Pilze in Bildern und Rezepten - Zunderschwamm und Hexenröhrling

 
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Pilze in Bildern und Rezepten - Zunderschwamm und Hexenröhrling

Eichhase und Schopftintling, Gitterschwamm und Satanzspilz, Ästiger Stachelbart und Wetterstern – Liebhaber von Wörtern, alten Grafiken und Pilzen werden ihre Freude haben an diesem Einblick in die jahrhundertealte Beziehung zwischen Mensch und Pilz.

Pilze in Bildern und Rezepten - Zunderschwamm und HexenröhrlingDie mal zum Wohl des einen, mal zum Schaden des anderen endete: Eine ungewöhnliche, kulturgeschichtliche Einführung in die faszinierende Welt der Pilze ist Frederike Brocke mit dem Buch „Zunderschwamm und Hexenröhrling. Pilze in alten Bildern und Rezepten“ gelungen.

Der Clou des Buches ist natürlich die Ausstattung: nicht nur sind im Text historische Zitate in roter Schrift gesetzt, das Buch ist opulent mit 44 historischen Abbildungen geschmückt. Ddie Bilder sind Büchern vom 17. bis 19. Jahrhundert entnommen. Die ältesten stammen aus Pietro Mattiolis „Kreutterbuch, zum 3. mal gemehret und verfertigt durch Joachimum Camerarium“, gedruckt in Frankfurt im Jahre 1611.

Die jüngsten Abbildungen sind den „Naturgetreuen Abbildungen und Beschreibugnen der essbaren, schädlichen und verdächtigen Schwämme“ entnommen, einer Serie von zehn Heften von Julius Vincenz Edler von Krombholz, die 1831-1846 in Prag erschienen.

Krombholz summierte die mit leichtem Grusel gemischte Faszination, die der Mensch den Pilzen entgegenbringt, in einen kurzen Vergleich mit der Tierwelt: „Die Schwämme nehmen in dem Reiche der Pflanzen die Stelle ein, welche die Quallen im Reiche der Thiere behaupten.“ (1831), aus seiner wissenschaftlichen Sicht versucht er, ihren Nährwert und Nutzen darzustellen und ruft dazu auf, alle Giftpilze auszurotten, weil ihnen immer wieder Leute zum Opfer fallen. Heute wissen wir es besser – Pilze erfüllen eine wichtige Rolle im Ökosystem.

Interessant ist es in jedem Fall, die Geschichte der Mykologie, der Pilzkunde, in ihrem historischen Verlauf zu betrachten, die die Autorin nicht nur nachvollzieht sondern mit historischen Zitaten und Anekdoten anreichert.

Historische Rezepte wie Champignonpüree, Trüffelragout, Morcheln à l’italienne, Kaiserschwamm ‚oronge farcie’ bieten einen spannenden Einblick in die Esskultur vergangener Zeiten und regen durchaus zum Nachkochen an.

So kurios wie Titel und Namen der antiken Werke und ihrer Autoren, so detailreich und erstaunlich botanisch genau sind übrigens die meisten Stiche der seltsam geformten oder gefärbten Pilze. Doch als Pilzbestimmungsbuch sollte man es auf keinen Fall verwenden, warnen Autorin und Verlag ausdrücklich.

Frederike Brocke: Zunderschwamm und Hexenröhrling. Pilze in alten Bildern und Rezepten.
Geb., 136 S., 44 farbige, meist ganzseitige Abb.
Preis € 24,90 ISBN: 978-3-7995-3527-4

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 07.12.2007
Quelle: kochmix
 
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