Salbei: Essbare Medizin frisch vom Strauch

 
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Salbei: Essbare Medizin frisch vom Strauch

In Arabien gibt es ein altes Sprichwort: „Wie kann ein Mensch erkranken und sterben, in dessen Garten Salbei wächst?“ Tatsächlich bedeutet der lateinische Wortursprung „salvare/salvere“ sinngemäß „heilen, gesund werden“.

Salbei ist gesundEs ist überliefert, dass die heilige Familie auf ihrer Flucht Schutz unter einem Salbeistrauch fand, daher wurden der Pflanze angeblich Heilkräfte verliehen.

Das seit der Antike genutzte sonnenliebende Kraut wächst in jedem Garten und auf jeder Fensterbank ohne aufwändige Pflege. Im sonnigen Süden Europas gedeihen sogar ganze Haine aus knorrigen Salbeibäumen, die um die Blütezeit herum einen berauschenden Duft verströmen. Was kann es denn nun so, das Wunderkraut?

Kleine Sortenkunde

Es gibt mehrere verschiedene Salbeisorten, die sich jedoch alle auf trockenen, sandigen Böden wohlfühlen. Der Griechische Salbei schmeckt relativ bitter und hat ein sehr würziges, frisches Aroma. Die Griechen trinken getrockneten Salbei als Tee, verwenden ihn aber auch gern für Fischgerichte. Muskatellersalbei ist nicht ganz so bitter. Ihm fehlt das typische Salbeiaroma,  daher eignet er sich gut für Eierspeisen und Süßes. Auch Wermutweine werden damit aromatisiert. Purpursalbei ist wegen der kräftigen Farbe unverkennbar, er schmeckt am intensivsten und kann daher sehr sparsam eingesetzt werden. Dalmatinischer Salbei wird wegen seiner feinherben Süße besonders in der Gourmetküche geschätzt, schon in der Antike galt er als hochwertiges Zahlungsmittel.

Salbeitee gegen allerlei Beschwerden

Am wirksamsten entfalten sich die Inhaltsstoffe der Salbeiblätter kurz vor der Blüte. Man kann sie durch Einfrieren zudem sehr gut konservieren. Tees, Aufgüsse, Tinkturen und ätherische Öle aus Salbei wirken in erster Linie Bakterien und Pilzen entgegen. Zudem gelten sie als verdauungsregulierend, schweißhemmend, blutzuckersenkend und helfen bei Entzündungen des Magen-Darm-Bereiches. Auch Menstruationsbeschwerden können durch die Anwendung von Salbeiextrakten gelindert werden. Gerade bei Erkrankungen der Atemwege wirkt ein Tee aus frischen Blättern Wunder, auch handelsübliche Salbeibonbons verbessern hier das Wohlbefinden. Solch ein Tee hilft außerdem bei Nervosität und Unruhezuständen.

Salbei bei Zahn-, Hals- und Bauchschmerzen

Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen werden sofort deutlich schwächer, wenn man mit einem Aufguss (notfalls tut es auch fertiges Salbei-Küchengewürz als Basis) gurgelt und den Mund ausspült. Diese Vorgehensweise hat sich übrigens auch bei Angina, Rachenkatarrh und Heiserkeit bewährt. Bei Bauchschmerzen empfiehlt sich ein warmes Bad mit reichlich zugesetztem Salbeikraut; auch feuchte, salbeigetränkte Umschläge und Wickel verfehlen nicht ihre Wirkung.

Insektenstiche werden schnell desinfiziert und entzünden sich nicht, wenn man Salbeiblätter darüber reibt. Ein frisches Büschel vertreibt unliebsame Mücken und Fliegen; getrocknete Stängel hüllen jede Küche in mediterranen Duft, der vielleicht an den letzten Urlaub erinnert.

Ein Wort zur Vorsicht

Die im Salbei enthaltenen Wirkstoffe verfügen zwar einerseits über heilende Kräfte, können bei Überdosierung jedoch auch schädigend auf den Organismus wirken. Speziell bei der inneren Anwendung gilt: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Auskunft über die richtige Dosierung und Anwendung erteilt jede Apotheke, aber auch jeder Heilpraktiker oder Pflanzenheilkundler. Schwangere sollten generell auf den Verzehr von Salbei verzichten, da hier schon geringe Mengen Wehen auslösen können. Das gilt auch für Speisen, die unter Verwendung des Gewürzes gekocht oder gebraten wurden. Bei Kindern sollte ebenfalls das Trinken größerer Mengen vermieden werden, äußerliche Anwendung und Gurgeln sind jedoch problemlos möglich.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 29.01.2010
Quelle: kochmix
 
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