Maniok-Yuka: eine vielseitig Knolle aus Südamerika

 
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Maniok-Yuka: eine vielseitig Knolle aus Südamerika

Die Maniok-Wurzel stammt ursprünglich aus dem südamerikanischen Raum, ist aber mittlerweile überall in den Tropen und Subtropen zu finden.

Maniok, auch unter dem Namen Yuka bekanntWährend das Wurzelgemüse hierzulande eher unbekannt ist, dient es Millionen von Menschen in tropischen Regionen wie Afrika und Südamerika als Grundnahrungsmittel. Das eher unscheinbare Wurzelgemüse, das zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehört, ist ausgesprochen vielseitig. Und zwar nicht nur von der Zubereitung, sondern auch von der Namensgebung. Botaniker nennen die Knolle Manihot esculenta oder Manihot utilissima, doch auch wenn von Cassava, Mandioka, Kassave, Kassava oder Yuca die Rede ist, ist  Maniok gemeint.

Dass die Maniok-Knolle der Kartoffel sehr ähnlich sieht, ist nicht von der Hand zu weisen und so wird das tropische Wurzelgemüse auch gerne als „Kartoffel der Tropen“ bezeichnet. 

Maniok: abwechslungsreich in der Zubereitung

Abgesehen vom Äußeren gibt es noch weitere Gemeinsamkeiten zwischen Maniok und Kartoffel. Die Maniok-Knolle wird ausschließlich gegart verzehrt. Denn roh ist sie nicht nur ungenießbar, sondern auch giftig.

Der komplette Strauch enthält bis in die Wurzeln hinein das Gift Linamarin, so dass Maniok erst durch intensive Bearbeitung für die menschliche Ernährung nutzbar ist. Der Giftstoff wird entfernt, indem man die Knollen in Wasser einweicht, auspresst, anschließend trocknet und schließlich noch kocht, brät oder frittiert.

Geht es um die Zubereitung, ist Maniok ein Allround-Talent. Nach der Entgiftung sind der kulinarischen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Auch die Sprossen und Blätter der Maniokpflanze lassen sich nach entsprechender Vorbereitung kochen und zu Brei püriert oder frittiert verspeisen. Maniok schmeckt gebraten, frittiert, in Salzwasser gegart oder geröstet. Und ähnlich wie die Kartoffel kann die Maniok-Knolle auch breiig gestampft, oder geraspelt und wie ein Fladen gebraten werden.

Die aus der Maniokwurzel gewonnene Stärke ist auch als Tapioka bekannt. Tapioka ist geschmacksneutral und wird fein gemahlen, als Flöckchen oder als weiße Kügelchen verkauft und zum Andicken von Saucen, Suppen oder Puddings verwendet. Kroekpoek, die indonesischen Krabbenchips, basieren ebenfalls auf Tapiokastärke.

Wundert es jemanden, dass die Menschheit sich auch darum gekümmert hat, ob sich Maniok zu Alkohol vergären lässt? Es funktioniert.

Farofa – der Geschmack Brasiliens

Eine Spezialität der brasilianischen Küche ist das wandelbare Farofa, das fast jede Mahlzeit abrundet. Die Grundlagen des Farofa sind Maniokmehl, Öl oder Butter zum Anrösten und Salz.

Für sechs Personen benötigen Sie etwa 250 Gramm Maniokmehl. Rösten Sie das Mehl für rund zehn Minuten in der gefetteten Pfanne unter permanenten Rührbewegungen an. Dann nehmen Sie die grobkörnige Mischung vom Herd, würzen sie mit Salz und servieren das Farofa noch heiß.

Noch besser schmeckt Farofa natürlich, wenn Sie einige weitere Zutaten hinzugeben und dem Gericht so eine herzhafte oder süße Note verleihen. Abhängig von der gewünschten Geschmacksnote eignen sich Eier, Zwiebeln, Knoblauch, Speck, Bananen oder Rosinen als Ergänzung zum gerösteten Maniokmehl. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt und erlaubt ist, was schmeckt. Probieren Sie es einfach einmal aus, denn so viele Brasilianer können nicht irren.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 08.12.2009
Quelle: kochmix
 
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