Rambutan, eine Frucht in ungewöhnlicher Form

 
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Rambutan, eine Frucht in ungewöhnlicher Form

Wie ein verwuschelter roter Igel sieht die Rambutan (Nephelium lappaceum) aus, eine tropische Frucht, aus deren ledriger, roter Rinde gelbliche Auswüchse wie weiche Stacheln wachsen.

Rambutan eine Exotische Frucht aus SüdostasienSchon Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Rambutan in Reiseberichten von europäischen Reisenden bekannt gemacht: „Die Rambutan sind eine gesunde, angenehme und kühlende Frucht, aus der ein recht lieblicher süßer Wein bereitet werden kann, freilich nur mit vieler Mühe, weil das Fleisch zu fest an den ölhaltigen Kernen sitzt“, heißt es beispielsweise 1866 in der „Zeitung zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntniss und Naturanschauung für Leser aller Stände“.

Weil die Rambutan leichter verdirbt als Litschis, wurde sie lange Zeit kaum exportiert. Heutzutage bekommt man sie jedoch in Folie verpackt – so trocknen sie trotz ihrer großen Oberfläche nicht aus und bleiben sie länger haltbar. Und es lohnt sich, diese exotischen Früchte einmal zu genießen. Als Konserven werden sie häufiger angeboten und machen sich gut in einem tropischen Obstsalat.

Der malayische Name Rambutan bedeutet soviel wie „Haar“ und spielt auf die weichen, gekrümmten Stacheln an, die auf der roten Schale sitzen. Das milchig-durchscheinende Fruchtfleisch der etwa pflaumengroßen Rambutan-Früchte ist leicht verdaulich und reich an Vitamin C (ca. 50 Milligramm pro 100 Gramm). Außerdem enhält die Rambutan Mineralien wie Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Zink, Kupfer und Mangan.

Um an das gelblich-weiße Fruchtfleisch zu gelangen, ritzt man am besten die Schale mit einem Messer an und löst die Schale vorsichtig von dem Fleisch ab. Der Samenkern, der sich manchmal nur schwer vom saftigen Fruchtfleisch lösen lässt, sieht aus wie eine mit Mehl bestäubte Mandel. Geröstet sind die fettreichen Samen ebenfalls essbar.

Ursprünglich stammt die Rambutan offenbar aus Malaysia und wird mittlerweile in ganz Südostasien angebaut – kommerziell pflanzt man sie in Thailand, Indonesien, in den Philippines, Australien, auf Sri Lanka, in Vietnam, Honduras und auf Hawaii an. Botanisch ist sie mit den Litschis verwandt.

Diese Früchte sind in Asien sehr beliebt und werden sowohl roh als auch gegart verzehrt. Aus den Samen gewinnt man ein wachsartiges Öl, das als Seifengrundlage oder für Kerzen benutzt wird, sich aber auch in der Küche einsetzen lässt. Andere Pflanzenteile werden in Asien als Heilmittel in der Volksmedizin eingesetzt: Aus der Wurzel braut man ein Fiebermittel, ein Rindenextrakt wird bei Mundkrankheiten verwendet, gegen Kopfschmerzen soll ein Umschlag aus zerkleinerten Rambutan-Blättern helfen.

Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Stachelhaare der Rambutan straff abstehen – das ist ein Zeichen für Frische. Die süß-säuerlichen, saftigen Rambutan-Früchte genießt man am besten gekühlt – zum Beispiel in einem leckeren Rambutan-Smoothie.

Alkoholfreier Rambutan-Ananas-Cocktail

Mit frischen Zutaten schmeckt dieses Rezept natürlich am besten, aber Früchte aus der Dose kann man für diesen exotischen Smoothie ebenfalls verwenden. Geben Sie 200 Gramm Ananas und das Fruchtfleisch von fünf Rambutans zusammen mit einigen Eiswürfeln und 125 Millilitern Kokosmilch in einen Mixer. Auf höchster Stufe gut verquirlen und genießen.

Wer es süßer mag, gibt etwas roten Granatapfelsirup dazu – das ist außerdem eine hübsche Dekoration. Mit etwas geriebenem Ingwer gewürzt, hat dieser Cocktail geradezu aphrodisierende Qualitäten.

Übrigens schmeckt dieser Cocktail auch als Eis am Stil: Die gequirlte Mischung einfach in Stileis-Förmchen geben und gefrieren.

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 19.04.2009
Quelle: kochmix
 
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