das Heilverfahren unter ständiger ärztlicher Aufsicht anzuwenden. Zu Beginn kann es durch die geringe Nahrungsaufnahme zu Darmträgheit kommen, so dass der Stuhlgang für ein paar Tage aussetzen kann. Wer sich aufgrund dessen unwohl fühlt, kann sich auch mit dem Kurarzt in Verbindung setzen. Der Wein ist natürlich kein Muss. Er kann durch Obst-  und Gemüsesäfte ersetzt werden. Patienten, die unter Diabetes leiden, dürfen kein Trockenobst und keine Fruchtsäfte zu sich nehmen.

Neigt sich die Kur dem Ende zu, wird  der Körper wieder an normale Kost gewöhnt. Nach dem Heilfasten schleicht sich der Alltag wieder ein. Aber es soll ja nicht alles beim Alten bleiben, deshalb bieten viele Schrothkur Einrichtungen eine begleitende Ernährungsberatung an. Übergewichtige Menschen sollten deshalb dieses Angebot nutzen, um auch weiterhin die Pfunde purzeln zu lassen oder das erzielte Gewicht zu halten und erneuten gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 13.05.2009
Quelle: kochmix
 
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