Obst und Gemüse: Pestizide in Lebensmitteln?

 
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Obst und Gemüse: Pestizide in Lebensmitteln?

Und Bio ist doch besser. Die aktuellen Ergebnisse des Lebensmittel-Monitorings 2007 zeigen, dass einige Obst- und Gemüsesorten aus konventionellem Anbau zum Teil deutlich mit Pflanzenschutzmittelrückständen belastet sind.

Pestizide in Obst und Gemüse?Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in seiner Pressemitteilung vom 13. Oktober 2008 informierte, ergaben die Untersuchungen, dass bei einigen Lebensmitteln die gesetzlichen Höchstmengen für Pestizide häufig überschritten wurden: Dazu zählen Grünkohl, Wirsing, Tomaten, Champignons und Austernpilze sowie Kopfsalat und Äpfel.

Der Jahresbericht 2007 des Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart (CVU) zur „Häufigkeit und Höchstmengenüberschreitungen von Pflanzenschutzmitteln in Frischgemüse 2007 (konventionell und bio)“ kam zu ähnlichen Ergebnissen: Von 899 untersuchten Gemüseproben aus konventionellem Anbau enthielten 83 % Rückstände von insgesamt 173 verschiedenen Pestiziden.

Bei Untersuchungen von 494 pflanzlichen Lebensmitteln, die als Bio-Ware im Handel waren, zeigte sich nach dem baden-württembergischen Ökomonitoring-Bericht 2007, dass rund 93 % der Stichproben völlig in Ordnung waren. Bei 7,5 % der frischen Bio-Waren und bei 6,5 % der verarbeiteten Bio-Lebensmittel ließen sich Pestizidrückstände nachweisen, die „auf Grund der Art und Menge der Wirkstoffe auf eine unzulässige Behandlung beziehungsweise eine Vermischung mit konventioneller Ware hinweisen“. Dazu gehörten vor allem Zitrusfrüchte, Kartoffeln und Steinobst.

Tomaten, Kopfsalat, Grünkohl, Austernpilze – lieber bei Bioqualität zugreifen

Vor allem bei Tomaten, Kopfsalat, Grünkohl und Austernpilzen sollte man lieber zu Bioware greifen: Einige der untersuchten Proben waren so schwer belastet, dass die Gesundheit schon beeinträchtigt werden könnte, wenn man nur einmal davon isst, so die Aussage des BVL in seiner Pressemitteilung vom Oktober 2008.

Und das, obwohl sich die Pestizid-Belastung etwa von Tomaten im Vergleich zu Vorjahren deutlich vermindert hatte: Waren im Jahr 2005 noch bei 4,7 % der untersuchten Tomaten die gesetzlichen Höchstmengen von Pestizidrückständen überschritten, so kann man nun einen Rückgang auf 1,5 % im Jahr 2007 feststellen. Doch bei rund 50 % der analysierten Tomaten waren Rückstände verschiedener Pestizide nachweisbar.

Auch beim Salat greift sich der Verbraucher entsetzt an den Kopf, wenn er lesen muss, dass Kopfsalat in 79 % und Römischer Salat in 72 % der untersuchten Proben Reste mehrerer so genannter Pflanzenschutzmittel enthielten. 9,5 % der Salatproben überschritten dabei die gesetzlich zulässigen Höchstgrenzen.

Zu viel Nitrat im Salat?

Auch der hohe Gehalt an Nitrat in Salat und Spitzkohl war wenig erfreulich: Nitrat ist ein Pflanzennährstoff und an sich nicht gefährlich. Doch etwa 5 % der über die Nahrung aufgenommenen Nitratmenge werden durch Bakterien im Speichel in Nitrit umgewandelt, informiert das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG): „ Im sauren Magenmilieu kann Nitrit mit Aminen und Amiden reagieren“, so das BAG. Dadurch entstehen Nitrosamine. Diese stehen im Verdacht, Krebs auslösen zu können.

Das Umweltinstitut München e.V. informierte bereits im Jahr 2000 in seiner Mitgliederzeitschrift ‚Umweltnachrichten’ (Ausgabe 90/2000) über den durchschnittlichen Nitratgehalt von Salaten und stellte zusammenfassend fest, dass die „biologischen Waren deutlich geringer mit Nitrat belastet“ seien „als die konventionellen“.

Auch einige wenig belastete Nahrungsmittel aus konventioneller Erzeugung

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Rindfleisch, Roggen, Honig, Räucherspeck, Römischer Salat, Porree, Radieschen, Rettich, Nektarinen und Bier waren im Jahr 2007 nur geringfügig mit unerwünschten Stoffen belastet – trotz konventioneller Herstellung.

Den vollständigen Bericht zum Lebensmittel Monitoring 2007 kann man auf der Webseite des Bundesministeriums für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit als PDF-Datei herunterladen: www.bvl.bund.de/lmm2007

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 22.10.2008
Quelle: kochmix
 
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