Portulak - Vitamine und heilende Wirkung

 
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Portulak - Vitamine und heilende Wirkung

Die Ägypter verwendeten ihn als Heilpflanze, die Griechen schätzten ihn sehr als Salat – der Portulak. Portulak hat einen interessanten Geschmack und ist mit Vitalstoffen reichlich gespickt.

Portulak im frischen SalatVergessene Pflanzen gibt es viele. Dazu zählt auch der Portulak, dessen wilde Form in Vorderasien bis zum Westen des  Himalayas, aber auch in Griechenland vorkommt. In Europa wird Portulak vor allem in Belgien, den Niederlanden und in Frankreich angebaut, es handelt sich dabei um Gewächshauskulturen. Portulak ist Feinschmeckern bekannt, aber auch Kräuterkundigen, die Portulak als Heilpflanze kennen.

Die Pflanze

Bei Portulak handelt es sich um eine einjährige Pflanze und zählt zur botanischen Familie der Portulakgewächse (Portulaceae). Es ist ein Blattgemüse, das schnell wächst. Zuerst bilden sich die rötlichen Stängel des Portulak am Boden, später wächst die Pflanze bis zu einer Höhe von 40 Zentimetern. Die Blätter sind stiellos, dick, beinahe fleischig und besitzen eine Eiform. Die Farbe der Blätter variiert zwischen grün, gelb und goldgelb. Portulak blüht zwischen Mai und September, die kleinen Blüten können blass gelb, aber auch orange sein.

Portulak als Heilpflanze

Babylonische Schriften erwähnten Portulak schon um 800 v. Chr. unter anderem auch, weil Portulak im Kräutergarten des Königs von Babylon angebaut wurde. Im antiken Griechenland hatte man die Gemüsepflanze bei Darmproblemen und Blasenerkrankungen eingesetzt, aber vor allem auch als Gemüse gegessen. Über die Jahrhunderte wurden dem Portulak viele Wirkungen nachgesagt. Im 16. Jahrhundert setzte man Portulak als Vorbeugung von Skorbut ein (Vitamin-C-Mangelerkrankung). Ebenfalls gibt es Hinweise darauf, dass Portulak positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem besitzt, ebenso wie für das Verdauungssystem. Gegen Kopfschmerzen und Zahnfleischentzündungen wird Portulak ebenfalls verwendet.

Verwendung von Portulak

Bestenfalls verwendet man Portulak als frisches Gemüse und ist eine hervorragende Zutat in Salat. Der Geschmack von Portulak bewegt sich zwischen säuerlich bis nussig. Ebenfalls macht sich Portulak lecker als Suppeneinlage oder klein geschnitten auf einem Frischkäsebrot. Gelegentlich wird aus Portulak-Blättern der Saft gepresst oder es wird aus frischen Portulak-Blättern Tee aufgebrüht. In Russland machte man den Portulak gerne durch einsalzen und in Essig einlagen haltbar, denn geernteter Portulak sollte maximal drei bis vier Tage bis zum Verzehr gelagert werden. Dennoch sind dann schon starke Vitaminverluste zu vermelden.

Inhaltsstoffe von Portulak

Portulak ist ein wahrer Vitaminspender, sofern er frisch ist. Besonders reichhaltig ist Portulak an Vitamin C (22mg pro 100 g). Zudem sind viele B-Vitamine in  Portulak enthalten (B1, B2, B6) sowie Pro-Vitamin A, eine Vorstufe von Vitamin A, welches wichtig für Augen und Haut ist. An Mineralstoffe besitzt Portulak Calcium, Eisen und Magnesium, aber auch Kalium. Natrium und Phosphor sind weitere Vitalstoffe, hinzu kommen die wertvollen Omega-3-Fettsäuren.

Bezug von Portulak

Portulak wächst sehr schnell, in Gewächshäusern dauerte es von der Aussaat bis zur Ernte oft nur 20 Tage, als Freilandaussaat zwischen drei bis vier Wochen. In Deutschland findet man selten Portulak auf den Märkten und bei Gemüsehändlern. Doch einige Gemüsehändler sind auf Nachfrage bereit, Portulak auf Bestellung zu besorgen. Es ist auch möglich, Portulak selbst anzubauen, dafür benötigt man eine sonnige Stelle in einem Beet oder in einem Topf. Mai ist ein guter Zeitpunkt für die Aussaat. Je mehr gegossen wird (Achtung, Staunässe vermeiden!), desto voller wächst der Portulak. Gelegentlich findet man Portulak auch wild wachsend im Garten, aber auch an Feldrändern und ähnlichen Orten, die warm und sonnig gelegen sind.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 05.04.2009
Quelle: kochmix
 
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