Nigella Lawson - Starköchin mit Leidenschaft

 
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Nigella Lawson - Starköchin mit Leidenschaft

Hierzulande beschränkt sich die Berichterstattung über einheimische Spitzenköche meist auf die männlichen Vertreter der Zunft. Ganz anders in England.

Dort ist Nigella Lawson das weibliche Pendant zu Jamie Oliver und hinsichtlich der Popularität steht sie ihrem männlichen Kollegen in nichts nach.

Dank verschiedener Fernsehshows und Zeitungskolumnen ist Lawson allgegenwärtig und da die ehemalige Journalistin, Buch- und Restaurankritikerin nicht nur schreiben, sondern auch kochen kann, stürmen ihre Bücher die Bestsellerlisten. 1998 veröffentlichte sie als erstes Kochbuch „How to eat“, das schnell ein Bestseller wurde. Ihr zwei Jahre später veröffentlichtes Buch „How to be a Domestic Goddess“ wurde mit dem British Book Award als erfolgreichstes Kochbuch des Jahres ausgezeichnet, weitere Auszeichnungen ließen nicht lange auf sich warten.

Nigella Lawson kochte für Tony Blair und George W. Bush. Laura, die Frau des ehemaligen amerikanischen Präsidenten, bezeichnet sich als einen großen Fan von Nigella Lawson, sie schätze ihre Küche sehr.

Auch unzählige nicht so prominenten Fans lieben Nigella und vor allem männliche Berichterstatter sind selten objektiv, wenn es um Lawson geht - was beim Blick auf die attraktive Köchin verständlicher wird. „Glamour Queen“, „Göttin“ oder „Engel“ sind da nur einige der schmückenden Bezeichnungen, mit denen Nigella Lawson gerne bedacht wird.

 

 

Ein simples Erfolgsrezept: Lawsons einfach und originelle Rezepte

Schönheit und Charme sind jedoch auch bei ihr nur die halbe Miete. Das Geheimnis von Nigella Lawson sind ihre einfachen, aber dennoch originellen Rezepte, die sie ausgesprochen sympathisch präsentiert. Obwohl sie nie eine professionelle Koch-Ausbildung gemacht hat, hat sie großen Einfluss auf die kulinarische Welt: Nach einer ihrer Fernsehshows, in der sie Hähnchen in Riesling-Weinsauce vorstellte, stiegen die Verkaufszahlen für den Weißwein in England kurzfristig um 30 Prozent, und ähnliche Markteffekte erzielen ihre Shows auch für andere Produkte.

Sie ist keinesfalls die englische Variante der US-amerikanischen Livestyle-Ikone Martha Stewart, deren Professionalität Hobbyköche vor Neid erblassen lassen würde. Viel eher erinnert die englische Starköchin in ihren TV-Sendungen wie „Nigella Bites“ auf Channel 4, in „Nigella Feasts“, das im amerikanischen Food Network ausgestrahlt wurde oder bei BBC-Sendungen wie „ Nigella's Christmas Kitchen“ und „Nigella Express“ an eine gute Freundin, die mal eben ein unkompliziertes Gericht zaubert – wenngleich sie dabei sehr telegen zurechtgemacht ist.

Wo Erfolg ist, ist der Neid nicht weit und so sind immer wieder kritische – zumeist weibliche - Stimmen zu hören. Sie werfen Nigella Lawson vor, ihre Fernsehshows bewusst mit einer zu erotischen Komponente zu würzen. Das figurbetonte Outfit, in dem die Fernsehköchin vor der Kamera steht, wäre wohl für die meisten „normalen“ Hausfrauen in der Tat nicht die erste Wahl, erspart aber das anschließende Umkleiden vor dem Beginn des Menüs. Nigella Lawson selbst bleibt von derartigen Angriffen unbeeindruckt. Sie sagte einst in einem Interview, dass Essen wohl kaum eine Gefahr für die Moral darstellen könne und Sinnlichkeit zudem etwas sehr Positives sei. Der Erfolg spricht für sie. 

Vom Büro in die Küche

Die 1960 geborene Nigella Lawson gehört nicht zu den Köchinnen, denen von Anfang an klar war, dass ihr Weg in die Küche führen würde. Zuerst absolviert sie ein Oxford-Studium moderner und mittelalterlicher Sprachen. Es folgt die Arbeit in einem Lektorat, ehe sie im Jahr 1985 selbst zu schreiben beginnt. Vorerst beschränkt sich die freie Journalistin auf Restaurant-Kolumnen, ein Jahr später wechselt sie als Redakteurin des Feuilletons zur Sunday Times.

Dort lernt sie ihren zukünftigen Mann John Diamond kennen, den sie drei Jahre später heiratet. Das schwere Krebsleiden John Diamonds ist es, das Nigella Lawson in die Küche treibt. Dort erfährt sie nicht nur die nötige Ablenkung, sondern kreiert außerdem für ihren Mann kleine Speisen, die möglichst kalorienhaltig sind. John Diamond stirbt 2001, die Leidenschaft zum Kochen bleibt Lawson erhalten.

Wer Lust hat, selbst einmal Rezepte der englischen Starköchin auszuprobieren, braucht glücklicher Weise keine Englischkenntnisse: Auf Deutsch sind mittlerweile einige ihrer Kochbücher erhältlich, so beispielsweise

Nigella Express: Schnelle, originelle Rezepte“ (Geb., 400 Seiten, Dorling Kindersley-Verlag 2008, € 24,95),
Festessen: Jeder Tag ein Fest-280 Rezepte für Genießer“ (Geb., 432 Seiten, Dorling Kindersley-Verlag 2006, € 26,90), und „Leckerbissen: Die sinnliche Küche der englischen Kult-Köchin“ (Geb., 228 Seiten, Dorling Kindersley-Verlag 2003, € 24,90).

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Kategorie: Koeche
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Erfassung: 18.11.2009
Quelle: kochmix
 
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