Oxalsäure und ihre Wirkung auf unseren Körper

 
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Oxalsäure und ihre Wirkung auf unseren Körper

Gesunde Menschen, die ihren täglichen Nahrungsbedarf ohne Einschränkungen zusammenstellen können, machen sich über die Oxalsäure, die der Carbonsäure angehört und deren Salze als Oxalate bezeichnet werden, meist keine Gedanken.

Oxalsäure ist z.B. auch im Spinat enthaltenInteressant ist die Oxalsäure dagegen für alle, die unter Nierensteinen (Nephrolitiasis) leiden oder für diese Erkrankung anfällig sind. In Verbindung mit dem Calcium aus der Nahrung wird die Oxalsäure nämlich zu Calciumoxalat. Und dieses Calciumoxalat ist, neben den Calciumsalzen und dem Calciumurat dritthäufigster Bestandteil von Nierensteinen.

Nun erkrankt nicht jeder, der mit der Nahrung größere Mengen der Oxalsäure zu sich nimmt, an Nierensteinen. Eine gewisse Anfälligkeit für dieses Krankheitsbild muss gegeben sein. Zudem vermindert eine wasserreiche, fett- und eiweißarme Mischkost generell das Risiko, an Nierensteinen zu erkranken.

Ein weiteres Risiko, das von sehr oxalsäurehaltiger Kost ausgeht, ist die Begünstigung verschiedener Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, zu denen auch der Morbus Crohn gehört. Oxalsäure ist allerdings nicht grundsätzlich schlecht. Sie wird nicht nur über die Nahrung aufgenommen, sondern sogar vom Körper selbst produziert.

Im Normalfall bereitet die Oxalsäure überhaupt keine Probleme, sondern wird von einem gesunden Körper bei jedem Gang zur Toilette ausgeschieden oder von der Darmflora durch bestimmte Bakterien zersetzt.

Oxalsäure – bewusst genießen

Problematisch kann der Verzehr von Oxalsäure nicht nur im Hinblick auf Nierensteine oder die Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes werden, sondern auch, weil diese Säure die Resorption von Calcium und Eisen aus der Nahrung blockiert. Eine Schwierigkeit für alle, die bewusst auf eine calcium- und eisenhaltige Kost achten müssen.

Wer also die Versorgung mit Eisen und Calcium über die Nahrung sicherstellen möchte, sollte die dazu benötigten Lebensmittel nicht gemeinsam mit oxalsäurehaltiger Nahrung verzehren.

Für Menschen, die kein erhöhtes Risiko tragen, an Nierensteinen zu erkranken, geht von der Oxalsäure selbst erst in großen Mengen eine Gefahr für die Gesundheit aus. Gut 700 mg der Säure dürfen nämlich am Tag bedenkenlos verzehrt werden. Um diese Menge zu erreichen, müsste täglich eine große Portion der oxalsäurehaltigsten Lebensmittel auf dem Speiseplan stehen.

Dazu zählen: Rhabarber, Rote Bete, Kakao, Spinat oder Mangold. Fast allesamt Nahrungsmittel, die sowieso eher in Maßen genossen werden – wenn man mal von Popeye dem Seemann absieht. Vom Kakao, dem einzigen dieser Lebensmittel, das vielleicht an kalten Wintertagen doch ein wenig häufiger genossen wird, geht aufgrund der Zubereitung keine Gefahr aus. Handelt es sich nicht gerade um eine spezielle Trinkschokolade, die in Wasser aufgelöst wird, muss der handelsübliche Kakao mit Milch zubereitet werden. Und Milch zählt seit jeher zum Schrecken einer jeden Säure, da sie diese neutralisiert.

Wer also demnächst ein sehr oxalsäurehaltiges Lebensmittel verzehrt und auf Nummer sicher gehen will, trinkt einfach ein Glas Milch dazu. Nur die tägliche Calcium-Dosis muss dem Körper dann noch einmal separat zugeführt werden.

Das geht übrigens auch mit calciumreichem Mineralwasser: Marken wie Bella Fontanis (600 mg Calcium pro Liter), Gerolsteiner Sprudel (347 mg Calcium pro Liter) oder Rosbacher klassisch (206 mg Calcium pro Liter) können ebenfalls helfen, den Calciumbedarf zu decken.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 19.04.2009
Quelle: kochmix
 
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