Lupinen - Hülsenfrüchte (Leguminosae)

 
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Lupinen - Hülsenfrüchte (Leguminosae)

Wer kennt sie nicht - die blau, lila, rosa oder weiß blühenden Lupinen. Häufig wächst die Pflanze mit den großen, farbenprächtigen Blütenständen in alten Bauerngärten oder auf neu angelegten Böschungen. Denn die schönen Blumen verbessern auch den Boden.

Lupinen - LeguminosaeLupinen gehören zur Ordnung der Hülsenfrüchte (Leguminosae), die weltweit mit zahlreichen Gattungen und rund 13.000 Arten vertreten ist. Als Leguminosen können Lupinen mit Hilfe von Bakterien an ihren Wurzeln Stickstoff aus der Luft binden und in wertvolles Protein verwandeln.

Dieses Protein befindet sich in Knöllchen und kann von der Pflanze genutzt werden, weswegen Lupinen wie alle Hülsenfrüchte besonders eiweißreich sind. Ein Teil des Proteins bleibt im Boden zurück und dient der nachfolgenden Kultur als Nahrung. Deshalb sind Lupinen bei Biobauern, die keinen mineralischen (künstlichen) Stickstoffdünger einsetzen dürfen, sehr beliebt. Außerdem tragen die Stickstoffsammler mit ihren tiefen Wurzeln zur Lockerung des Bodens bei und ihre Blüten sind eine fette Bienenweide.

Lupine statt Soja: Süßlupinen zum Essen

Als Nahrungsquelle für Menschen dienen Süßlupinen (Lupinus albus, Lupinus luteus oder Lupinus angustifolius). Die schmecken aber, anders als der Name vermuten lässt, nicht süß, sondern lediglich nicht bitter wie die Urlupine. Denn aus Süßlupinen haben die Pflanzenzüchter die bitteren Alkaloide herausgezüchtet.

Ähnlich wie Sojabohnen enthalten Lupinensamen rund 40 Prozent Eiweiß. Da alle essentiellen Aminosäuren vorhanden sind - inklusive Lysin - ist das Lupineneiweiß sehr hochwertig. Im Gegensatz zur Sojabohne enthalten Lupinen nur vier bis sieben Prozent Fett (Soja 18 bis 20 Prozent), dafür deutlich mehr Ballaststoffe.

Als weiteres gesundheitliches Plus verfügen Süßlupinen über viele Mineralstoffe und Spurenelemente, besonders Kalium, Calcium, Magnesium, Zink und Eisen. Außerdem besitzen sie reichlich sekundäre Pflanzenstoffe wie zum Beispiel Isoflavonoide. Hinzu kommt, dass Lupinen weniger blähende Substanzen enthalten und damit verträglicher sind als andere Hülsenfrüchte.

Insgesamt lösen Lupinen kaum Allergien aus. Wer aber eine Soja- oder Erdnuss-Allergie hat, sollte vorsichtig sein. Für Menschen mit Zöliakie sind Lupinen-Produkte eine Alternative zu Sojaprodukten.

Lebensmittel aus Lupinen

Aus den Lupinen lassen sich viele Lebensmittel herstellen. Ingesamt ähnelt die Produktpalette dem Sojaangebot. Statt Tofu gibt es „Lopino“, eine Art Quark aus Lupineneiweiß. Er schmeckt neutral – nicht "bohnig" wie Soja - und lässt sich süß, sauer oder pikant weiterverarbeiten. So entstehen aus Lupinenquark vegetarische Brotaufstriche, Burger, Schnitzel und Würstchen.

Lupinen lassen sich aber auch zu Milch oder Mehl veredeln. Letzteres hat eine natürliche emulgierende Wirkung. So verbessert es die Wasseraufnahmefähigkeit eines Teiges. Hefegebäck, Biskuit, Pfannkuchen oder Waffeln mit Lupinenmehl werden nicht nur locker, sondern auch gelb. Allerdings sollte in der Küche nur etwa 10 bis 15 Prozent des Getreidemehls durch Lupinen ersetzt werden.

Die gerösteten und geschroteten Samen werden sogar als Lupinenkaffee angeboten. Dieser "Café Pino" schmeckt ähnlich wie Bohnenkaffee, hat aber keinerlei Koffein.

Der Lupinengenuss hat darüber hinaus ökologische Vorteile. Lupinen stammen bei uns vor allem aus heimischem biologischem Anbau, während Soja immer noch hauptsächlich aus fernen Ländern wie beispielsweise Brasilien kommt. Bevor es auf unseren Tellern landet, hat Soja häufig lange Transportwege hinter sich und für seine Anbauflächen musste tropischer Regenwald weichen.

Lupinenprodukte gibt es vor allem Naturkostläden, in Reformhäusern und in Bio-Supermärkten. Greifen Sie ruhig einmal zu.

Blattgemüse mit Lupine

Wählen Sie 450 Gramm eines Blattgemüses, beispielsweise Mangold, Erdbeerspinat oder gewöhnlicher Spinat, essfertig geputzt. Braten Sie eine in Würfel geschnittene Zwiebel in zwei Esslöffeln Pflanzenöl an und geben Sie dann das Blattgemüse mit ein wenig Wasser dazu, damit es nicht anbrennt. Legen Sie kurz den Deckel auf die Pfanne, damit das Gemüse zusammenfällt.

Wenn Sie gefrorenen Spinat verwenden, geben sie ihn unaufgetaut in den Topf oder die Pfanne, legen den Deckel auf und lassen sie ihn bei mittlerer Hitze auftauen.

Zerdrücken Sie nun eine halbe Packung Lupino natur mit der Gabel und verrühren sie den Lupinenquark mit dem Blattgemüse, dann würzen Sie die Masse mit etwas Sojasauce, Salz, Pfeffer und Muskat nach Geschmack. Dazu können Sie Salzkartoffeln und Bratlinge servieren. Guten Appetit!

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Kategorie: saisonales
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Erfassung: 05.04.2009
Quelle: kochmix
 
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