Kürbis die Farbenfrohe Beerenfrucht

 
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Kürbis die Farbenfrohe Beerenfrucht

Jetzt prangen sie wieder in allen Farben des Herbstes: leuchtend orange, sonnengelb, aber auch noch dunkelgrün, mit oder ohne Streifen, rund, oval, mit merkwürdigen Auswüchsen. Die Rede ist von Kürbissen.

Kürbis die Farbenfrohe BeerenfruchtWas an Halloween im angelsächsischen Sprachraum die bösen Geister verjagen soll, war schon vor rund 12.000 Jahren in Peru und Mexiko geschätzt, das belegen archäologische Funde, z.B. von Gefäßen aus hartschaligen Kürbisvarianten. In Süd- und Mittelamerika gehören die Kürbisbeeren noch heute zu den Grundnahrungsmitteln der indianischen Bevölkerung. In Europa waren Kürbisse unbekannt, bis Kolumbus sie von seinen Fahrten in die neue Welt mitbrachte.

Heute wird Kürbis in der ganzen Welt angebaut. Zu den Cucurbitaceae, den Kürbisgewächsen, mit ihren meist gelben Blüten gehören z. B. die Zucchini (zuccha ist das italienische Wort für Kürbis), aber auch Honigmelonen und Salatgurken.

Unter mehr als 800 Sorten kann wählen, wer die bunten Beeren im eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauen will. Die Pflanzen sind dankbar, möchten aber eine nährstoffreiche Erde. Wer sich z.B. erst mal beim Anbau von Zucchini statt Riesenkürbissen versuchen will, sollte ein Auge auf lästige kleine Nacktschnecken haben. Die lieben Zucchiniblätter und -blüten und schaffen es problemlos, eine Jungpflanze in einer Nacht bis auf den Stängel abzufressen.

Wer sich einen Eindruck verschaffen will von Farb- und Formenreichtum der Kürbisse, sollte sich einen Bummel über die größte Kürbisausstellung der Welt im Blühenden Barock in Ludwigsburg genehmigen. Seit 1999 werden jeden Herbst die fleischigen Beeren ausgestellt. Die größte Frucht Europas wurde dort 2005 gewogen: der Kürbis brachte 2005 bei der Europameisterschaft im Kürbiswiegen satte 475 kg auf die Waage, die er aus einem belgischen Acker gezogen hatte. Seit 2005 kann man sich zur Kürbisausstellung außerdem beim Kürbiskanurennen amüsieren: ausgehöhlte Riesenkürbisse dienen als Gefährt.

Kürbis ist gesund und kalorienarm: 100 g Kürbisfleisch enthalten nur etwa 26 Kalorien, aber etwa 380 mg Kalium, 44 mg Phosphor, 22 mg Calcium, außerdem noch Magnesium und Eisen. Kürbiskerne enthalten pro 100 g rund 30 mg Vitamin E.

Aus den Kernen von Ölkürbissen gewinnt man ein dunkelgrünes, dickflüssiges und sehr schmackhaftes Öl, das sich hervorragend für Salatsaucen eignet. Die Kürbiskerne haben es in sich: sie enthalten hormonartige Stoffe, die bei Blasen- und Prostataerkrankungen lindernd wirken können. Sie wirken krampflösend und harntreibend. In der Türkei, in Griechenland und anderen Mittelmeerländern sind die gerösteten und gesalzenen Kerne ein beliebter Snack.

Ob gebraten, gebacken oder geschmort, püriert, gesalzen oder gesüßt: Kürbis lässt sich vielseitig verwenden. Probieren Sie doch einmal den Hokkaidokürbis, dessen Schale man bequemerweise mitessen kann. In Scheiben geschnitten und mit etwas Knoblauch und Salz in Ölivenöl gebraten, ist er ein köstliches und farbenfrohes Herbstgericht.

Eine interessante Alternative zu Getreidenudeln bietet der Spaghettikürbis. Sein hellgelbes Fruchtfleisch besteht aus spaghettidünnen Fasern und schmeckt leicht nussartig.

Zierkürbisse sollte man übrigens nicht essen: sie enthalten bestimmte Bitterstoffe, die giftig sind.

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Kategorie: gemuese
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Erfassung: 28.02.2007
Quelle: Kochmix
 
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