Pfundiger Trend - Kampf dem Schlankheitswahn

 
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Pfundiger Trend - Kampf dem Schlankheitswahn

Befremdlich erscheint es schon: Da wird hierzulande einer Schauspielerin das Etikett „Vollweib“ verpasst – obwohl die Dame nach eigenen Angaben Konfektionsgröße 38 trägt.

Dick ist wieder INDabei bringt es die deutsche Durchschnittsfrau auf Konfektionsgröße 44 - und führt somit das Vollweib-Image einer Konfektionsgröße 38 ad absurdum.

Unter regelrechtem Dauerbeschuss wirklich fragwürdiger Schönheitsideale stehen jedoch die Amerikanerinnen. Genannt sei hier vor allem der Magerwahn in Gestalt von Größe Size Zero (Größe 32), welche von Stars und Sternchen wie Keira Knightley oder Victoria Beckham zur Schau getragen wird.

Und so formiert sich fernab des Roten Teppichs und nicht erst seit dem Tod von Magermodels eine schwergewichtige Gegenbewegung namens „Fat Acceptance Movement“. Ziel der Bewegung ist es, eine Lanze für die Übergewichtigen zu brechen und Vorurteile zu widerlegen, mit denen Übergewichtige so oft konfrontiert werden bzw. die Diskriminierung zu stoppen.

Beth Ditto – schwergewichtige Trendsetterin

Angekündigt hat sich der Trend mit Sängerin Beth Ditto, über die plötzlich medienübergreifend berichtet wurde. Im Fokus der Berichterstattung stand jedoch weniger Dittos musikalisches Talent, sondern vor allem ihr Gewicht: Bei 157 Zentimetern Körpergröße bringt es die Frontfrau von „The Gossip" auf 110 Kilogramm – welche sie mit freizügigen Fotos selbstbewusst präsentiert. Sogar Karl Lagerfeld outete sich als Ditto-Fan und festigte somit ihre Position als neue Stil-Ikone.

Fett! Na und?

Auch Nicht-Prominente bekämpfen den Magerwahn. Marilyn Wann, eine der Hauptaktivistinnen, konstatiert in ihrem Buch „Fat! So?“, dass das Leben zu kurz für Selbsthass und Selbstkasteiung in Gestalt von Sellerieschnitzen sei.

Wann selbst bringt mit ihren 165 Zentimetern Körpergröße 134 Kilogramm auf die Waage und trägt – ebenso wie ihre Mitstreiter - ihr Übergewicht offensiv zur Schau. Zudem sollen Ratgeber wie „Don’t Diet“ Übergewichtigen das nötige Selbstvertrauen vermitteln, während parallel dazu widerlegt werden soll, dass Fettleibigkeit der Gesundheit schadet. Was Mediziner von dieser These halten, bleibt abzuwarten.

Droht der Trendwende ein Gewichtsverlust?

Indes droht die Glaubwürdigkeit des pfundigen Trends, untergraben zu werden. Ausgerechnet Trendsetterin Beth Ditto gab kürzlich dem Magazin „InTouch“ gegenüber zu, Probleme mit ihrem Gewicht zu haben und über eine Diät nachzudenken.

Zitiert wird Ditto mit den Worten: "Ich bin einfach nicht zufrieden mit meinem Aussehen. Ganz besonders, was mein Gewicht angeht." Pfundiges Selbstbewusstsein sieht anders aus.

Aber schon taucht eine neue Ikone der Fat-Bewegung auf: Gabourey Sidibe – Hauptdarstellerin des mehrfach preisgekrönten Dramas „Precious“. Sidibe wiegt 168 Kilogramm – und hat sich nach zahlreichen Diäten so akzeptiert, wie sie ist. Heißt es…

Gewichtsschwankungen – von Rubens bis Twiggy

Das weibliche Schönheitsideal schwankt seit jeher. Die Griechen bevorzugten ausgewogene Proportionen, in der Renaissance waren kleine Pölsterchen erlaubt und die üppigen „Rubensfrauen“ des Barock sind legendär. Irgendwann magerte das gerundete Schönheitsideal jedoch zusehends ab und blieb bei Stil-Ikonen wie Twiggy oder Audrey Hepburn stehen.

Ob die pfundige Gegenbewegung jedoch ein Allheilmittel für Diätgeplagte ist? Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entspricht der normale BMI einem Wert zwischen 18,5 und 25. Im Klartext: Das Normalgewicht eines gesunden Körpers liegt irgendwo zwischen den Größen Größe XXS und XXL. Unabhängig davon, was das Trendbarometer propagiert.

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 20.04.2010
Quelle: kochmix
 
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