Lussekatter zum Luciafest eine Schwedische Tradition mit Rezeptidee

 
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Lussekatter zum Luciafest eine Schwedische Tradition mit Rezeptidee

Zu den traditionellen schwedischen Festen gehört in der Vorweihnachtszeit das Luciafest. Dieses Fest fällt auf den 13. Dezember und wird in den christlichen Kirchen als Gedenktag der Heiligen Lucia von Syrakus gefeiert.

Lussekatter zum Luciafest eine Schwedische Tradition mit RezeptideeIn Schweden wurde dieser Brauch 1780 erstmals dokumentiert. Ein weißgekleidetes Mädchen, die Lucienbraut - traditionell ist das die Aufgabe der ältesten Tochter einer Familie - trägt einen Lichterkranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf und bringt ihrer Familie das Frühstück ans Bett. Ihr weißes Gewand wird in der Taille mit einem roten Band zusammengehalten. Zu diesem Frühstück gehört das traditionelle Safranbrot, in Schweden Lussekatter genannt. Durch den Safran erhält das Gebäck seine charakteristische gelbe Farbe, die, wie die Lucia selbst, das Licht symbolisiert.

Die Lucia-Feierlichkeiten setzen sich den ganzen Tag fort, ob im Kindergarten, in der Schule oder am Arbeitsplatz. Man singt spezielle Lucialieder, und Dörfler wie Städter wählen sich eine eigen Luciabraut, die dann ein ganzes Jahr bei verschiedenen Festlichkeiten auftreten darf, zum Beispiel beim Midsommarfest.

Die Lucia hat oft ein Gefolge anderer Mädchen, die ebenfalls brennende Kerzen tragen, allerdings in den Händen und nicht auf dem Kopf. Mancherorts hat sie auch noch weitere Begleitung von sagenhaften Gestalten, z. B den tomtar, den Weihnachtswichten, den pepperkaksgubbar (Pfefferkuchenmännlein) oder den stjärngossar (Sternenknaben), die die wilden Lussekerle aus der Urzeit dieses Brauchs mit zivilisierterem Verhalten abgelöst haben.

Die Legende der Heiligen Lucia
Der Legende nach war Lucia von Syrakus zur Zeit der Christenverfolgung unter Diocletian die Tochter eines reichen römischen Bürgers, der früh starb. Ihre Mutter wollte Lucia verheiraten - aber die wollte nicht, denn nach einer Erscheinung der Heiligen Agathe von Catania hatte sie Ehelosigkeit gelobt.

Sie brachte anderen Christen heimlich Nahrungsmittel in die Katakomben, um dabei beide Hände frei zu haben, trug sie eine Krone mit brennenden Kerzen auf dem Kopf. Als ihr Verlobter erfuhr, dass sie Nonne werden wollte, zeigte er sie bei den Behörden an. Der Richter Paschasius wollte sie zur Strafe in ein Bordell schaffen lassen, aber selbst ein Ochsengespann und 1000 Männer konnten sie nicht von der Stelle bewegen. Daraufhin tötete man Lucia durch einen Schwertstich.

Zu einem landesweiten Brauch entwickelte sich das Luciafest in Schweden erst in den letzten hundert Jahren. Der Brauch verbreitete sich besonders, nachdem eine schwedische Zeitung 1927 eine Lucia wählte. So bekam das Luciafest einen festen Platz im schwedischen Brauchtum.

Lussekatter – leckeres Luciagebäck mit Safran
Die Lussekatter (Luciakatzen) werden auch Saffranskuse oder Julkuse genannt. Man geniesst das goldgelbe Gebäck zum Kaffe oder zum Glögg, einer Art Glühwein, der mit Rosinen und Mandeln verfeinert getrunken wird.

Hier ein Rezept für das leckere Luciagebäck: Lösen Sie 25 Gramm frische Hefe in 150 Millilitern lauwarmer Milch auf und verrühren Sie eine Messerspitze Safranpulver gründlich mit der Hefemilch. Geben Sie nun 300 Gramm gesiebtes Mehl, vermischt mit einer Prise Salz, in eine Schüssel und formen Sie in der Mitte eine Kuhle. In die geben Sie die Hefemilch, 50 Gramm Zucker und ein Ei. Auf dem Heferand verteilen Sie 50 Gramm weiche Margarine oder Butter in kleinen Flöckchen

Anschließend muss der Hefeteig gehen, bis er die doppelte Größe erreicht hat. Nach dem Gehen teilen Sie den Teig in 24 Stücke und formen daraus die Lussekatter - Kinder helfen dabei gerne mit. Und so geht’s: Rollen Sie aus den Teigstücken etwa fingerdicke Würste, die sie zu Fragezeichen mit schneckenförmig eingedrehten Enden (also doppelten Spiralen) formen. In die Mitte jeder Spirale drücken Sie als Verzierung eine Rosine.

Nun lassen Sie die Hefekätzchen auf einem gefetteten Backblech nochmals eine Viertelstunde gehen. Anschließend bestreichen Sie sie für schönen Glanz mit verquirltem Eigelb und backen sie ewa 15 Minuten bei 250° Celsius.

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Kategorie: lifestyle
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Erfassung: 24.11.2007
Quelle: kochmix
 
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