Petersilie gehört in jede Kräuterküche

 
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Petersilie gehört in jede Kräuterküche

Krause Petersilie ist das unkomplizierteste und vielseitigste Kraut, das auf deutschen Fensterbänken und in Kräuterrabatten gedeiht.

Petersilie gehört in jede KräuterkücheEs ist den Menschen sogar so vertraut, dass seine Herkunft und Wirksamkeit kaum mehr hinterfragt wird. Dabei schmeckt die Petersilie nicht nur angenehm frisch und würzig, sondern war im Mittelalter ein beliebtes Heilkraut mit zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten. Glatte Petersilie ist erst in den vergangenen Jahren in Mode gekommen und wegen ihres intensiveren Aromas auch als Suppenkraut begehrt.

Petersilie ist reich an natürlichem Vitamin C und sollte alleine deshalb in keinem Kräutersortiment fehlen. Auf dem Wochenmarkt wird sie in Bündeln angeboten – manchmal auch zusammen mit Dill und Schnittlauch, den beiden anderen Klassikern der deutschen Kräuterküche. Ebenso gehört sie fest zum traditionellen Suppenwürz-Päckchen.

Doch sie kann auch problemlos auf der Fensterbank, dem Balkon oder im Garten angebaut werden. Den besten Ertrag gewinnt man, wenn die Petersilie bereits im Frühjahr im Gewächshaus oder bei Zimmertemperatur auf der inneren Fensterbank ausgesät wird.

Direkte Sonne verträgt sie nicht so gut; besser ist ein halbschattiger, geschützter Platz. Der Boden muss gut feucht und reich an Nährstoffen sein. Da die Petersilie im Vergleich zu anderen Kräutern relativ langsam wächst, lohnt es sich, mehrere Ernten anzulegen.

Gerade in Restaurants wird die hübsche Petersilie vorwiegend zu Dekorationszwecken eingesetzt – etwa als grüner Blickfang auf der Zitronenhälfte zum Wiener Schnitzel oder aber als krauses Häubchen auf dem Kartoffelsalat. Nicht selten verbleibt sie verschmäht und ungegessen auf dem Teller. Dabei ist Petersilie viel zu gesund, um sie mit Nichtachtung zu strafen.

Sie regt dank ihrer ätherischen Öle die Verdauung an, fördert die Nieren- und Blasenfunktion und hat entscheidenden Einfluss auf die weiblichen Fortpflanzungsorgane. Deshalb sollten schwangere Frauen Petersilie nur in kleineren Mengen zu sich nehmen, da das Kraut wehenfördernd wirkt – umgegehrt kann dieser Effekt aber genutzt werden, wenn der Geburtstermin bereits erreicht ist und das Baby einfach nicht kommen will.

Petersilie darf niemals trocken werden – und ebenso wenig gefällt es ihr, wenn sie gekocht oder erhitzt wird. Die Frische macht den Geschmack aus. Deshalb die Petersilie nur waschen, mit einem Küchenkrepp abtupfen und direkt vor dem Servieren klein hacken. Zu große Stücke fühlen sich im Gaumen und den Zähnen recht widerspenstig an und sind nicht Jedermanns Sache. Je feiner die Petersilie geschnitten wird, desto feiner mundet sie also auch.

Gehackte Petersilie ist die ideale Krönung für fruchtige Suppen, Salzkartoffeln, Fisch, Blumenkohl und Kohlrabi; außerdem gehört sie in jede Kräutervinaigrette und ist ein Muss auf dem Kartoffelsalat. Ob dabei krause oder glatte Petersilie verwendet ist, bleibt Geschmackssache.

Die Wurzel der Petersilie kann auch zum Würzen von Eintöpfen zum Einsatz kommen. Besonders lecker ist zudem ein grün-weißer Dip zum sommerlichen Grillteller: Quark mit Mayonnaise, Salz, Pfeffer, etwas Senf und Zitronensaft verrühren und mit klein geschnittener Petersilie, gehacktem Schnittlauch, Minze und etwas ausgepresstem Knoblauch anreichern – schmeckt wunderbar zu gebratenem Fleisch und Ofenkartoffeln.

Übrigens: Störender Knoblauchnachgeschmack auf Gaumen und Zunge kann durch das Kauen frischer Petersilie abgemildert werden.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 22.04.2008
Quelle: kochmix
 
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