Margarine - ein Kunstprodukt zum Streichen

 
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Margarine - ein Kunstprodukt zum Streichen

Aus der gesunden Ernährung ist die Margarine heutzutage nicht mehr wegzudenken. Sie ist überwiegend pflanzlicher Natur und in der halbfetten Variante deutlich leichter als Butter.

Margarine zum FrühstückZudem ist sie auch eine Streichfettalternative für alle, die auf ihren Cholesterinwert achten wollen oder müssen.

Ein weiterer Vorteil der Margarine ist natürlich der, dass die Margarine sogar dann streichfähig ist, wenn sie gerade aus dem Kühlschrank kommt - ganz im Gegensatz zur herkömmlichen Butter, bei deren Einsatz sich ein frisches Toastbrot schnell in eine Kraterlandschaft verwandeln kann.

Margarine – ein Kriegsprodukt im Auftrag Napoléons

Es klingt vielleicht ein wenig befremdlich, doch reichen die Wurzeln der Margarine zurück in ein französisches Labor. Charles-Louis-Napoléon Bonaparte – auch bekannt als Napoléon III - konnte sich nicht nur damit rühmen, der letzte Kaiser Frankreichs zu sein, sondern zudem darauf verweisen, ein Neffe Napoléons I zu sein.

Napoléon III war es, der im Lauf seines bewegten Lebens den Lebensmittelchemiker Hippolyte Mège-Mourièr damit beauftragte, einen Butterersatz herzustellen. Hauptanliegen Napoléons war es, bei der Ernährung der französischen Armee zu sparen. Allerdings nicht Kalorien, sondern Geld, denn die Butter war für damalige Verhältnisse sehr teuer.

Während Mège-Mouriès um 1866 zwar die Margarine erfand, geht ihr Name jedoch auf Michel Eugène Chevreul, einen Professor der Chemie, zurück. Er untersuchte im Jahr 1819 verschiedene Fette und entdeckte während seiner Experimente perlenförmige Ablagerungen.

Im Glauben, eine bisher noch unbekannte Fettsäure entdeckt zu haben, verlieh er der vermeintlichen Säure den Namen „Margaron“ – nach dem griechischen Wort für Perle. Dies war die Geburtsstunde der Margarinsäure. 

Im Sinne der Gesundheit

Butter oder Margarine? Das ist hier die Frage, an der sich nicht nur die Geister, sondern auch die Anhänger des einen oder anderen Streichfettes scheiden. War es um das Image der Margarine als „Kunstprodukt“ zwischenzeitlich nicht so gut bestellt – unter anderem, weil sie während des II. Weltkrieges aus äußerst minderwertigen Fetten hergestellt wurde und entsprechend schlecht roch und schmeckte –, hat sich die Sichtweise mittlerweile geändert.

Maßgeblich daran beteiligt sind sicher ausgefeilte Werbekampagnen, die die Margarine als Lifestyle-Produkt bewerben. Doch heute wird nicht nur besseres Fett als Basis verwendet, sondern zudem wird die Margarine bei ihrer Herstellung oft noch mit zusätzlichen Vitaminen versehen.

Über den Sinn der Zusätze mag man sich streiten, aber sie dienen auf jeden Fall dazu, dem Verbraucher zu suggerieren, dass er sich mit Margarine etwas besonders Gutes gönnen kann. Tatsächlich schlägt aus ernährungsphysiologischer Sicht die herkömmliche, nicht fettreduzierte Margarine in der Fettbilanz mit einem Fettgehalt von rund 80 Prozent ebenso zu Buche wie die normale Butter. Anders sieht es bei einer Halbfettmargarine aus, deren Fettgehalt sich bei 40 Prozent bewegt.

Ob die Margarine im Rahmen einer cholesterinfreien Ernährung gesünder ist als Butter, hängt vom Wert der in der Margarine enthaltenen Trans-Fettsäuren ab. Sie beeinflussen den Cholesterinspiegel ebenso negativ, wie die gesättigten Fettsäuren der Butter.

Wer sich ernährungsphysiologisch also auf der sicheren Seite bewegen will, verwendet Fette jeglicher Art äußerst sparsam.

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Kategorie: ratgeber
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Erfassung: 25.09.2009
Quelle: kochmix
 
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