Pfälzer Spezialitäten von deftig bis kräftig mit Rezeptideen

 
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Pfälzer Spezialitäten von deftig bis kräftig mit Rezeptideen

Fröhlich Pfalz – Gott erhalt's! singt schon 1891 Kurfürstin Marie bei der Uraufführung von Carl Zellers (1842–1898) Operette „Der Vogelhändler”. Wein, Weib und Gesang sowie das zugehörige Lebensgefühl sind in der Pfalz zuhause, soviel steht fest.

Pfälzer Spezialitäten von deftig bis kräftig mit RezeptideenUnd wer die Weinseligkeit und das  gesellige Temperament der Pfälzer zu schätzen weiß, die einen guten Schoppen nie ausschlagen und dazu gern etwas Deftiges verschmausen, der wird sich in der milden und fruchtbaren Rheinebene und am Haardtrand so richtig wohlfühlen.

Außerhalb der Pfalz kennt man wohl vor allem den „Pälzer Saumage” als regionale Spezialität, berühmt geworden zu Zeiten Bundeskanzler Kohls. Vielleicht kennt der eine oder die andere auch noch „Weck, Worscht un Woi“ aus Mainz. Aber die Pfalz hat weit mehr zu bieten an kulinarischen Besonderheiten.

Kenner bezeichnen den von der Sonne verwöhnten Landstrich von der Rheinebene bis zur Hardt auch als die deutsche Toskana. Hier gedeihen nicht nur die Reben, an deren prächtigem, gelbrot flammenden Laub man sich im Herbst erfreut, wenn man einen Ausflug entlang der Südlichen Weinstraße macht. Im Frühjahr überzieht die Mandelblüte manche Gegend mit einem zartrosa Schimmer, gefolgt von der schneeigen Obstblüte. In geschützten Ecken trifft man unverhofft auf Feigenbäume, oder Zitronen glänzen aus ihrem dunklen Laub hervor.

Pälzer Saumage-Worschtsalat (Pfälzer Wurstsalat aus Schwartenmagen bzw. Presssack)
Schneiden Sie je 500 g roten und weißen Schwartenmagen und zwei große Zwiebeln in feine Streifen. Mischen Sie alles gut und marinieren Sie den Salat eine Stunde lang in einer Sauce aus drei Esslöffeln gutem Weinessig, acht Esslöffeln Öl, einem Teelöffel Kümmelsaat sowie Pfeffer und Salz nach Geschmack. Dazu passen kräftiges Roggenbrot und ein frischer Riesling von der Weinstraße.

Quetschekuche un Grumbeeresupp (Zwetschgenkuchen mit Kartoffelsuppe)
Diese köstliche Kombination habe ich als Kind bei einer Nachbarin gegessen – nach anfänglichem Sträuben. Denn die Kombination von Suppe und Kuchen war mir sehr suspekt. Aber Genuss und Appetit wuchsen mit jedem Bissen.

Für den Quetschekuche vom Blech bereiten Sie zunächst einen Hefeteig vor: Mischen Sie in einer Rührschüssel 375 g Weizenmehl (es darf auch Vollkornmehl sein, dann wird der Kuchen deftiger) mit einem Päckchen Trockenhefe. Machen Sie eine Kuhle in die Mehlmischung, in die Sie 200 ml lauwarme Milch, 50 g braunen Zucker, ein Päckchen Vanillezucker, eine Prise Salz, ein Ei und 50 g weiche geben.

Verrühren Sie nun von der Mitte aus mit dem Handrührgerät die Zutaten gründlich mit Knethaken, kurz auf niedriger Stufe, damit das Mehl nicht stäubt, dann etwa sieben Minuten lang auf höchster Stufe. Wenn der Teig schön glatt ist und sich von der Schüssel zu lösen beginnt, lassen Sie ihn zugedeckt an einem warmen Ort auf doppelte Größe gehen.

Belegen Sie ein Backblech mit Backpapier. Kneten Sie den Teig nochmals durch und rollen Sie ihn auf dem Backblech aus.

Belegen Sie nun den Teig mit etwa 2,5 Kilogramm halbierten und entsteinten Zwetschgen, die sie dachziegelartig mit der Hautseite nach unten schräg auf den Teig stellen. Währenddessen sollte der Teig weiter sichtbar aufgehen – falls nicht, lassen Sie ihn noch einige Minuten an einem warmen, zugluftfreien Ort stehen, bis er sichtbar aufgegangen ist.

Nun ab damit in den vorgeheizten Ofen. Bei 200°C (Ober-/Unterhitze), 180°C (Heißluft) oder Stufe 3–4 (Gas) darf der Quetschekuche jetzt etwa 25 Minuten backen. Kurz vor Ende der Backzeit oder direkt nachdem Sie ihn aus dem Ofen geholt haben, können Sie ihn mit noch etwas Zucker bestreuen (je nachdem, wie süß die Zwetschgen sind).

Für die Grumbeeresupp dünsten Sie gut zehn Minuten lang folgendes feingeschnittenes Gemüse in einer ordentlichen Portion Schweineschmalz: zwei große Zwiebeln, eine halbe Knolle Sellerie, drei Stangen Lauch. Füllen Sie mit einer kräftigen Gemüse- oder Fleischbrühe auf und würzen Sie mit Majoran, Thymian, Pfeffer und Salz. Kurz bevor das Gemüse durchgegart ist, reiben Sie vier rohe Kartoffeln in die köchelnde Brühe und lassen das Ganze aufkochen, so dass die Suppe eine sämige Konsistenz bekommt.

Jetzt essen Sie zu jedem Bissen Quetschekuche einen Löffel Grumbeersupp – köstlich. Wem’s doch nicht schmeckt, der darf natürlich den Kuchen als Nachspeise vertilgen, vielleicht verfeinert mit vanillierter Schlagsahne.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 03.09.2007
Quelle: kochmix
 
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