Saccharin und Aspartam Süßstoffe eine gesunde Alternative zu Zucker?

 
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Saccharin und Aspartam Süßstoffe eine gesunde Alternative zu Zucker?

Es könnte so schön sein – nie wieder auf das leckere Süßzeug verzichten. Kuchen soviel man will, und Kaffee endlich so süß wie man möchte. Wenn da nicht der schädliche Zucker wäre.

Saccharin und Aspartam Süßstoffe eine gesunde Alternative zu Zucker?Und wenn die alternativen Süßmittel nicht entweder einen seltsamen Nebengeschmack hätten oder zumindest bedenklich wären, was die Gesundheit betrifft. Zu viel Zucker ist ungesund. Das weiß fast jedes Kind. Aber kann Süßstoff eine bessere Alternative sein?

Aspartam, Saccharin und Co
Zuckerersatzstoffe gibt es mehr als genug. Auf der Diätgetränk-Flasche vor mir finde ich bereits zwei davon: Natriumcyclamat und Saccharin-Natrium. Darüber hinaus gibt es Acesulfam, Aspartam, Aspartam-Acesulfam-Salz, Sucralose, Thaumatin und Neohesperidin. Die kryptischen Süßungsmittel liegen zwischen E 950 und E 962.

Wer diese Nummern auf einer Verpackung liest, kann sicher sein – hier stecken künstliche Süßungsmittel drin. Und dabei sind das nur die Stoffe, die in Deutschland zugelassen sind.

Pflanzliche Süßstoffe
Es gibt einige pflanzliche Süßstoffe, die eine Alternative zu künstlichen Süßstoffen darstellen könnten. Brazzein etwa wurde aus einer afrikanischen Lianenart isoliert und ist etwa tausendmal süßer als Zucker. Stevia oder Steviosid ist ein Wirkstoff der Stevia- oder Süßkraufpflanze (Stevia rebaudiana Bertoni), deren Blätter die indianische Urbevölkerung Paraguays und Brasiliens zum Süßen verwendet. Es ist etwa 30-mal süßer als Zucker, in der EU und der Schweiz allerdings als Lebensmittelzusatz noch nicht zugelassen.

Anders in Japan, China und Südamerika: dort ist Stevia als Süßstoff bereits erlaubt. In Asien hat der Extrakt der Stevia-Pflanze bereits anderen Mitteln ihren Platz auf dem Markt streitig gemacht. Ein Grund mehr für die hiesige Industrie, sich gegen die Zulassung zu sträuben.

Das Magazin “Der Stern“ berichtete bereits im Jahr 2005 von Studien, denen zufolge Steviosid gesundheitsschädlich sein soll. In den Studien hatte man Versuchstiere mit einer Menge an Steviosid gefüttert, die der Hälfte ihres eigenen Körpergewichtes entsprach. Das Gegenargument, dass entsprechende Mengen von rund 30-40 kg Zucker für einen erwachsenen Menschen ebenfalls ungesund sind, war jedoch nicht von der Hand zu weisen. Zumal Steviosid 300-mal süßer als Zucker ist. Im Durchschnitt verzehrt ein deutscher Bürger rund 130 Gramm Zucker. Umgerechnet wäre das nicht einmal ein halbes Gramm Steviosid.

Süßstoffe schädlicher als Zucker?
Gerade in der letzten Zeit ist Aspartam immer wieder negativ aufgefallen. Langzeitstudien haben ergeben, dass der Wirkstoff das Risiko für Blut- und Gefäßkrebs erhöhen kann. Ebenso war bei den Versuchstieren ein massiver Anstieg an Gehirntumoren zu verzeichnen. Versuchsgegner aus der Wirtschaft argumentieren, den Tieren sei zuviel Aspartam gegeben worden. Doch sogar Tiere, die nur minimale Dosen zugefüttert bekamen, erkrankten an Krebs und starben. Die Minimaldosis betrug nicht einmal die Hälfte des offiziell zugelassenen Richtwertes für Aspartam in Lebensmitteln: die als unbedenklich geltende Menge liegt bei 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Doch die Wissenschaftler sind sich uneins. Schon 1999 gab es ein Gerichtsverfahren um Aspartam, bei dem die gegnerischen Parteien – der Toxikologe Dr. Hermann Kruse und die Firma NutraSweet, die Aspartam herstellt – die gleiche Anzahl an Pro- und Contra-Studien zur Schädlichkeit bzw. Unschädlichkeit dieses Süßstoffes vorlegen konnten.

In Anbetracht unserer Gesundheit wäre es in jedem Falle wünschenswert, wenn natürliche und unschädliche Alternativen zu Zucker und Süßstoffen bald auch hier auf den Markt kommen dürften.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 21.08.2007
Quelle: kochmix
 
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