Ostereier und was man dazu wissen sollte
Bald ist wieder Ostern und bunt gefärbte Ostereier gehören traditionell zu dieser Festlichkeit. Überall gibt es sie zu kaufen oder sie werden zu Hause eingefärbt. Was man über Ostereier wissen sollte.
Das Ei war schon beinahe immer ein Symbol des Lebens und stand für Fruchtbarkeit und Erneuerung. Bunte Eier wurden in der Antike der Göttin Ostara geopfert, bis der Brauch später christianisiert wurde und zum christlichen Osterfests fanden. Kaum jemand verzichtet zu Ostern auf bunte, gekochte Eier und gerade in Familien mit Kindern macht es den Kleinen Spaß, sich daran zu beteiligen.
Frische Eier
Möchte man selbst Eier färben, ist es wichtig frische Eier zu verwenden. Wie frisch die Eier tatsächlich sind, lässt sich am Legedatum ersehen, aber auch aus dem aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum errechnen. Vom Mindesthaltbarkeitsdatum muss man 28 Tage zurück rechnen, dann weiß man das Legedatum. Zur Lagerung sollten sie in den Kühlschrank gelegt werden, am besten nicht neben stark riechende Speisen, denn Eier nehmen Gerüche über ihre poröse Schale auf. Eier, die zu kochten Ostereiern werden sollen, sollten eingekauft und sofort gefärbt werden.
Die im Handel käuflichen Ostereier, die auch Partyeier genannt werden, sind sogar bis zu drei Monate ohne Kühlung haltbar. Das resultiert aus dem baumharzhaltigen, glänzenden Überzug, der die Poren verschließt. Auf dieses Mindesthaltbarkeitsdatum darf man sich nur verlassen, wenn die Schale unbeschädigt ist. Allerdings isst man gekaufte Ostereier lieber bald nach dem Kauf, denn geschmacklich sind sie zu dieser Zeit am besten.
Ostereier immer hartkochen
Ostereier sollten immer hartgekocht werden, dadurch werden sie - im Kühlschrank aufbewahrt - zwei Wochen haltbar, wenn die Schale unbeschädigt bleibt. Damit sich der Dotter am Rand nicht grünlich verfärbt, sollte die Kochzeit nicht länger als zehn Minuten betragen. Hartgekochte Eier benötigen eine Mindestkochzeit von acht Minuten.
Farbstoffe zur Eifärbung
In vielen Haushalten werden zum Herstellen von selbstgefärbten Ostereiern künstliche Farbstoffe verwendet, die synthetisch erzeugt wurden. Diese Lebensmittelfarbstoffe zählen zu den Zusatzstoffen und die in Deutschland verwendeten Farben gelten als gesundheitlich unbedenklich, sie werden auch für die Färbung der Ostereier im Handel verwendet. Häufig dringt Farbe durch die Schale in das Ei und wir so beim Verzehr in sehr geringen Mengen mitgegessen, allerdings ergeben sich daraus üblicherweise keine Folgen. Höchstens Menschen, die bestimmte Allergien aufweisen, könnten allergische Reaktionen davontragen. Schwache Allergene enthalten zum Beispiel die Farbstoffe E 151, E 122, E 127, E 102, E 104 und E110. Dennoch gilt beim selbst färben, dass man beim Kochen geplatzte Eier nicht einfärben sollte.
Natürliche Farbstoffe können auch allergische Reaktionen verursachen, allerdings werden sie aus Pflanzen gewonnen, dennoch werden sie mit E-Nummern angegeben. (E 100, E 120, E 140 und E 132)
Wer gerne selbst färbt und auf Naturfarben zurückgreifen möchte, dem stehen verschiedene Möglichkeiten offen, die später auch zum Verzehr geeignet sind. Einige Beispiele: Zwiebelschalen färben die Eier in ein gelbbraun, Walnussschalen erzeugen ein warmes Braun, für Grüne Ostereier lässt sich Spinat verwenden. Schöne rosafarbene Eier erhält man durch Preiselbeeren. Sogar lila ist möglich, wenn man Blaubeersaft einsetzt.
Was tun, wenn Ostereier übrig bleiben?
Nicht immer werden zu Ostern alle Ostereier aufgegessen. Doch statt sie nur in ihrer Form zu essen, bieten sich ein Eierbrot, Eier in Senfsoße und vielfältige andere Gerichte an, in denen gekochte Eier verwendet werden. Ebenfalls können sie zum Garnieren von Salaten oder als Beilage eingesetzt werden.
Übrigens: Wer keine gesundheitlichen Probleme mit Cholesterin hat, darf gerne zur Osterzeit mehr Eier als üblich essen, der menschliche Organismus hat mit dieser erhöhten Zufuhr von Cholesterin kein Problem. Andere Personen, die auf Cholesterin verzichten sollten oder wenig Fett zu sich nehmen dürfen, sollten auf den Dotter verzichten.
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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 28.03.2009
Quelle: kochmix |
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