Leinöl, Kaltgepresst und Bioqualität rund um Gesund

 
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Leinöl, Kaltgepresst und Bioqualität rund um Gesund

Der Lein (Linum usitatissimum) liefert seit Jahrtausenden nicht nur Fasern - den Flachs -, sondern auch kleine braune essbare Samen, aus denen ein dunkelgoldenes, dicklich fließendes Öl gepresst wird: das an Omega-Fettsäuren reiche Leinöl.

Leinöl, Kaltgepresst und Bioqualität rund um GesundWer einmal frischen Fensterkitt geschnuppert hat, weiß, wie Leinöl riecht – ein Teig aus gemahlener Kreide, mit Leinöl verknetet, ist nämlich die Substanz, aus der klassischer Fensterkitt besteht. Leinöl ist ein so genanntes trocknendes Öl. Für Fensterkitt wird es eingesetzt, weil es relativ schnell mit Sauerstoff zu einem zähen Harz oxidiert und dadurch den Kitt aushärten lässt.

Auch die im 15. Jahrhundert entstandene Ölmalerei heißt nicht von ungefähr so: Pigmente wurden mit Öl, vornehmlich Leinöl vermischt, das verleiht den Farben eine höhere Leuchtkraft.

Doch zurück zum Leinöl als Lebensmittel. Was seine Eingeschaften als trocknendes Öl ausmacht, ist genau das, was das Leinhöl auch als Lebensmittel so wertvoll sein lässt: der hohe Gehalt an aktiven ein- und vor allem mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Die Fettsäurezusammensetzung von Leinöl
Leinöl besteht durchschnittlich aus ca. 58 Prozent dreifach ungesättigter Alpha-Linolensäure, auch bekannt als Omega-3-Fettsäure. Der Gehalt an der zweifach ungesättigten Omega-6-Fettsäure (Linolsäure) und der einfach ungesättigten Omega-9-Fettsäure (Ölsäure) ist etwa gleich hoch, ungefähr 16 Prozent. Die restlichen 10 Prozent entfallen auf gesättigte Fettsäuren. Zum Vergleich: Olivenöl enthält rund 65 Prozent Ölsäure und rund 12 Prozent Linolsäure, aber keine Omega-3-Fettsäure.

Hoch ungesättigte Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure und Linolsäure sind für verschiedene Bereiche der Körperchemie wichtig: Sie nehmen Einfluss auf den Fettstoffwechsel und die Bildung von Gewebshormonen (Icosanoide), sind an der Zellatmung sowie Proteinaufbau- und -abbauprozessen beteiligt.

Weil Leinsamen und Leinöl schon seit Urzeiten Teil der Ernährung sind, gibt es auch hierzulande traditionelle Gerichte mit Leinöl, z. B. das folgende schmackhafte und simple Gericht aus der Lausitz.

Schnittlauchquark mit Leinöl und Pellkartoffeln
Ein klassisches Leinöl-Rezept aus dem Spreewald ist Schnittlauchquark mit Leinöl und Pellkartoffeln. Lecker, einfach und schnell gemacht, preiswert und gesund dazu – was will man mehr?

Wichtigste Zutat für dieses Gericht ist erstklassiges Leinöl: Frisch muss es sein, kaltgepresst und am besten in Bioqualität. Und da sich Leinöl wegen seines hohen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht sehr lange hält, sollten Sie nicht auf Vorrat kaufen sondern sich auf kleinere Mengen beschränken - es sei denn, Sie kommen so richtig auf den Geschmack und wollen es im täglichen Gebrauch nicht mehr missen.

Pro Person rechnet man etwa 150 Gramm Magerquark, dazu Schnittlauch und/oder Zwiebel nach Geschmack. Rühren Sie die Zutaten mit dem Handrührgerät cremig, wenn der Quark Ihnen zu fest ist, rühren Sie schluckweise Milch dazu, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Servieren Sie dazu frische Pellkartoffeln in der Schale und pro Nase etwa 50 Gramm Leinöl in einem Kännchen oder kleinen Becher zum Darübergießen. Das dunkelgoldene Öl ist auf dem grün-weißen Quark auch optisch ein Genuss.

Da das Öl eine leicht bittere Note hat - übrigens kein Mangel, sondern ein Zeichen von guter Qualität - mischen Sie erst einmal wenige Tropfen in den Quark und testen den Geschmack. Meine Erfahrung ist: es schmeckt nach mehr...

Wer Kräuter im Garten oder auf dem Balkon züchtet, kann den Quark natürlich auch noch mit anderem frischem Grünzeug anreichern: Petersilie, Dill, feingewiegter Borretsch, Kresse, junge Löwenzahn- oder Gänseblümchenblätter (von der ungespritzten und ungedüngten Wiese natürlich!), Zitronenthymian - die Auswahl lässt sich nach Gusto variieren.

Süße Leinölcrème für das morgendliche Müsli
Eine köstliche Leinölcrème bereichert jedes morgendliche Früchtemüsli: Mischen Sie dafür mit dem Schneebesen oder bei größeren Mengen dem Handrührgerät Bio-Magerjoghurt, Leinöl und Honig im Verhältnis 2:1:1, also beispielsweise 50 Gramm Joghurt, 25 Gramm Leinöl und 25 Gramm Honig. Wer’s flüssiger mag, gibt noch Milch nach Bedarf dazu. Dieses Rezept der Fettforscherin Dr. Johanna Budwig (1908-2003) soll den Körper gleich am Morgen mit den notwendigen essentiellen Fettsäuren für einen guten Start in den Tag versorgen.

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Kategorie: kochen
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Erfassung: 02.12.2007
Quelle: kochmix
 
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