Luffa: der kulinarisch unterschätzte Schwammkürbis

 
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Luffa: der kulinarisch unterschätzte Schwammkürbis

Kaum eine Pflanze wird so unterschätzt, wie der Schwammkürbis. Hierzulande wird der Luffa aegyptiaca – so der botanische Name dieser Kürbispflanze - hauptsächlich als grober Schwamm benutzt.

Luffa - Schwammkürbis gekochtDer Luffa-Schwamm macht verhornten Hautstellen den Garaus oder reinigt verkrustete Töpfe. Dabei kann der Schwammkürbis einiges mehr, als nur schrubbeln.

Die Kletterpflanze mit den sonnengelben Blüten ist ein schöner Blickfang im Garten und die Früchte erinnern vom Äußeren ein wenig an die Zucchini. Wer die jungen Schwammkürbisse verzehrt, wird auch geschmackliche Parallelen zur Zucchini feststellen. Das Fruchtfleisch dieser Kürbisart hat keinen ausgeprägten Eigengeschmack und harmoniert hervorragend mit anderen Geschmacksgebern, beispielsweise in Eintöpfen.

Das „Vollständige Real-Lexicon der medicinisch-pharmaceutischen Naturgeschichte und Rohwaarenkunde“ berichtet schon 1840, dass die Früchte der Luffa aegyptiaca in Arabien und Ägypten als Gemüse verspeist werden.

Luffa: Ein schwammiges Allroundgenie

Verzehrt werden nur die jungen und noch unreifen Früchte. Die ausgereiften Schwammgurken, wie sie wegen ihrer Form auch genannt werden, sind mit ihrem stark verzweigten und hartfaserigen Innenleben ungenießbar.

In reifem Zustand dienen die Schwammkürbisse folglich als nachwachsendes Dämm-, Polster- oder Isoliermaterial, als Schuhsohle oder eben als Luffa-Schwamm. Aus den Kernen lässt sich in mühevoller Handarbeit ein Speiseöl gewinnen.

In Paraguay arbeiten derzeit sogar Umweltaktivisten daran, den Schwammkürbis als pflanzliches Baumaterial nutzbar zu machen. Für ärmere Familien wäre dies ein Segen, denn selbst einfachste Baumaterialien gelten dort mittlerweile als Luxusgut, und die Luffa-Schwammgurke können sie problemlos selbst anbauen.

In einem Pilotprojekt werden nun zerhäckselte Luffa-Fasern und zerkleinerter Kunststoffabfall gemeinsam in Plattenform gepresst, als Hauswände aufgestellt und dann mit einem Brei aus Mehl und Luffa-Fasern oder sonstigem pflanzlichem Material abgedichtet.

Homöopathisches Heilmittel Luffa

Auch für Alternativmediziner ist der Schwammkürbis sehr interessant; und kommt er in der herkömmlichen Medizin höchstens in Form der Rubbelmassage zur Kreislaufanregung daher, so ist er in der Homöopathie eine feste Größe.

Stark potenziert dient der Schwammkürbis zur inneren Anwendung bei entzündlichen Erkrankungen der oberen Luftwege und wird besonders gerne zur Therapie der chronischen Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung eingesetzt.

Winterlicher Eintopf mit Luffa-Schwammkürbis

Da die wasserreichen Schwammgurken neben Mineralien wie Calcium und Eisen auch Protein, die Vitamine B1, B2 und B3, Vitamin C sowie Provitamin A enthalten, eignen sie sich wunderbar als gesunde und kalorienarme Gemüse-Einlage für einen leckeren Kürbis-Eintopf – ideal für die kalte Jahreszeit.

Für vier Portionen benötigen Sie: 0,5 Kilogramm Schwammkürbis, 0,5 Kilogramm Kartoffeln, 250 Milliliter Sahne, 0,5 Liter Wasser, Salz, Pfeffer und Instant-Gemüsebrühe zum Würzen sowie eine Zwiebel und etwas Öl, um die Zwiebel darin anzudünsten.

Geben Sie die glasig gedünstete Zwiebel gemeinsam mit den in mundgerechte Stückchen geschnittenen Kartoffeln und dem Kürbis in einen Topf mit kochendem Wasser. Lassen Sie alles etwa eine halbe Stunde köcheln, würzen Sie nach Bedarf und bestreuen Sie den fertigen Eintopf mit einigen gerösteten Kürbiskernen. Guten Appetit!

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 08.12.2009
Quelle: kochmix
 
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