Quinoa - Getreideersatz der Inka neu entdeckt

 
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Quinoa - Getreideersatz der Inka neu entdeckt

Quinoa, hierzulande noch nicht allzu lange Stammgast in den Naturkostläden, ist mitnichten eine Neuentdeckung.

Quinoa – GetreideersatzDas Fuchsschwanzgewächs Quinoa (Chenopodium quinoa) wurde schon vor gut sechs Jahrtausenden in Südamerika angebaut und diente Inkas wie Atzteken noch als Nahrungsmittel, als die spanischen Eroberer Pizarro und Cortés im 16. Jahrhundert ihre Eroberungsfeldzüge unternahmen.

Quinoa war nicht nur Nahrungsmittel, sondern für die Inkas auch  ein wichtiger Bestandteil ihrer verschiedenen Rituale. Und so wird die Pflanze heute auch als „Inkareis“, „Inkakorn“ oder gleich als „das Gold der Inka“ bezeichnet – was auch am goldigen Farbton der senfkorngroßen Quinoa-Samen liegen könnte.

Einst wurde Quinoa vor allem kultiviert, um die ärmeren Bevölkerungsschichten mit hochwertiger Nahrung zu versorgen. Tatsächlich ist diese Pflanze äußerst robust, trotzt widrigen Witterungsverhältnissen und gedeiht noch auf den unwirtlichsten Böden.

Robuste Pflanze mit kulinarischen und gesundheitlichen Werten

Als „Gold“ darf diese Pflanze auch aus einem anderen Grund bezeichnet werden, denn sowohl die Blätter als auch die Samen stecken randvoll mit hochwertigen Nährstoffen. Außerdem gedeiht die anspruchslose Pflanze auch auf den Hochebenen der Anden bis in etwa 4.000 Meter Höhe und verträgt die extremen Witterungsbedingungen und die hohe UV-Strahlung problemlos.

Obwohl es das Aussehen der Quinoa-Samen vermuten lässt, gehört die Pflanze nicht zu den gängigen Getreidearten. Tatsächlich zählt sie gemeinsam mit Mangold und Spinat zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist somit ein Gemüse.

Die Quinoa-Blätter, die reich an Mineralstoffen sind, können also guten Gewissens als Salat- oder Gemüsebeilage zubereitet und verzehrt werden. In unseren Breitengraden erfreuen sich jedoch vor allem die Quinoa-Samen zunehmender Beliebtheit.

Ob als Müsli-Einlage oder Reisersatz – die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Der Nährstoffgehalt der Samen ist beträchtlich und stellt den so mancher Getreidesorten in den Schatten. Quinoa gilt als hochwertiger Eiweiß-Lieferant und versorgt den Körper zudem mit zahlreichen weiteren Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen.

Wer seinem Körper Eisen, Zink oder Magnesium zuführen möchte, kann getrost zu Quiona greifen und das gilt auch für alle, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden. Für sie ist Quinoa ein optimaler Getreideersatz. Aber auch sein Vitamin E-Gehalt ist mit 4,7 mg/100 g im Vergleich zu etwa Weizen mit 3,2 mg/100 g nicht zu verachten.

Quinoa, Zimt und Mandelkern – ein süßer Nachtisch

Gerade richtig, um sich das trübe Herbstwetter zu versüßen, ist dieser leckere Nachtisch. Sie benötigen 250 Gramm Quinoa, 500 Milliliter Milch, eine Prise Salz, einen Esslöffel Butter, vier oder fünft Äpfel, vier Esslöffel zerkleinerte Mandeln sowie Zimt und Zucker.

Zerkleinern Sie die Äpfel in mundgerechte Stückchen und geben Sie die Apfelstückchen mit den Mandeln in eine kleine Schüssel. Zuckern die Apfel-Mandel-Mischung ein wenig, stellen Sie alles beiseite und wenden sich dem Quinoa zu, das zuerst gründlich gewaschen werden muss.

Anschließend geben Sie das Quinoa mit Milch, Butter und einer Prise Salz in einen Topf, kochen die Mischung kurz auf und lassen das ganze bei niedriger Temperatur für eine gute Viertelstunde im Topf ausquellen. Fügen Sie nun noch die gezuckerte Apfel-Mandel-Mischung hinzu und schmecken nach Ende der Garzeit alles mit Zimt und Zucker ab.

Genießen Sie den süßen Nachtisch warm und gönnen Sie sich einen Klecks frischer Schlagsahne dazu, so hat der Herbstblues keine Chance. Guten Appetit.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 26.10.2009
Quelle: kochmix
 
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