Kushi: Sushi war gestern

 
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Kushi: Sushi war gestern

Kushi-Gerichte kommen wie Sushi aus Fernost und sind schmackhafte Spieße mit Fisch, Fleisch oder Gemüse, die gegrillt oder im Ofen zubereitet werden. Die wichtigsten Infos zur Kushi-Küche.

Kushi eine abgewandelte Variante von SushiAlternativ zu den sehr beliebt gewordenen Sushi-Gerichten (Sushi Nahrung) drängt immer mehr das Kushi aus Japan in deutsche Restaurants und Küchen. Kushi-Spieße können sehr abwechslungsreich und phantasievoll zubereitet werden und laden zu immer neuen Experimenten ein. Auf Bambusspieße werden Stücke von verschiedenen Fleischsorten, Fisch oder Gemüse aufgesteckt und gegart. Allein die Möglichkeiten von Grillen und Ofengarung machen bei ein und demselben Kushi-Spiel geschmacklich einen großen Unterschied aus.

Japanische Tradition

Kushi ist sehr fettarm und in Japan isst man dieses Gericht angeblich schon seit 2000 Jahren und früher. Allerdings erfreute sich Kushi erst seit dem 16. Jahrhundert wahrer Beliebtheit. Quellen besagen, dass ein gewiefter Mann in Tokio damals Kushi als Einnahmequelle für sich entdeckte. Es wurde die Edo-Burg erbaut und in der Nähe befand sich ein Teich, in dem Aale lebten. Der Japaner fing die Aale ein, zerkleinerte sie und spießte sie auf Bambus-Stäbchen, bevor er sie über offenem Feuer garte. Den Arbeitern, die die Burg errichteten, bot er seine Snacks an, die sich gerne und hungrig diese Köstlichkeit nicht entgehen ließen. Wahrscheinlich brachten die Bauarbeiter diese Rezeptidee mit zu ihren Familien und so wurde immer mehr Kushi gegessen – bis zum heutigen Tage.

Japanisches Fast-Food

In Japan erhält man Kushi in Restaurants, doch sie werden auch an vielen Straßenecken angeboten. Die Japaner essen Kushi vorwiegend als Zwischenmahlzeit oder als Vorgericht zur Hauptmahlzeit. Ebenfalls fehlen Kushi-Spieße bei kaum einem Buffet bei Veranstaltungen. Besonders beliebt ist Kushi mit Hühnerfleisch, diese Variation nennt sich Yakatori. Es macht richtig Appetit, wenn man bei der Kushi-Zubereitung zusehen – und riechen darf. Mundgerechte Stücke von Meeresfrüchten oder Fleisch, kombiniert mit Gemüse werden zurechtgeschnitten und auf die Spieße gesteckt. Eine leckere Marinade, beispielsweise aus Wein, Sojasauce und Zucker, dient als Tunke, bevor sie gegart werden. Einfach lecker! Die Spieße sind zwischen fünfzehn und dreißig Zentimeter lang, wobei die kürzere Version öfter zu sehen ist. Traditionell werden Bambusspieße verwendet, jedoch können auch Spieße aus Edelstahl oder anderem Holz genommen werden. Die Holz- beziehungsweise Bambus-Variante findet sich in Japan zum Straßenverkauf, aber auch in hiesigen, exklusiven Japan-Restaurants, die ihren Gästen eine Vielzahl an Kushi-Varianten auftragen.

Kushi-Variationen

Kushi kann auch mit Hackfleisch zubereitet werden, ein solches Kushi-Gericht nennt sich Niku-Dango no Amakara-ni, kurz Nikodangu. Neben dem Eintauchen beziehungsweise Einlegen in Marinade kann der Kushi-Spieß zusätzlich paniert und frittiert werden. Dazu werden leckere Saucen gereicht, die den Geschmack perfekt abrunden. Grüner Tee passt hervorragend dazu, aber auch japanisches Bier. Als Zutaten finden sich Meeresfrüchte, Gemüsesorten aller Art, Lammfleisch, Kalbfleisch, Schweinefleisch und Rindfleisch, Gehacktes, Kürbisse, Ginko-Früchte, Tofu, Muscheln, Edamame (junge, grüne Soja-Bohnen), im Grunde alles, was sich aufspießen lässt. Die Variations-Möglichkeiten scheinen schier unendlich und laden zu Experimenten ein, wenn man seine ersten Kushis gegessen oder selbst zubereitet hat. Kushi wird gerne auch nach Art der Teppanyaki zubereitet. Das Teppan ist eine spezielle Grillplatte und yaki ist das japanische Wort für braten. Wer nun Appetit auf diese leckeren, japanischen Spieße bekommen hat, kann in eines der tollen Kushi-Restaurants gehen oder sich selbst an einem der Rezepte versuchen. Besonders toll schmeckt es im Freundes- und Familienkreis.

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Erfassung: 28.03.2009
Quelle: kochmix
 
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