Schmauen statt Kauen - Schlank und vital ohne Diät

 
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Schmauen statt Kauen - Schlank und vital ohne Diät

Schmauen soll als neue Form der Esskultur mit Genuss zur Traumfigur führen und dabei auch noch gesund sein.

Schmauen ist gesund?Dass Entschleunigung den Stress in unserer schneller-höher-weiter Konkurrenzwelt reduziert, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Dass Stress dick macht, ebenfalls. Und dass hastiges Schlingen nicht gut ist für den Körper wussten schon unsere Vorfahren.

Diese drei Erkenntnisse hat der Schauspieler Jürgen Schilling zu einem einfachen System kombiniert, das er ‚Kau-Jogging’ oder ‚Schmauen’ nennt. Schmauen – ein Kunstwort, das aus Schmecken und Kauen zusammengesetzt ist – bringt das Prinzip auf den Punkt: Gründliches Kauen von getrockneten Brotscheiben, die man nach und nach im Mund verflüssigt, ist Lektion eins des Schmauens.

In seinem Buch „Kau Dich gesund! Schlank und vital ohne Diät“ breitet der Autor auf 168 Seiten seinen Erfahrungsweg „Vom Kauer zum Schmauer“ aus – ein wenig langatmig, aber sehr begeistert stellt er dar, wie er bei seinem Hund feststellte, dass das langsame Zernagen steinhart getrockneter Brotkrusten offenbar nicht nur Fressgelüste befriedigte, sondern auch der Gesundheit dient.

Nun ist die Weisheit, dass gründliches Kauen gesund ist, ja nicht unbekannt. Doch, wie Jürgen Schilling zu Recht feststellt, neigen wir dank Fast Food, innerer Eile und Stress dazu, schön weiche Nahrung zu schlingen und nachzustopfen anstatt sie zu erkauen und nachzuschmecken.

Schmauen lernen

Gutes Brot in dünne Scheiben schneiden und trocknen lassen – je härter das Brot ist, desto besser. Gut geeignet ist beispielsweise Roggen-Vollkornbrot. Allein und ohne Ablenkung einzelne Bissen des durchgetrockneten Brotes im Mund erforschen: Mit der Zunge das Brotstück im Mund herumbewegen, anbeißen, dann schließlich mindestens 40 bis 50 Mal kauen, bis man eine süßlich schmeckende Flüssigkeit im Mund hat. Dann erst schlucken.

Was sagt die Wissenschaft zum Schmauen?

Neben begeisterten Zuschriften von Schmauern hat der Autor auch Briefe eines Wissenschaftlers auf seiner Webseite veröffentlicht. Der Münchner Stoffwechsel-Forscher Dr. Wilfried P. Bieger hat sich mittlerweile wissenschaftlich mit den Auswirkungen des Schmauens beschäftigt und attestiert der Technik positive Wirkungen: Als Ergebnis seiner Diabetes-Studie stellt er fest, dass „bei einer Kohlenhydratmahlzeit der Blutzucker nicht oder nur minimal ansteigt und infolgedessen die Insulinausschüttung stark reduziert ist“. Das wird jeden Diabetes-Kranken freuen.

Außerdem bremse das Schmauen den Aufbau von Bauchfett, das für die Produktion bestimmter Stoffe zuständig ist, die „Insulinresistenz erzeugen und indirekt Insulin-erhöhend wirken“, so Privatdozent Bieger. Doch nicht nur das. „Durch intensives Schmauen wird die reinigende Kraft des Speichels enorm erhöht“, stellte der Wissenschaftler fest. Das erhöht die Zahngesundheit und beugt Karies vor.

Lauter Gründe, sich mit dieser Kautechnik zu beschäftigen, die den kindlichen Zungenreflex wieder beleben will. Er hindert uns daran, Nahrung, die nicht völlig zu Flüssigkeit zerkaut und durchgespeichelt ist, zu schlucken. Babys haben diesen Reflex noch. Doch je mehr man schlingt und als Bröckchen schluckt, desto weniger greift dieser Reflex.

Doch wenn man sich der Nahrung als Lebens-Mittel widmet, wie Jürgen Schilling es empfiehlt, kann man den Zungenreflex und die Freude am Erschmecken der Nahrung wieder wecken.

Jürgen Schilling: Kau Dich gesund! Schlank und vital ohne Diät.
Taschenbuch, 168 Seiten. 6., aktualisierte Auflage. Stuttgart:
Karl. F. Haug Verlag, 2005. ISBN-13: 978-3830422051

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 01.11.2008
Quelle: kochmix
 
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