Möhren und Karotten gesundes Wurzelgemüse

 
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Möhren und Karotten gesundes Wurzelgemüse

Möhren, Karotten, Mohrrüben, Gelberüben – das Wurzelgemüse kennt man sicher schon seit der Steinzeit und unter vielerlei Namen.

Möhren und Karotten gesundes WurzelgemüseDaucus carota ssp. sativus, wie die Speisemöhre botanisch heißt, gehört zu den besten Lieferanten für das Augenvitamin A, bzw. seiner Vorstufe, dem Beta-Carotin (Provitamin A) – von dem enthält sie rund 110 Milligramm pro Kilo Karotte. Ein wenig Fett zur Karottenmahlzeit sorgt dafür, dass der Körper den Radikalenfänger Beta-Carotin auch aufnehmen kann.

Außerdem liefert die Möhre Folsäure, Natrium, Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Mangan, Selen, Kupfer und Zink, Jod, dazu Vitamin B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin) und C sowie reichlich Pektin und bis zu sechs Prozent Zucker. Nichts wie ran an die jungen Karotten, kann man da nur sagen.

Möhren kommen in vielerlei Optik: Kugelrund wie die Pariser Möhre, eiförmig, walzen-, kegel- oder zapfenförmig, fingerdünn bis armdick, und das Farbspektrum der unterschiedlichen Züchtungen reicht von fast weißen Wurzeln über gelb, orange, rot und violett bis zu fast schwarz.

Wilde Möhren haben einen bitteren Beigeschmack, verursacht durch Bitterstoffe wie Falcarindiol und 6-Methoxymellein, der auch in den Zuchtformen vereinzelt auftritt, aber meist haben die Wurzeln einen süßlichen Geschmack, der mit zunehmendem Alter der Karotte geringer wird.

Im konventionellen Landbau werden Möhren mit Stickstoff gedüngt und enthalten deshalb häufig erhöhte Nitratmengen. Nitrat kann von Bakterien in das giftige Nitrit umgewandelt werden, das wiederum mit der Magensäure zu Nitrosaminen reagieren kann. Diese gelten als stark krebserregend.

Vor allem für Kinder empfiehlt es sich deshalb unbedignt, auf Möhren aus Bio-Anbau zurückzugreifen. Denn die enthalten im Durchschnitt deutlich geringere Nitratkonzentrationen, weil sie weniger gedüngt werden.

Übrigens werden Karotten als wirkungsvolles Mittel gegen Durchfall eingesetzt. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte Professor Ernst Moro an der Heidelberger Kinderklinik eine Möhrensuppe, die die Kindersterblichkeit bei Durchfallerkrankungen drastisch senkte, und deren Wirkprinzip mittlerweile wissenschaftlich erforscht ist.

Karotten enthalten ein Kohlenhydrat, die so genannte Oligogalakturonsäure, die verhindert, dass Durchfallbakterien den Darm befallen. Doch damit dieses Kohlenhydrat wirken kann, muss man die Karotten mindestens eine Stunde lang kochen – dann einfach pürieren und salzen, fertig ist die Medizin-Suppe für den Darm.

Gebratene Möhren
Eine leckere Variante, Möhren zuzubereiten, sind gebratene Möhren. Schneiden Sie Möhren in möglichst gleichmäßige Scheiben von etwa drei Millimetern Dicke. Besonders geeignet sind hierfür relativ dicke Möhren, so haben Sie weniger Aufwand beim Schnibbeln. Erhitzen Sie etwas Olivenöl in einer Pfanne und geben Sie die Möhren hinzu.

Braten Sie sie bei mittlerer Hitze an, bis sie leicht braune Stellen bekommen – Sie müssen nicht ständig umrühren, aber unbedingt ein Auge auf die Möhren haben, den wegen ihres hohen Zuckergehaltes brennen sie schnell an.

Schälen Sie ein bis zwei Zehen Knoblauch und würfeln Sie sie fein oder drücken Sie sie durch die Knoblauchpresse. Mischen Sie den Knoblauch mit etwas Olivenöl, braten Sie ihn kurz an, bis er zu duften beginnt und rühren Sie ihn unter die gebratenen Möhren. Nun noch mit grobem Meersalz würzen, und fertig ist eine leckere Beilage.

Gebratene Möhren mit indischem Touch
Wenn Sie den gebratenen Möhren einen exotischen Touch verleihen möchten, rühren Sie fein gewürfelten Ingwer in die Möhrenpfanne und braten Sie den Knoblauch mit Currypulver an, bevor Sie alles mischen. Lassen Sie sich’s schmecken.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 25.03.2008
Quelle: kochmix
 
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