Raw Food - Philosophie oder Diät?

 
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Raw Food - Philosophie oder Diät?

Raw Food hat eine wachsende Anhängerschaft, die nur „lebendiges Essen“ zu sich nimmt. Die Raw Foodies versprechen sich davon mehr Energie und Gesundheit. Kann Raw Food das wirklich leisten?

Raw Food wird mit niedrig Temperaturen zubereitetVon einigen wird Raw Food als Neohippie-Trend abgetan, doch bekannte Stars schwören auf diese Kost, die mittlerweile auch Raw Food Restaurants hervorgebracht hat. Das wichtigste bei Raw Food („rohes Essen“) ist, dass nichts über 46 Grad Celsius erhitzt wird, was gegessen werden soll. Damit steht Raw Food in enger Verbindung mit Rohkost und der sogenannten Rohkost-Diät, die einem inzwischen auch als Raw Food Diät angepriesen wird. Für einen wachsenden Personenkreis ist Raw Food jedoch mehr als eine Maßnahme zum Abnehmen, es ist für sie eine eigene Philosophie, eine Lebenseinstellung geworden.

Grundprinzip von Raw Food

Die Raw Foodies, also Menschen, die sich dieser Ernährungsweise verschrieben haben, essen nur ungekochte Lebensmittel. Die Begründung klingt logisch. Das Erhitzen über 46 Grad Celsius hinaus, was bei jedem Kochvorgang gegeben ist, würde Enzyme, die die Verdauung fördern, und Vitamine zerstören. Doch die Raw Foodies gehen noch weiter, kochen würde die Lebensmittel giftig machen, es entstünden Karzinogene, die negativ für Vitalität und Gesundheit seien. Nur rohes Essen sei lebendig und gesund. Entsprechend stellt man sich den Speiseplan von Raw Food sehr einfach vor, rohes Gemüse, Obst und Salat, Nüsse, Sprossen und kaltgepresste Öle fallen jedem hierzu ein. Ein Beweggrund pro Raw Food ist bestimmt vegetarischen Ursprungs, da keine Tiere für die Ernährung sterben müssen, doch vor allem preisen die Anhänger von Raw Food an, dass sie sich seit der Ernährungsumstellung in bester Gesundheit befinden und vor allem von Energie nur strotzen. Körper und Geist würden sich wieder auf die Basics besinnen und mit der kosmischen Energie vereinigen.

Kritik an Raw Food

Eine Schwierigkeit, mit denen Raw Foodies zu kämpfen haben, ist die Energieaufnahme. Denn die genannten Lebensmittel liefern wenige Kalorien, deswegen ist Raw Food auch hervorragend zur Gewichtsreduzierung geeignet. Für manche mag es ein Traum sein, den gesamten Tag über praktisch essen zu können, doch es kann anstrengend werden, wenn man ab einem gewissen Punkt sein Gewicht halten und nicht ins Untergewicht rutschen möchte.

Auch eine ausreichende Versorgung mit Proteinen ist ein bekanntes Thema, denn Eiweiß erlangt man in einer gewöhnlichen Ernährung hauptsächlich durch tierische Produkte, die überwiegend gekocht werden. Linsen und Sonnenblumenkerne sollen den Ausgleich bringen. Von Vegetariern weiß man, dass diese viel Protein aus Hülsenfrüchten aufnehmen, doch roh sind in ihnen Stoffe enthalten, die die Eiweißaufnahme behindern. In Büchern über Raw Food widmen sich ganze Kapitel diesen beiden Themen und einiges wird vorgeschlagen, wie man das „Dilemma“ bestmöglich löst. Doch Ernährungswissenschaftler warnen, dass eine langfristige Ernährung nach dem Raw Food Prinzip Mangel von Vitamin D, Vitamin B2 und B!“, Niacin sowie der Mineralstoffe Jod, Zink und Kalzium aufkommen lassen können. Ebenfalls werden zu wenig essentielle Omega-3-Fettsäuren aufgenommen. Aspekte, die man kennen sollte, bevor man sich diesem Trend verschreibt.

Raw Food Restaurants

Besonders in den USA sind Raw Food Restaurants auf dem Vormarsch. Angesichts der hohen Zahl an Übergewichtigen sehr löblich. Zudem beschreiten sie neue Wege bei der Zubereitung ihrer Raw Food Gerichte, denn mit einer Rohkostplatte lässt sich niemand locken. Raw Food Burger, Raw Food Pizza und Raw Food Brownies, alle erdenklichen Speisen werden im rohen Style nachempfunden, verkauft  - und gegessen. Meist wird für die Zubereitung eine Art Warmlufttrockner verwendet, der nie über die 46 Grad Celsius hinaus warm wird. So entsteht Ersatz für Käse, Kuchen wird ohne Backen produziert und den Gästen schmeckt es.

Mit Raw Food abnehmen

Raw Food ist sicherlich eine sehr gute Methode, das Gewicht zu reduzieren, doch sollte man nach Möglichkeit Raw Food als Teildiät handhaben und sich nicht gänzlich dem Konzept hingeben. Zwar sagte ein Raw Food Prediger, dass aus einem in die Erde verbuddeltem Teller mit Raw Food nach drei Tagen ein Baum entstehen würde, der neue Nahrung spendet, doch die eigene Gesundheit sollte nicht außer acht gelassen werden. Leckere und gesunde Raw Food Rezepte auszuprobieren schadet jedenfalls niemandem und ein zeitweiliger Verzicht auf Gekochtes ist mit Sicherheit eine interessante Erfahrung und reinigend für den Körper.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 22.06.2009
Quelle: kochmix
 
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