Rettich - etwas Schärfe für den Salat

 
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Rettich - etwas Schärfe für den Salat

Als ‚Radi’ kennt man ihn in Bayern, als ‚Reddisch’ in der Pfalz – die scharfen Wurzeln machen sich würzig in sommerlichen Salaten, sind gesund auch einfach aus der Hand geknabbert und seit Jahrtausenden Bestandteil menschlicher Ernährung.

Der Rettich gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und wird bis zu einem Meter lang. Im ersten Sommer ist der Rettich mit weiß gefärbtem Korkgewebe umgeben, erkennbar. Im Frühjahr sprießen die ersten rauen Blätter, dann verdickt sich die Wurzel und wächst zum eigentlichen Rettich heran.

Der Rettich war schon im alten Ägypten (vor etwa 4000 Jahren) als heilende Nahrungspflanze bekannt. Die Sklaven und Arbeiter bekamen Rettich und andere Nahrungsmittel zu essen, um gesund ernährt und stark für die Arbeit zu sein. Auch als Öllieferant nutze man ihn, weil man aus den Samen Öl pressen kann.

Rettich kommt in vielen Farben

Im Laufe der Zeit sind beim Rettich durch Kreuzungen verschiedene Arten entstanden. Zur Familie der Rettiche gehören der grüne und der rote Rettich (etwas schärfer und intensiver im Geschmack). Zu den vielen Unterarten zählen rote, rosafarbene, weiße oder schwarze (auch Winterrettich genannte) Wurzeln. Auch das Radieschen gehört im weitesten Sinn zu den Rettichen.

Den Rettich kann man in vielen Formen und Gestalten vorfinden, so kann er entweder oval, rund oder lang sein. Je nachdem wie er aussieht, schmeckt er auch verschieden. Der große weiße Rettich ist im Geschmack eher mild, während der schwarze Winterrettich etwas schärfer schmeckt.

Der anspruchslose Rettich wächst besonders gerne auf einem leicht feuchten und sonnigen Standort. Ein nicht zu lockerer Untergrund eignet sich gut für den Anbau. Ab März sät man Rettiche im Frühbeet oder unter einer Folie im Garten aus. Im April kann man Saaten dann schon im Freien ausstreuen (Abstand der Reihen etwa 25–30 cm). Während der Wachstumsphase sollte man das Rettichbeet regelmäßig gießen.

Scharfe Wurzel

Den Rettich kann man auf verschiedene Arten verzehren. Die einfachste Art ist es, den Rettich in dünne Scheiben zu schneiden, waschen und roh zu essen. Wenn man dem Rettich eine kleine Menge Salz hinzufügt, wird der Rettichsaft aus den Scheiben gezogen und der Rettich schmeckt milder. Man kann ihn aber auch solo oder mit anderen Zutaten gemischt sehr gut für Salate verwenden – hier ein Rezept zum Probieren:

Rezept für aromatischen Apfel-Rettich-Karotten-Salat:

Für vier Portionen braucht man
• 250 g Äpfel
• 250 g Rettich
• 250 g Karotten
• 50 g Mayonnaise
• 100 ml Sauerrahm
• 50 ml geschlagene Sahne
• 50 g Honig
• Salz und Zitronensaft nach Geschmack
• Frische Kopfsalatblätter zum Anrichten

Die Zubereitung ist ganz einfach: Zuerst macht man das Dressing, indem man die Mayonnaise mit Sauerrahm, geschlagener Sahne und Honig vermischt und nach Geschmack mit Salz und etwas Zitronensaft abschmeckt. Dann raspelt man die Äpfel (auf Wunsch geschält) rasch in das Dressing, damit sie sich nicht verfärben, anschließend raspelt man Rettiche und Karotten dazu und mischt alles gründlich durch. Den aromatischen Salat richtet man dekorativ auf Kopfsalatblättern an.

Heilpflanze Rettich

Rettich wird seit alters her als Heilpflanze eingesetzt: kein Wunder, enthält er doch reichlich Vitamin C, Kalzium, ätherische Senföle, Eisen, Magnesium und sonstige Mineralstoffe und Vitamine. Traditionell gilt er als harntreibend, gallensteinauflösend, schleim- und krampflösend bei Husten, wird vorbeugend gegen Entzündungen eingenommen und soll die Magensäfte verbessern.

Nimmt man den Rettich regelmäßig zu sich, soll er Rheuma, Flechten, Hautjucken und Geschwüre beseitigen und selbst bei chronischer Leberentzündung in kürzester Zeit auch die schlimmsten Schmerzen beseitigen können.

Der Rettich stärkt zwar die Verdauung, da er aber ziemlich scharf ist, sollte man ihn bei Magen- oder Magenschleimhautentzündungen nicht einnehmen.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 05.07.2008
Quelle: kochmix
 
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