Perlhuhn - eine zarte Delikatesse

 
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Perlhuhn - eine zarte Delikatesse

Die Perlhühner gehören zur Gattung der Hühnervögel und stammen ursprünglich aus Afrika, genauer gesagt aus Äthiopien.

Perlhuhn in der PfanneAls erste kamen die Römer auf den Geschmack dieser in Wald und Savanne lebenden Wildvögel mit ihrem hübschen dunklen, weiß getupften Gefieder. Die Römer brachten die Perlhühner im Rahmen ihrer Entdeckungsreisen mit nach Europa, und im Lauf des 15.Jahrhunderts fanden auch die Franzosen Gefallen an den zarten Wildvögeln.

Galt das Perlhuhn anfangs noch als Luxusgut, verlor es diesen Status aufgrund der groß angelegten französischen Perlhuhn-Zucht recht schnell. Noch heute stammt eine beträchtliche Anzahl der Perlhühner aus Frankreich (dort Pintade genannt), doch auch Belgien und Italien sorgen für immer frischen Nachschub.

Wildes Geflügel von der Zuchtfarm

Die Perlhuhn-Liebhaber sind sich ein wenig uneins darüber, ob dieses Huhn nun als Geflügel, oder als Wild zu betrachten ist. Tatsache ist, dass heute ein Großteil dieser eigentlichen Wildvögel aus Zuchtbeständen stammt, so dass die Zuordnung tatsächlich ein wenig schwierig ist.

Rein geschmacklich tendiert das Perlhuhnfleisch allerdings eher in Richtung Wild. Es schmeckt deutlich intensiver als herkömmliches Hühnerfleisch, ist jedoch nicht ganz so geschmacksintensiv wie der wilde Fasan. Nichtsdestotrotz können Perlhühner auch auf der Grundlage von Fasan-Rezepten zubereitet werden, dem Geschmack tut das keinen Abbruch.

Perlhühner werden im Normalfall im Alter von etwa zwölf bis 15 Wochen geschlachtet, wenn sie etwa 1,6 Kilogramm auf die Waage bringen.

Junge Vögel sollte man beim Braten vor dem Austrocknen schützen, indem man sie bardiert. Dafür nimmt man am besten Grünen Speck (den bekommt man beim Metzger), denn man entweder in dünnen, schmal geschnittenen Scheiben als Gitter auf das Fleisch legt, oder man wählt breitere dünne Scheiben und umwickelt den Vogel wie eine Mumie. Ältere Vögel werden gern gedünstet, gedämpft oder geschmort und bleiben so schön saftig.

Ganzjährig magerer Leckerbissen

Der Verzehr des Perlhuhns ist dank der Zucht nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden und so obliegt es dem Koch selbst, ob er nun ein leichtes Sommer- oder ein herzhaftes Wintermenü zaubern möchte.

Den Sommer auf den Tisch holt sich, wer das zerlegte Perlhuhn gemeinsam mit frischen Kräutern wie Majoran, Estragon oder Kerbel, Schalotten, Zitronen, Crème fraiche und Pilzen im Römertopf gart.

Winterlich wird das im Ofen kross gebackene Perlhuhn mit einer leckeren Füllung aus Zwiebeln, Äpfeln und Nüssen.

Geflügelgenuss gesund und leicht

Das dunkle und saftige Fleisch der Perlhühner mit seinem bläulichen Schimmer schmeckt nicht nur sehr lecker, sondern ist zudem mit rund drei Prozent Fettgehalt äußerst fettarm und reich an ungesättigten Fettsäuren.

Auch bei der Versorgung mit Eiweiß, Mineralstoffen, verschiedenen B-Vitaminen, Eisen, Kalzium und Magnesium leistet das Perlhuhn einen wertvollen Beitrag. Der Verzehr des Perlhuhns ist also ein äußerst gesunder und leichter Genuss - vielleicht sogar eine interessante Alternative zum fetten weihnachtlichen Feiertags-Gänsebraten, der doch recht schwer im Magen liegt.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 17.12.2009
Quelle: kochmix
 
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