Schichttorte - Cassata alla siciliana

 
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Schichttorte - Cassata alla siciliana

Ihren Ursprung hat die Cassata alla siciliana, wie der Name schon andeutet, in Sizilien, aber auch in den Abbruzzen kennt man eine "Cassata all'abruzzese“.

Cassata alla sicilianaDiese köstlichen Süßspeisen in Tortenform ist eine traditionelle geschichtete Festtagstorte, die man in Italien gern zu Anlässen wie Taufen oder zum Beispiel zu Ostern serviert. Aber auch bei einer italienischen Hochzeit ist die Cassata alla siciliana auch heute noch ein beliebter Nachtisch.

Die Torte besteht aus mehreren Schichten Pan di Spagna, biskuitähnlichen Teigböden, die mit einer süßen Frischkäsecreme gefüllt sind, die wiederum mit kandieren Fruchtstückchen, Schokoladensplittern, manchmal auch Makronen, Nüssen, Krokant und ähnlichem aromatisiert und teils mit Maraschinolikör parfümiert ist.

Die Teigböden bestehen üblicher Weise entweder aus Biskuit-Teig oder aus Sandteig. Die Basis der Füllung bildet Ricotta, ein italienischer Frischkäse. Ricotta ähnelt unserem Speisequark, ist aber aus der Molke gefertigt, die bei der Herstellung von Mozzarella oder Pecorino anfällt. In Cassata-Rezepten kann man ihn auch durch gut abgetropften Speisequark ersetzen, falls man keinen Ricotta bekommt.

Cassata – die Ursprünge

Die tatsächliche Herkunft der Cassata liegt im Dunkel der Geschichte verborgen, es gibt mehrere Theorien, wer sie erfunden habe. Eine Quelle besagt, dass der Koch einer reichen sizilianischen Familie des 16. Jahrhunderts eine größere Menge Ricotta vor dem Verderb bewahren wollte. Er süßte den Käse, um den leicht säuerlichen Geschmack zu überdecken, bedeckte ihn mit einer Paste aus gemahlenen Mandeln und legte ihn dann in Zuckersirup ein.

Eine andere Quelle führt seinen Ursprung auf das arabische Nordafrika zurück – die Verwendung kandierter Früchte stützt diese Version – zumal der Name Cassata aus dem Arabischen von qa’sat, einer Backform, stamme.

Ursprünglich sei die Cassata alla siciliana nur von Nonnen hergestellt worden, sagen andere. Die ersten schriftlichen Belege, die die Cassata alla siciliana erwähnen, stammen jedenfalls aus dem Jahre 1575. Schon damals wurde festgehalten, dass die Cassata alla siciliana ein fester Bestandteil des Osterfests sei.

Von der sizilianischen Schichttorte haben sich im Lauf der Zeit mehrere unterschiedliche Varianten herauskristallisiert. So gibt es zum Beispiel Torten, die mit Pinienkernen oder Pistazien verfeinert werden. Ebenfalls häufig ist eine Cassata mit Schokoladen-Stückchen oder mit Likör verfeinert. In ganz Italien existieren, je nach Gebiet, unterschiedlichste Rezepte, die oft von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Heutzutage gibt es natürlich schon viele Abwandlungen der Cassata alla siciliana, so zum Beispiel das Cassata-Eis, das man hauptsächlich in Italien und der Schweiz bekommt. Es ist geschmacklich an die traditionelle Cassata alla siciliana angepasst und soll das typische Geschmackserlebnis der Torte vermitteln.

Auch die industrielle Herstellung der Cassata alla siciliana ist in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. So wird die Cassata alla siciliana mittlerweile auch vom Band direkt in den Lebensmittelgeschäften Italiens und in vielen Spezialitätengeschäften Europas angeboten. Natürlich sind diese Produkte meist weit vom Original entfernt und  mit Geschmacksverstärkern und vielen anderen Zusätzen versehen, um das Produkt möglichst haltbar zu machen.

Wer die originale Cassata alla siciliana probieren möchte, sollte dies am besten gleich in Sizilien tun. Der beste Weg ist der direkte Gang zum Konditor, der oft noch überlieferte Familienrezepte verwendet.

Das A und O ist die Füllung der Cassata: Ricotta-Creme mit kandierten Früchten

Der Ricotta wird zunächst cremig geschlagen und mit gemahlener Vanille und Zucker abgeschmeckt. Dann rührt man Schokoladenstreusel und fein geschnittene kandierte Früchte unter und aromatisiert die Ricotta-Creme nach Geschmack beispielsweise mit Maraschinolikör, Grand Marnier, Curacao oder Cointreau.

Schicht für Schicht ein Genuss für Auge und Gaumen

Anschließend wird die Ricotta-Creme schichtweise abwechselnd mit den Biskuit- oder Sandteigplatten in eines Schüssel gegeben. Nachdem die Masse einige Stunden im Kühlschrank geruht hat, stürzt man sie vorsichtig aus der Schüssel.

Anschließend wird die Cassata alla siciliana mit einer dünnen Marzipanschicht überzogen und mit Fondant glasiert. Zu guter Letzt dekoriert man die Torte entsprechend dem Anlass. Üblicherweise werden hierfür wieder kandierte Früchte verwendet, zum Beispiel kandierte Orangen, Ananas, Kirschen und Birnenschnitze. Cassata wird gut gekühlt serviert.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 23.01.2010
Quelle: kochmix
 
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