Rumtopf - jetzt ansetzen, und im Dezember den Rumtopf geniessen

 
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Rumtopf - jetzt ansetzen, und im Dezember den Rumtopf geniessen

Beim Rumtopf ernten wir im Winter die Früchte unserer Sommerarbeit. Der hochprozentige Haushaltsklassiker wurde früher vom Vater am ersten Advent oder am Weihnachtsabend geöffnet.

Wer im Winter seinen Rumtopf genießen will, muss im Sommer aktiv werden. Rumtopf - jetzt ansetzen, und im Dezember den Rumtopf geniessenAb Juni kommen nach und nach die frisch geernteten Früchte gemeinsam mit Zucker und Rum in einen mindestens drei Liter fassenden Steingut- oder Keramiktopf. Dann heißt es abwarten und freuen. Denn ein Rumtopf ist mehr als die Summe seines Ganzen. Die vielen verschiedenen Früchte ergeben gemeinsam ein einmaliges und unverwechselbares Erlebnis für Gaumen und Nase.

Damit die Konservierung gelingt, muss das Obst muss immer reif und makellos sein. Nur so ist es aromatisch. Faule Früchtchen verderben den Rumtopf. Alle Früchte werden gewaschen, geputzt und trockengetupft. Den Reigen eröffnen im Juni die Erdbeeren. Dazu 500 Gramm Erdbeeren mit 500 Gramm Zucker vermischen und eine Stunde ruhen lassen.

Danach die Erdbeeren in den Topf geben und mit 0,7 Liter Rum (mindestens 54 prozentig) übergießen. Die Früchte sollen immer gut fingerbreit mit Rum bedeckt sein. Dies gelingt am besten, indem man ein Teller auf die Oberfläche legt, der das Obst unten hält. Anschließend den Topf verschließen und an einem kühlen Ort aufbewahren.

Für jede weitere Fruchtart genügt es, pro 500 Gramm geputzte Früchte nur noch 250 Gramm Zucker und jeweils so viel Rum zu nehmen, dass er immer gut zwei Zentimeter über den Früchten steht.

Nach den Erdbeeren folgen im Juli Stachelbeeren (rundherum einstechen), Himbeeren (möglichst nicht waschen, sonst zu matschig), Kirschen (mit Stein) und Aprikosen (blanchieren, häuten und entkernen). Weiter geht’s im August mit Brombeeren (wenig waschen), Pfirsich (blanchieren, häuten und entkernen), und Pflaumen (entsteinen und halbieren). Im Herbst können Sie noch in Spalten geschnittene Birnen hinzufügen. Wer es exotisch mag, kann im Oktober auch noch frische Ananas- und Mangostückchen hinzufügen.

Nachdem Sie die letzten Früchte zugegeben haben, braucht Ihr Rumtopf noch etwa vier Wochen Ruhe. Danach nochmals 250 Milliliter Rum aufgießen und umrühren. Grundsätzlich sollten wir unseren Rumtopf nicht zu lange allein lassen, sondern etwa alle zehn Tage umrühren und nachschauen, ob noch alle Früchte mit Rum bedeckt sind. Falls nicht, nachfüllen. Sind kleine Bläschen sichtbar, gärt der Rumtopf.

Dagegen hilft die Zugabe von etwa 100 Gramm reinem Alkohol für etwa 3 Liter Rumtopf. Falls Schaum auf der Oberfläche schwimmt oder gar Gär-Geruch feststellbar ist, ist der Rumtopf verdorben. Das passiert jedoch zum Glück nur selten.

Im Dezember können Sie dann endlich aus dem Vollen schöpfen. Rumtopf passt prima zu Eis-Dessert, Fruchtsalat und Pudding. Mit Sekt aufgegossen macht er als Long drink Karriere. Sogar ein Rum-Gelee lässt sich machen. Dazu Gelatine auflösen, unter den Rumtopf ziehen und über Nacht kalt stellen. Aber Achtung: nicht zuviel auf einmal genießen. So ein Rumtopf hat ganz schön viel Alkohol in sich.

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Kategorie: saisonales
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Erfassung: 19.06.2007
Quelle: Kochmix
 
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